Eine feierliche Gestimmtheit bildete sich im Mysuru bereits Anfang Mai. Zuerst waren Schüler aus mehreren Schulen zum Training im Ashram, die Bhajans, Chants und auch Yoga einübten. Sri Swamiji ließ sich am Ende die Ergebnisse der Lehrtage in der Prayer Hall nach der Sri Chakra Puja vorführen. Danach gab es die Vidyarthi Konferenz (Devotee Kinder) für einige weitere Tage, wo neben Bhajans, Chants und Yoga auch noch Teile der Bhagavad Gita eingeübt wurden. Die Ergebnisse wurden wiederum Sri Swamiji am Ende der Tage vorgeführt im Beisein aller Devotees in der Prayer Hall. Und es war doch sehr erstaunlich, dass die teilweise noch kleinen Kinder ein komplettes Kapitel der Bhagavad Gita nach den wenigen Lehrtagen auswendig chanten konnten (vielleicht hatten die meisten bereits vorher verschiedene Passagen zu Hause/in den Schulen eingeübt?). Sri Swamiji schien Sich jedenfalls prächtig zu amüsieren, die Kleinen beobachten zu können, wie ungezwungen sie ihr kindliches Können preisgaben. Auf Fragen von Ihm antworteten sie natürlich meistens mit kindlicher Logik, die oft Schmunzeln bzw. Lachen und bisweilen Klatschen bei den erwachsenen Devotees hervorriefen. Und die Kinder nahmen kein Blatt vor den Mund und mussten teilweise selbst über ihre eigenen Aussagen lachen – herrlich! Übersetzungen gab es da nicht für uns Angels, die waren aber auch nicht unbedingt nötig.
Die eigentlich intensivere Festzeit startete mit dem Sri Jayalakshmi Aradhana und Shankaracharya Jayanti-Tag (Srimati Jayalasksmi war am Shankarachraya Jayanti-Tag 1953 in Maha Samadhi gegangen) am 9. Mai. Sri Swamiji zelebrierte die ausgiebigen Rituale Selbst in der Dining Hall (die Jayalakshmi Mata Mandir heißt). Er hielt eine längere Rede nach Beendigung der Rituale, die wir Angels über die mobile Übersetzungsanlage mitverfolgen konnten.
Am 10. Mai war der Haupttag der Upanayana-Zeremonie (Verleihung der Heiligen Schnur an Jungen, die ab dem Zeitpunkt dann das Gayatri Mantra chanten sollten mit der dazugehörigen Zeremonie, theoretisch können Angehörige der 3 Kasten – Brahmanen, Kshatriyas und Vaishyas initiiert werden). Sri Swamiji betonte in Seiner Rede nach der Sri Chakra Puja, dass die Initiierten vom Tag der Einweihung an das Gayatri Mantra regelmäßig chanten sollten. Es waren vor allem an diesem Tag viele Jungen im Ashram zu sehen, deren Haare geschoren waren bis auf kleine Haarflecke an manchen ausgesuchten Stellen des Kopfes.
Am 12. Mai begannen die Veda Examina im Mysuru Ashram. Es waren neben vielen Vedaschülern auch junge, bereits erwachsene Veda Priester und die Pundits, die die Prüfungen abnahmen, erschienen. Während der Sri Chakra Puja wurden viel längere vedische Verse gechantet als sonst von einer zahlenmäßig recht großen Priesterschaft. Im Anschluss gab der Ashrampriester Vamshi einige einleitende Worte zur Einweihung der Prüfungen im Beisein von Sri Swamiji, fast allen Priester, den Schülern und uns Devotees. Weiterhin sprachen noch einige andereVeda-Gelehrte. Es wurden dann verschiedene Vedaprüfungen vorgeführt, wie sie vermutlich auch sonst in den Priester-Gebäuden des Ashrams stattfinden. Der Prüfer chantet ganz kurz eine Passage aus dem betreffenden Veda vor. Und der Prüfling muss dann ab dieser Stelle eine ganze Reihe von den direkt nachfolgenden Versen chanten. Dabei wird nicht nur die Richtigkeit der Aussprache, die Intonation, Geschwindigkeit etc. bewertet. Am Ende der Prüfung erhalten die Prülingen dann das Resultat in Prozentpunkten. Ab einer bestimmten Prozentanzahl hat man bestanden. Die Ashramschule des Mysuru Ashrams schneidet normalerweise recht gut ab. Es waren einzelne Gruppen aus verschiedenen indischen Bundesländern erschienen, und sogar aus Uttar Pradesh und Madya Pradesh waren Schüler gekommen. Die Ashramwege waren voller meistens weiß gekleideter Schüler, die dort entweder ihre Pausen machten oder auch vedische Verse einübten etc.
Am gleichen Nachmittag fing schon früh die Veröffentlichung des neuen Buches „Sri Sachchidanandasri“ an, in dem einige bekannte Gelehrte ihre Sicht von verschiedenen Formen von Dharma ausgeführt hatten. Das Buch war Sri Swamiji gewidmet worden. Ca. 30 Seiten des Buches umfassten Seine Lebensgeschichte und Sein Werk. Die Gelehrten lobten einhellig die Aktivitäten von Sri Swamiji, die alle dharmischer Natur sind. Die Veranstaltung dauerte sehr lange, fast 5 Stunden und endete erst in später Abendstunde.
Am Mittwoch, 15. Mai, startete das diesmal nur 3tägige Narasimha Jayanti. Die 4. Vishnu-Inkaranation Narasimha ist die Hauptgottheit von Sri Swamijis Familie väterlicherseits und wird im Mysuru Ashram vor allem als Lakshmi-Narasimha in einem kleineren Tempel neben der Prayer Hall verehrt.
In den letzten Jahren hatte Sri Balaswami meistens die morgendlichen Abhishekas an dem Lakshmi-Narasimha Idol im gleichnamigen Tempel zelebriert, während Sri Swamiji lediglich abends zum jeweils sehr mystischen Arati kam. Dieses Mal erschien aber Sri Swamiji Selbst am ersten Morgen gegen ca. 9.45 Uhr, um die Puja und das Arati durchzuführen. Wie immer waren in dem relativ kleinen Vorraum zu viele Devotees für den vergleichsweise kleinen Platz dort und entsprechend eng saßen und standen die Devotees beim Tempel um zuzuschauen.Sri Swamiji war wie so oft mit Seiner roten Ritualhaube gekommen und zelebrierte die Rituale in der üblichen Intensität, die alle Seine Handlungen kennzeichnen. Das Ereignis dauerte ca. eine halbe Stunde. Und Sri Swamiji gewährte den versammelten Devotees, dass alle in einer langen Reihe an Ihm und Lakshmi-Narasimha vorbeigehen konnten, um den Darshan sowohl von Sri Swamiji als auch von der Gottheit zu haben. Dabei war Sri Swamiji anscheinend gut gelaunt und lächelte von Anfang an alle vorbeigehenden Devotees gnadenvoll an! Parallel hatte der Ashram Priester Vamshi ca. 20 – 25 ältere Veda-Schüler in der Prayer Hall vor dem dortigen Datta Tempel versammelt. Sie alle chanteten Verse vereint aus den Veden. Als Sri Swamiji aus dem Lakshmi-Narasimha Tempel kam, ging Er nicht etwa direkt durch zu Seinem Guru Nilayam, sondern setzte Sich gleich beim Datta Tempel vor die Priester, um ihnen zuzuhören. Die Priestergruppe chantete gerade in sonst kaum bekannter rasender Geschwindigkeit auf der Höhe ihrer Stimmen vedische Verse. Mindestens 2 von ihnen hatten Mikrophone, woduch die Intensität tatsächlich immens war. Die Energie war unglaublich stark in der Halle. Sri Swamiji hingegen saß in der Tempelumrandung, schloss Seine Augen, und langsam senkte sich Sein Kopf immer tiefer zu Seiner Brust herunter. Dabei sah Er unglaublich entspannt aus, und man konnte glauben, dass Er gleich einschlafen würde. Er blieb dann so eine ganze Weile mit sehr entspannt zufrieden strahlendem Gesicht sitzen und schien in einer anderen Welt zu sein, während die Priester mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit und Lautstärke vor Ihm chanteten. Wie viele von uns über die Jahre wohl bemerkt haben, hat man Sri Swamiji noch niemals gesehen, dass Er beim Darshan vor den Devotees eingenickt war. Auch Gähnen kennen eigentlich alle Devotees nicht von Ihm. Dann kam Sein Kopf nach einer längeren Weile sehr langsam wieder hoch, und Er schaute uns Devotees und die Priester mit sehr bedeutungsvollem Blick an. Es war die einzigartige Intensität Seiner Blicke kombiniert mit dem überaus starken Chanten der Priester, die alle Devotees auf ihren imporvisierten Sitzen in der Prayer Hall festhielten. So gut wie keiner verlies zumindest in der ersten Stunde die Prayer Hall. Sri Swamiji übernahm die Rhythmik der Priester und zeigte mit Seiner Zeigefinger den Takt jeweils an, formte dabei u. a. auch verschiedene Mudras, die bei Ihm bisher noch nicht zu sehen waren (zählte mit dem rechten Zeigefinger auf Seine halbgeschlossene Hand, in der alle Finger eingefaltet waren). Es kamen dann noch weitere kleine Gruppen von jüngeren Vedaschülern dazu, die ihrerseits zeitweise die Mikrophone übernahmen und neue Teile aus den Veden anstimmten, während andere neben ihnen mitchanteten. Sri Swamiji setzte immer wieder an, die Vedarezitationen mit Seiner Gestik zu begleiten. Dabei wirkte Er ungemein gelöst und hell. Er trug ein vielversprechendes inneres Lächeln und tat alles ungemein spielerisch. Zwischendurch begrüßte Er auch mal ein Kleinkind aus der Ferne, indem er ihm strahlend zuwinkte wie das vielleicht Kinder auch unter sich machen könnten. Später rief Er einen sehr jungen Vedaschüler zu sich, unterhielt sich längere Zeit mit ihm innerhalb der Datta Tempel-Umrandung. Am Ende des längeren Dialogs fuhr Er dem Priesterschüler langsam mehrmals mit der Hand und den Fingern über den Kopf in speziellen Kreisbewegungen, was eindeutig auf eine energetische Behandlung schließen ließ, die wie nebenbei stattfand. Anschließend fächerte der Schüler Sri Swamiji mit einem Handfächer Luft zu (es war zu dieser Zeit gerade recht heiß). Ashram Priester Vamshi leitete manchmal das Chanten etwas an, überlies dann aber immer wieder einzelnen die Übernahme der Führung beim Chanten. Auch das Sama Veda wurde kurze Zeit von einigen wenigen angestimmt (es ist wie das Singen von Versen). Die gesamte Vorführung dauerte sagenhafte 2 ½ Stunden (sie hatten vorher bereits schon mindestens ½ Stunde gechantet während der Narasimha Puja) in der Präsenz von Sri Swamiji. Es waren währenddessen Teile aus allen 4 Veden gechantet worden, wie später zu hören war. Prasadi hielt einige Zeit vor dem Ende eine kurze Rede und pries die Vedarezitationen, die die Basis der alten und auch heute besthenden indischen Kultur sei. Gegen ca. 12.45 Uhr wurde die Rezitation gestoppt, und Sri Swamiji ging in Sein Guru Nilayam zurück.
Am gleichen Abend fand das sehr mystische Feuerritual zu Ehren Sri Narasimhas statt, bei dem Sri Swamiji wie auch in den letzten 2 Jahren mit Seiner roten Ritualkappe und fast unbekleidetem Oberkörper im Lakshmi Narasimha Tempel saß und sehr still und konzentriert mit einer Art Feuerpuja Sri Narasimaha verehrte, bei der Er dann und wann flüssiges Ghee in 2 kleine Behälter auf dem Altar vor der Gottheit goss, aus denen jeweils hohe Flammen herauszüngelten. Dabei schien Er fortwährend konzentiert innerlich Mantren zu chanten. Nach einer längeren Ritualzeit von ca. 20 Minuten beendete Sri Swamiji die Zeremonie und kam kurz zum Kakadarati in die Prayer Hall, um dann in Sein Guru Nilayam zu gehen. Das Ritual hatte auf die meisten von uns Angels beruhigende, konzentrierende Wirkung.
Am nächsten Morgen fand wiederum die Puja von Sri Swamiji zelebriert im Lakshmi Narasimha Tempel statt. Er wirkte dabei wieder sehr konzentriert bei den Ritualen. Nach dem Mangala Arati gab Er wieder Darshan für alle Devotees und schien genauso gelöst und gut gelaunt zu sein wie am Morgen vorher. Ashram Priester Vamshi hatte alle Priester in die Prayer Hall gebeten. Und einige von ihnen chanteten laut vedische Verse während der Narasimha Puja.Im Anschluss ging Sri Swamiji wiederum in die Prayer Hall zu den dort versammelten Priestern. Es schienen alle Priesterschüler und auch alle Lehrer dort versammelt zu sein. Im Folgenden gab es denn kaum Rezitationen von vedischen Mantren, sondern Ehrungen der Priesterschüler und Lehrer, die Sri Swamiji jeweils zum Darshan zu sich kommen ließ. An dem Morgen endeten die Veda-Examina, und viele der Priester reisten noch am gleichen Tag ab. Vereinzelt waren die Priesterschüler auf den Ashramwegen zu sehen, wie sie stolz präsentierend sich mit ihrem errungenen Zertifikat ablichten ließen.
Abends führte Sri Swamiji wiederum die äußerst stimmungsvolle Feuerverehrung am Narasimha Idol durch.
Am letzten Morgen, dem Haupttag von Narasimha Jayanti, veranstaltete Sri Swamiji die Narasimha Puja wiederum Selbst, dieses Mal aber in der Prayer Hall am Devi-Altar, der für die Narasimha Puja extra etwas umgestaltet worden war. Das Freitags-Abhishekam im Datta Venkateshvara Tempel war da bereits von Sri Balaswami abgeschlossen worden. Eine größere Gruppe von Vedaschülern und Lehrern saß vor dem reich geschmückten Altar und untermalte die lange Narasimha Puja von Sri Swamiji. Er hatte die Prayer Hall statt des Narasimha Tempels favorisiert, da um den Narasimha Tempel für die bereits größere Menge von Devotees der Platz längst nicht mehr ausreichend war. Selbst die Prayer Hall war bis in die hintere Seite voll besetzt mit Devotees. Auf dem Sri Chakra Altar war u.a. das Idol von Sri Narasimha aufgestellt, das Sri Swamiji dort hingebungsvoll verehrte. Es ist jedes Mal ein besonderes Ereignis, bei Seinen Handlungen nahe dabei zu sein und sie mitverfolgen zu können. Sie haben eine innewohnende Intensität sondergleichen. Jede noch so kleine Handlung ist etwas Besonderes und gleichzeitig so normal und natürlich! Bei all Seinen Handlungen schwingt eine unerklärliche Präsenz mit, die der Ausdruck von Fülle und Präsenz ist, die der Verstand nicht wirklich fassen kann. Man gerät automatisch in eine gehobene, meditative und beschwingte Stimmung.
Am Abend gab es wiederum eine Feuerpuja mit Sri Swamiji im Narasimha Tempel. Zwischendurch schob er etwas näher zu den Behältern, aus denen die Flammen hoch aufloderten, und es sah fast so aus, als ob Er mit den Fingern auch mal ins Feuer hineinreichte (ohne erschrocken oder sonstwie ad hoc zurückzuschrecken). Da am Abend des 17. Mai schon viele Devotees im Ashram waren, schauten sich viele Devotees das Ereignis auf der aufgestellten Leinwand in der Prayer Hall an, und nur verhältnismäßig wenige konnten beim Narasimha Tempel zuschauen.
Am 18. Mai war bereits mehr oder weniger volle Festatmosphäre. Nach der morgendlichen Sri Chakra Puja von Sri Balaswami war für 10.00 Uhr Divya Namasankirtan von Sri Swamiji angesetzt worden. Das war natürlich außergewönlich, dass Sri Swamiji 1 Tag vor dem eigentlichen Fest bereits am Morgen eine Art Konzert in der Prayer Hall geben wollte. Wir Devotees waren alle sehr angenehm überrascht und erfreut. Es verspätete sich dann auf 11.00 Uhr bis Sri Swamiji dann zu uns in die Prayer Hall kam. Er hielt dann auch gleich zu Beginn eine längere Rede, die uns über die ausgegebenen Headphones übersetzt wurde. U.a. sagte Sri Swamiji, dass wir einen Platz vor Seinem Erscheinen aussuchen sollten, wo wir gut für die gesamte Veranstaltung sitzen könnten. Man sollte zwischendurch nicht aufstehen und hinausgehen oder seinen Platz häufig wechseln (verursacht viel Unruhe im Konzert/den Bhajans). Wichtig wäre es, Asana Siddhi (komfortables Sitzen im Yogasitz wie Sukhasana, Padmasana, Siddhasana etc.) zu erreichen. Dann könnte man für Stunden auf seinem Platz sitzen bleiben, ohne sich viel zu bewegen. Das hätte u.a. den Vorteil, dass man Sri Swamijis Musik und Diskurse viel besser verfolgen könne. Grundsätzlich sei es wichtig, die Sinne kontrollieren können, den des Sehens, des Hörens und auch des Riechens. Man sei dann nicht abgelenkt, wenn man z.B. den leckeren Duft des fertigen Essens aus der Dining Hall in der Nase habe und könne sich auf wichtige Dinge konzentrieren. Sri Swamiji spielte und sang zumeist relativ unbekannte Krishna-Bhajans. Gegen 13.00 Uhr endete die Veranstaltung.
Am Abend wurde das Srinivasa Kalyanam in der Prayer Hall ab ca. 18.30 Uhr zelebriert, nachdem das SrinivasaIdol mit einer Prozession vom Venkateshvara Tempel mit Musik begleitet in die Nada Mantapam eingezogen war. Die Puja zog sich bis ca. 19.30 Uhr hin und wurde abgelöst von einem Kalayanam Konzert an gleicher Stelle. Der Sänger fasste die betreffenden Textstellen vorher zusammen und sang dann sehr melodiös die betreffenden Verse zur Verehrung Sri Venkateshvaras. Die Veranstaltung dauerte recht lange bis nach 21.00 Uhr.
Am 19. Mai fand zuerst die Sri Chakra Puja zelebriert von Sri Balaswami in der Prayer Hall statt. Etwas später wurde bereits das Datta-Tailabhishekam in der Prayer Hall durchgeführt von Sri Balaswami. Am Nachmittag gab es Musiktherapie in der Musiktherapiehalle der Ramashankara Kuteera. Sri Swamiji kam ungefähr ab der Mitte der Sitzung dazu und erteilte mit einem speziellen Wedel Seinen Segen an Teilnehmer am Ende der Veranstaltung. Gegen 18.30 Uhr kam wiederum eine Prozession vom Datta Venkateshvara Tempel zur Nada Mantapam mit dem anschließenden Chanten von Brahmotsavam-Versen der Priester. Im Anschluss wurden die Geburtstagsfeierlichkeiten und das Venkateshvara-Brahmotsavam in der Nada Mantapam von Sri Swamiji eröffnet. Prasadi führte größtenteils in Englisch relativ kurz in die Feierlichkeiten ein. Gleich im Anschluss wurde ein Musikalbum von Dr. L. Subramaiams Sohn, Ambi und seinem Musikerkollegen, Mahesh Raghavan veröffentlicht. Die Musikstücke sind Kompositionen von Sri Swamiji und wurden als Video-Clip gezeigt mit schönen Naturaufnahmen. Gleich nach der Veröffentlichung gab der Ehrengast des Abends, Dr. L. Subramaniam in Begleitung u.a. seiner Violine spielenden Tochter Mahati (die später von seinem Sohn Ambi abgelöst wurde) ein Violinkonzert
Dr. L. Subramaniam erzählte zu Anfang des Konzerts kurz sein Kennenlernen von Sri Swamiji, wie er 1987 mit einem Freund in der Schweiz war und dieser einen Tag frei haben wollte. Auf die Frage von Subramaniam, wozu er denn frei haben wolle, sagte er, dass er einen Swami sehen wolle, der gerade in der Schweiz sei. Dr. Subramaniam sagte daraufhin zu ihm, warum er denn allein zu der Veranstaltung gehen wolle. Er und auch die anderen Gruppenmitglieder wollten sich anschließen und ebenfalls diesen Swami sehen. Ab dieser Zeit wurde er der Devotee von Sri Swamiji. Und Sri Swamiji sowie auch andere Ashramleute hätten ihn maßgeblich unterstützt, einige Jahre später nach Bangalore (näher zu Mysuru und dem Mysuru Ashram) zu ziehen. Das Konzert sowie die Umstände um das Konzert ließen fast wie ein Familienfest der Subramaniam-Familie mit Sri Swamiji anmuten. Dr. L. Subramaniam war bereits öfters im Ashram mit multikulturellen Bands aufgetreten. Einige seiner Musiker waren aus verschiedenen Ländern mit ihren jeweils spezifischen Musikhintergründen.
Am Montag, 20. Mai gab es zuerst die Sri Chakra Puja auf dem nördlichen Vorplatz des Datta Venkateshvara Tempels, zelebriert von Sri Balaswami. Im Anschluss ging er insTempelinnere, um dort mit dem bereits eingetroffenen Sri Swamiji den eigentlichen Beginn des Brahmotsavam zu begehen. Sri Swamiji kam dazu zum ersten Mal während der Festlichkeiten in den Datta Venkatshvara Tempel. Es wurde gleich bei Seinem Einzug eine spezielle Brahmotsavam-Flagge neben der Garuda-Säule am Tempeleingang gehisst. Er ging dann von dort aus weiter und setzte Sich auf einen Stuhl vorne zwischen den Padmavati-Schrein und dem Venkateshvara-Schrein. Dort bliebe Er einige Minuten sitzen und schaute uns Devotees sehr freundlich strahlend an. Dann schritt Er zum Venkateshvara Schrein und zelebrierte dort das Arati. Anschließend konnten Devotees, die ein Seva gebucht hatten, in das Sanktum Sanktorum kommen und an Ihm vorbei gehen, während sie das Prasadam erhielten. Nachdem die lange Schlange geendet hatte, kam Sri Swamiji auf den Vorplatz des Datta Venkateshvara Tempels, wo an der Südseite ein Homaplatz aufgebaut war und vollführte das Purnahuti. Aber anstatt Sich danach auf den dabeistehenden Stuhl zu setzen, ging Er gleich darauf Richtung Ausgang des Homaplatzes. Noch auf den Stufen stehend, sah Er eine Familie aus Malaysia gleich vor Sich. Und sofort fing Er an, eine der bereits älteren Töchtern lautstark auszuschimpfen mit der dazu passenden Mimik und Gestik. Die Tochter schien natürlich einerseits betroffen zu sein, andererseits verstanden die Familienangehörigen das Geschimpf sofort richtig als spezielle Gnade von Ihm! Und Er schimpfte eine ganze Zeit mit der Tochter, während die Familie mit gespannter freudiger Aufmerksamkeit der unerwarteten Gnade lauschten. Dann ging Er weiter, um noch viele Devotees auf Seinem Weg zum Hinterausgang des Datta Venkateshvara-Tempelkomplex kurz im Vorbeigehen zu segnen.
Am gleichen Nachmittag gab es wiederum eine Musiktherapie-Session mit Sri Swamiji in der Ramashankara Kuteera, zu der natürlich auch fast alle Angels strömten.
Am Abend spielte das Musikensemble Laya Lahari sehr intensiv in der Nada Mantapam auf. Das Ensemble hat sich über die Jahre einiges verändert. Vor ca. 15 Jahren spielte die Band bereits schon einmal kurz vor Sri Swamijis Geburtstagsfeierlichkeiten in der Prayer Hall, dort fast 3 Stunden und fast ausschließlich sehr perkussive Musik, wundervoll! An dem 20. Mai spielte die Gruppe zwar ebenfalls mit ihren vielen Schlag-und Trommelinstrumenten sehr rhythmisch, jedoch auch mit einigen anderen Instrumenten wie Violine, Veena, Flöte, Bassgitarre, elektr. Orgeln, sowie mehreren Gesangsstimmen. Ein freudiger Ohrenschmaus für uns alle, der erst gegen 21.30 Uhr endete.
Am 21. Mai gab es am Morgen wiederum die Sri Chakra Puja auf dem Datta Venkateshvara-Vorplatz mit Sri Balaswami. Im Anschluss kam Sri Swamiji zuerst zum Homafeuer auf dem Vorplatz. Bereists auf dem Weg dorthin begrüsste Er ziemlich viele Devotees, die begeistert an der Gasse standen, die man für Sri Swamijis Weg zum Feuer gelassen hatte. Z.B. segnete Er auch das Medallion einer Angel, die am Tag vorher dieses von Ihm urplötzlich erhalten hatte. Sie kniete vor Ihm nieder, während Sri Swamiji das Medallion einige Zeit berührte. Nach dem Purnahuti am Homafeuer ging Sri Swamiji nun ins Tempelinnere und zelebrierte wiederum das Arati, gefolgt von dem Darshan für alle, die ein Seva für den Tempel gebucht hatten. Er hatte kurz vorher noch einmal die gleiche Malaysia-Familie gesegnet, die ein Hauptritual an einem kleinen „mobilen“ Venkateshvara-Idol im Tempel gebucht hatten. Er hängte dem jungen Familienvater eine Ritualkette um den Hals, die Er kurz zuvor von einem Priester geschenkt bekommen hatte. Der Malaysier war zu Tränen gerührt ob der Gnade von Sri Swamiji!
Und auch an dem Nachmittag gab es wieder eine Musiktherapie-Sitzung mit Sri Swamiji.
Am Abend gab es ein besonderes Konzert mit zwei noch jugendlichen Sängerinnen, die zumeist in sehr angenehmer Weise professionell Sri Swamijis Bhajans sangen. Begleitet wurden sie von Harmonium, Tabla und einem noch kleinen Jungen an den Handglocken.
Am Dienstag, 22. Mai, gab es am Morgen wieder gleiches Programm wie an den Vortagen. Besonders war dieses Mal, dass Sri Swamiji gleich bei der kleinen Karya Siddhi Hanuman-Statue auf dem Datta Venkateshvara-Vorplatz sitzen blieb und ein längers Ritual veranstaltete. Danach blieb Er dort stehen und ließ alle Devotees zu Sich kommen, die einen Geldbetrag für die Hanuman-Gottheit dort geben wollten. Es bildete sich eine sehr lange Schlange, und die Devotees waren begeistert, Sri Swamiji etwas in den Sack zu geben, den Er auf die Spenden wartend für die Devotees aufhielt. Er schien dabei bestens gelaunt zu sein. Im Anschluss kam Er dann zum Homaplatz und später in den Datta Venkateshvara Tempel.
Am gleichen Abend kam eine größere Gruppe von Musikern auf die Nada Manatpam-Bühne, von denen ca. 15 teilweise jungendliche Musiker eine Art Schlaginstrument aus Bambusröhren vor sich hatte. Die Holzröhren mussten die Spieler an verschiedenen Stellen in Schwingung versetzten und erzeugten einen hölzernen Ton in bestimmter Höhe. Alle diese Holzinstrumente spielten im Gleichklang zumeist Sri Swamijis Kompositionen. Sie wurden unterstützt von einer Violine, Ghatam (Krug als Schlaginstrument), Mrdangam. Von den Instrumenten her war das durchaus eine neue Art von Musik. Die Veranstaltung endete spät gegen 21.15 Uhr.
Am Mittwoch, 23. Mai am Morgen fand das Purna Bhagavad Gita Parayana-Programm (Chanten der gesamten Bhagavad Gita). in der Nada Mantpam statt. Sri Swamiji war bereits früh gegen 8.00 Uhr dort erschienen, um an die 40 Bhagavad Gita-Chanter, die den Bhagavad Gita-Wettbewerb mit Auszeichnung bestanden hatten, Goldmedaillien zu geben. Das dauerte allein mindstens 1 Stunde. Dann begannen die offiziellen Teilnehmer – ca. 60 waren es – auf der Bühne der Nada Mantapam mit dem Chanten. Von diesen Teilnehmern waren die meisten noch Kinder oder Heranwachsende, und auch waren es ausschließlich neue Teilnehmer, die bei noch keinem offiziellen Bhagavad Gita-Chanten in der Nada Mantapam dabei gewesen waren. Gleich zu Beginn ging Sri Swamiji vor der Teilnehmergruppe herum, um alle mit geweihtem Wasser und einigen Blumenblüten zu besprenkeln. Die Gruppe chantete ca. die Hälfte des Textes durch. Dann wurde eine kurze Pause eingelegt. Und dann ging es auch schon weiter bis zum Schluss. Sri Swamiji war währenddessen die gesamte Zeit am linken Bühnenrand auf einem Stuhl sitzend, dabei. Die Devotees chanteten natürlich die Sanskritverse aus dem Gedächtnis und alle nach der von Sri Swamiji vorgegebenen Melodie – hervorragend! Danach ging Sri Swamiji zum Datta Venkateshvara Tempel für das Purnahuti am Homafeuer.
Am gleichen Abend sollte eigentlich das Tepotsavam (Schiff-Fest, Raft Festival) im Sapta Rishi Theertam (Ashram-Ritualbecken) stattfinden. Dieses wirkt eigentlich immer sehr mystisch durch die vielen farbigen Lampen. Leider regnete es sehr starkam Nachmittag bis in den Abend hinein, weshalb Sri Swamiji das Tepotsavam absagte und dafür Bhajans in der Prayer Hall ansetzte. Er kam zu dieser Veranstaltung nur relativ kurz zum Ende hin. Prasadi erläuterte dann späer durch ein Mikrofon, dass die Reinigungsrituale der Tempel-Idole vom Bhramotsavam trotz des Regenwetters im Sapta Rishi Sarovar durchgeführt worden seien und dadurch kein Verzug in dem Ablauf des Festes zu befürchten ist.
Am Donnerstag, 24. Mai gab es u.a. das Brahmotsava-Abhishekam am Venkateshvara Idol und auch der dortigen Sri Chakra Puja, dann auch das Homa dort. Natürlich waren so gut wie alle Devotees am und im Tempel, der dadurch immens voll war. Dort wurde dann auch das Brahmotsavam-Ende eingeläutet.
Am Abend spielte das Laytharanga Ensemble mit 13Musikern. Der Ghatam-Spieler Giridhar Udupa erhielt einen Tag später den Ehrentitel Ashtana Vidwan bei der Chaitana Archana-Veranstaltung. Die Gruppe spielte mit sehr virtuoser Musik auf. Sie hatten auch einen herausragenden Sänger dabei. Einige der Musiker waren auch international bekannt. Sri Swamiji und dem Publikum schien die Musikvorführungen sehr zu gefallen. Sie spielten auch viele Kompositionen von Sri Swamiji.
Am 25. Mai fand ziemlich genau um bereits 8.00 Uhr die Sri Chakra Puja in der Nada Mantapam statt. Kurz danach hielt Sri Swamiji die Parade des SDHS (Sri Datta Human Service – das sind organisierte Freiwillige, die bei allen Veranstaltungen des Dattapeetham als Ordner etc. helfen). Gleich anschließend kam Sri Swamiji auf die Bühne der Nada Mantapam. Dann wurde die Gnana Bodha Sabha Konferenz von Ihm eröffnet. Bei seiner einleitenden Rede sprach Prasadi über die nächsten wichtigen Ereignisse um Sri Swamiji und den Mysuru Ashram. Zuerst erwähnte er den Neubau des Karya Siddhi Hanuman Tempels, der mit besonderen Natursteinen errichtet werden soll. Die Bauarabeiten sind bereits in eine intensive Phase eingetreten und der bestehende Tempel ist nur noch von der Seite her zugänglich. Prasadi ließ einen Bauplan auf die beiden großen Leinwände einspielen. Der auf dem Plan sehr schöne Tempel wird 3 Tempeltürme haben, einen für die große Hanuman-Statue, einen fuer die Hanuman-Statue auf Erdebene, die aktuell immer direkt verehrt wird und den Patala-Hanuman, der unterirdisch unter dem Tempel seinen Ort hat. Die Baukosten sollen 5 – 6 Crores Rs (entspricht derzeit ca. 800 000 Euro) betragen. Man kann sich noch mit einer Spende daran beteiligen und den Aufbau unterstützen.
Dann kamen noch 3 Projekte, die Prasadi als die wichtigsten der kommenden Jahreshälfte vorstellte:

  1. Die Einweihung eines Rajagopura im Dallas Hanuman Mandir mit der „Indianization“(der indischen Tempelkultur anpassen) der gesamten Hanuman Temple Hall.
  2. Die Chaturmasya Deeksha von Sri Balaswami im Mysuru Ashram ab dem Guru Purnima-Fest (ab 16. Juli bis 14. September 2019)

Währenddessen wird Sri Swamiji für eine Woche Saptaha Diskurse halten über das Sri Devi Bhagavatam

  1. Hanuman Chalisa Parayana (Chanten) in Hyderabad am 18. Oktober. Es ist an dem Ort, wo Sri Swamiji jedes Jahr das Koti Deepa Festival mit einer großen Masse Devotees begeht. Es werden um die 100 000 Besucher erwartet.

Weiterhin sagte er auch ein Ati Rudra Yaga in Varanasi, Nordindien vom 13. – 24. November 2019, an. Die genauen Details mit Unterbringungen etc. werden noch bekannt gegeben. Devotees sind herzlich eingeladen.
Dann hielt Sri Swamiji eine längere Rede, die zuerst beinhaltete, dass die Verantwortlichen der Tempel und Ashrams unter Sri Swamijis Schirm ihre Steuerberichte den sich verändernden Einkommensteuer-Regeln anpassen und dazu auch die geeigneten Rechnungsprüfer/Steuerberater hinzuziehen sollen. Im Nachhinein sprach Sri Swamiji noch längere Zeit über verschiedene Erfordernisse bei den brahmanischen Devotees, die zwar übersetzt wurden, aber akustisch nur schwer zu verstehen waren. Hier noch: Der Sadguru kreiere Zweifel bei Seinen Devotees, um das Gift aus ihnen heraus zu holen.Wir sollten da vorsichtig sein, da dieses Tests sind. Falls man nicht vorsichtig sei (und den Zweifeln Raum gebe), wird man ggfs. von der Gnade des Gurus fallen.
Nach Sri Swamijis Rede konnten alle Gnana Bodha Sabhas (Vorstände der verschiedenen Ashrams und Organisationen) und auch DYCs ihre Jahresberichte direkt an Sri Swamiji übergeben. Sri Swamiji schaute teilweise kurz in die Berichte.
Anschließend wurde noch ein Bhajan-Wettbewerb für Teilnehmer unterschiedlicher Altersstufen abgehalten.
Die Mittagspause dauerte dann bis ca. 17.00 Uhr. Nachdem Spenden an Minderbemittelte und Behinderte verteilt worden waren, ging das Programm über zum Chaitanya Archana. Dabei werden herausragende Persönlichkeiten aus verschiedenen Feldern geehrt, Musiker, Veda-Gelehrte, große Devotees, die besonderen Seva über viele Jahre hinweg zum Wohle von Dattapeetham, Sri Swamiji oder die Allgemeinheit geleistet haben etc. Es gab 14 Ehrengäste, an die die Auszeichnungen verliehen wurden. Später fand noch ein Theaterspiel mit in Kostümen verkleideten Devotees statt. Der Initiator war Ramakrishna, Sri Swamijis langjähriger Helfer im Guru Nilayam. Es war eher eine Komödie auf das historische „Hari Vamsha“-Buch, worüber Sri Swamiji in den letzten Wochen viele Videoaufnahmen getätigt hatte.
Am Sonntag, 26. Mai, dem englischen Geburtstagstermin war der Haupttag mit der Pratyaksha Pada Puja zu Sri Swamijis Füßen, nachdem Er den Goldenen Simhasana-Thron bestiegen hat. Zunächst gab es die Sri Chakra Puja mit Sri Balaswami. Danach kam Sri Swamiji in einer Prozession etwas zeitverzögert in die Nada Mantapam. Auf dem Weg durch die Nada Mantapam sprach Er noch mit erstaunlich vielen Leuten und auch mit Kindern. Er schien dabei außerordentlich gut gelaunt zu sein und strahlte und lachte viel. Er hätte natürlich auch Sich sehr mit Würde wie das höchste spirituelle Oberhaupt geben können, um in die Devotees Disziplin und auch Respekt einzuflößen. Doch Er hatte Sich dieses Mal für die sehr menschenfreundliche Art und Weise entschieden (vermutlich entscheidet Sich Sri Swamiji gar nicht, sondern es passiert einfach). Auch, als Er am Goldenen Thron angekommen war, wirkte Er noch immer spielerisch, alles nicht so ernst nehmend. Und selbst als Er bereits auf dem Thron saß, lächelte Er immer wieder Devotees teilweise in der ersten Reihe und auch Kinder an, so als ob er bedeuten wollte, das das ganze Prozedere nicht so war, wie es nach außen aussah. Sri Balaswami verrichtete die Verehrungen und Opferungen mit höchster Konzentration und Hingabe, und es war eine Freude, ihm dabei zuzusehen. Als er Sri Swamiji dann später Blütenblätter auf den Oberkörper rieseln ließ, lächelte bzw. lachte Sri Swamiji auch über diese Prozedur und machte eine lustige Bemerkung dazu gegenüber Sri Balaswami. Ihm wurde dieses Mal ein sehr schön gearbeiteter brauner Thurban aus Gewürzen, vermutlich Nelken, überreicht, den Er auch gleich auf Seinen Kopf setzte. Die große diamantene Krone war dieses mal nicht bei den Insignien, die Ihm gereicht wurden. Nach der Pada Puja hielt Sri Swamiji auf dem Thron sitzend eine längere Rede, die vermutlich später bei www.dattavani.org nachgelesen werden kann.
Und gleich nach der Rede kamen die Ashrampriester und Pundits, um Sri Swamiji eine Handvoll Blütenblätter über die heiligen Füße zu streuen. Nach einer kurzen Pause startete das Samarpana (Überreichen von Geburtstagsgeschenken) für die Devotees. Dabei kamen zuerst größere Gruppen und VIP-Familien zu Ihm. Swami Manasas Familie spendete einen größeren Betrag zur Einrichtung der Bhajan-Wettbewerbe, die zukünftig im Ashram stattfinden werden. Sri Swamiji benannte dann gleich in dem Zusammenhang diese Wettbewerbe als „Swami Manasa Datta Bhajan Competition“. Dann erst wurden die beiden langen Devoteeschlangen zu Sri Swamiji vorgelassen, wo jeder Devotee Seine aufgestellten Padukas berühren und ggfs. Seinen segnenden Blick oder auch sogar einige Worte erfahren konnte. Wenn man die Pada Puja selbst dazu zählt, ermöglichte Sri Swamiji den Devotees Seinen Darshan von ca. 9.30 Uhr bis nach 15.00 Uhr. Nur allein das Samarpana durch die Devotees zog sich mindestens 3 1/2 Stunden hin.
Am Abend sollte laut offiziellem Plan der Komponist und Pianist Meru, Jens Keller aus Dänemark/Schweden ein Konzert an Sri Swamijis Steinway-Flügel geben. Er war die ideegebende und treibende Kraft, das Königlich Dänische Balett Ensemble zu Sri Swamijis Diamantenem Jubiläum in den Ashram zu bringen. Bei seinen vorbereitenden Übungsstunden hatte sich mindestens ein kleiner Hammer, der eine Stahlseite im Piano anschlägt, irgendwie blockiert. Aufgrund dessen sah sich Meru nicht mehr in der Lage, überhaupt ein Konzert darauf zu geben. Er schien allerdings nicht so sehr enttäuscht darüber zu sein und akzeptierte diese Situation umgehend. Sri Swamiji setzte dann Sein eigenes Divya Namasankirtan für den Abend an. Man muss sagen, dass diese Fügung für den Haupttagabend sicherlich geeigneter war….Sri Swamiji kam dann gegen 19.30 Uhr auf die Bühne der Nada Mantapam und spielte und sang viele sehr eingehende Bhajans bei bester Laune. Ab der Mitte der Veranstaltung spielte und sang Er „Shreem, Shreem, Shreem“, wobei eine große Gruppe von Kindern vor der Bühne rhythmisch mit Taktstöcken tanzten, während sie diese gegeneinanderschlugen, das sehr rhythmisch klang. Und mehr zum Schluss hin ließ Er es Sich nicht nehmen, den Happy-Tune zu spielen, den Er immer am Ende eines Konzerts zu spielen pflegt, um die Stimmung der Devotees noch einmal einiges anzuheben. Er forderte sogar die vielen freiwilligen Helfer vom SDHS auf, nach vorn vor die Bühne zu kommen, um dort zu tanzen. Die Helfer folgten natürlich sofort der Einladung und tanzten direkt von Anfang an frenetisch mit nach oben gerissenen Armen. Sri Swamiji verstand es dann, den Helfern richtig einzuheizen. Der gesamte Platz vor der Bühne war total mit Tanzenden mehr als gefüllt. Vorher warnte Er noch die Zuschauer, dass man entweder Seine Ohren schließen oder auch die Halle verlassen könne (wegen der Lautstärke und der Wildheit der Tanzenden) – „keine Garantie für unsere Ohren“ (warnte Sri Swamiji wegen der erhöhten Lautstärke etc.). Alle nicht vor der Bühne tanzenden schienen auch begeistert zu sein und tanzten und klatschten zumeist vor ihren Sitzen. Zwischendurch spielte Sri Swamiji mit den Handkanten, den ganzen Unterarmen und sogar mit den Ellenbogen auf Seinem Synthesizer. Dann am Schluss spielte die Celestial Message Troupe (Begleitband von Sri Swamiji) noch „Happy Birthday to You!“, wo jeder mitsingen konnte. Erst einiges später ließ Er die Energie langsam abflauen. Sri Swamiji war bis zum Schluss noch sehr gut gelaunt und lachte viel. Damit endeten Sri Swamijis Geburtstagsfeierlichkeiten…
Sri Guru Datta – Pingala