Sri Swamiji kam von Seiner zweiten längeren Auslandsreise in die USA und Vereinigten Arabischen Emirate erst am 4. Oktober in den Mysuru Ashram zurück. Waren die Tage vorher noch gemächlich verlaufen, füllte sich der Ashram die letzten 2 Tage vor Seiner Ankunft beträchtlich. Gleichzeitig wurden die letzten wichtigen Arbeiten für das bevorstehende Navaratri-Fest begonnen. Und quasi aus allen nur möglichen Ecken tönten Arbeitsgeräusche von Maschinen etc. Der Ashram verwandelte sich zusehends zu einem geschäftigen Bienenstock mit viel geschäftigem Hin und Her. Es war gut zu fühlen, wie sich die Devotees auf die bevorstehende Rückkehr Sri Swamijis freuten.
Sri Swamiji wirkte bei Seinem Eintreffen gar nicht so müde, wie man eigentlich hätte erwarten können nach der langen, mehr als einen Monat dauernden Reise. Er ging dann auch zuerst durch zum Dattatreya Tempel in der Prayer Hall für einen ersten Darshan. Es wurde nur kurz von der Auslandstour von Prasadi berichtet, und dann konnten sich die Devotees für einen „Coin Mala-Darshan“ anstellen. Dabei reiht man sich in die Schlange ein, von der ein jeder an Ihm vorbei gehen und einige Münzgirlanden (diese stellen Blumengirlanden dar, die aber nicht verwelken und wieder verwendet werden können. Der Ashram kann so von der Überreichung profitieren) überreichen kann. Man konnte sich tatsächlich wundern, wie viele Devotees doch zu dem ersten Darshan bei Seiner Rückkehr gekommen waren. Die gesamte Prayer Hall war fast voll von Devotees, und der Darshan zog sich relativ lange hin. Die „Welcome Function – Willkommens-Feier“ wurde erst am Samstag abend ab ca. 20.00 Uhr in der Prayer Hall begangen. Es waren dazu ebenfalls viele Devotees gekommen. Prasadi hielt eine kürzere Einführungsrede über Sri Swamijis gerade abgeschlossene 151. Welttour. Seine Touren um den Globus hatten 1976 begonnen und sind über 42 Jahre von Ihm weitergeführt worden. Anschließend sprach Sri Swamiji und sagte u.a. sinngemäß, dass es vor vielen Jahren noch kein Internet und selbst kein Fernsehen (mit Übertragung Seiner Feste und Reden etc.). Aber es gab viele Musiker, Sänger und lange Programme. Heute gibt es Fotos von Ihm und den Festen etc. und Geschichten.Und wir scheinen mit diesen mit Sri Swamiji zu reisen…Er sehe Leute, die in der 6. Generation Swamiji hingegeben waren. Die Leute der 1. Generation waren da Großväter, die Swamiji sahen, als Er ein kleiner Junge war. Er sei vielleicht nicht sehr populär. Aber wie Er die Leben der Leute verändere, die lange bei Ihm sind, sei ein Zeichen Seiner Echtheit als Guru. Er sei bereit, jedermann/-frau die Bhagavad Gita zu unterrichten.
In Mysore müsse Er viel strenger sein als in den USA, wo die Devotees sich selbst unterrichteten. Er habe die Bhagavad Gita die Devotees gelehrt, die Guru Gita, das Hanuman Chalisa etc. Swamijis nächstes Programm sei das Erlernen der Kavacha-Mantren (Mantren zur Verherrlichung verschiedener Gottheiten, die den Rezitierer schützen sollen). Es sollten sich diejenigen mit Handzeichen melden, die das machen wollen. Man solle nicht sagen, dass man das nicht erlernen kann. Zum Vergleich sagte Er, dass man nicht sagen solle, man könne nicht auf eine Mahlzeit verzichten. Tatsächlich könne man 3 Tage lang fasten. Man müsste nur die richtige Einstellung haben und den Entschluss fassen, es zu tun. Die Bhagavad Gita würde alle Schwierigkeiten von unserem Leben fortnehmen. Swamiji sei wegen der Vögel in den Ashram zurückgekommen und nicht wegen der Devotees. Hier in Mysore sei die Hingabe nicht sehr ausgeprägt. An anderen Plätzen sei die Verehrung und Hingabe groß. Und Er benötige dort keine Vögel, um Sich dorthin gezogen zu fühlen.
Dieses sei das 52. Navaratri-Fest. Er hätte anfangs lediglich 12 Navaratris in dieser Art beabsichtigt, woraus nun so viele geworden sind. Alle Devotees sollten hierhin (zu den Navaratri-Ritualen) kommen und nicht einen Tag auslassen. In anderen Ländern reisen die Devotees sehr weite Strecken, um Swamiji auch nur ein klein wenig zu sehen, hier in Indien jedoch nicht. In europäischen Ländern gibt es viele Devotees, denen Er gesagt habe, dass sie wegen fehlender finanzieller Ausstattung nicht zum Mysore Ashram kommen sollten, die man aber kurze Zeit später dann doch wieder im Ashram sieht. Wenn sie alle kämen, hättet Ihr (indischen Devotees) keinen Platz mehr hier! Ich möchte eines Tages nach Mysore zurückkehren wollen wegen der Devotees. Er sei nun nur hier wegen des Navaratri-Festes….Swamiji sei nicht hier, um Eure Probleme zu lösen. Er habe ein anderes Ziel – Devotees zu transformieren und mit zu Sich ins Indra-Loka zu holen. Er sei hier wegen einem Fluch (curse), der auf Ihm laste. Um diesen aufzulösen, habe Er nun eine bestimmte Anzahl von Devotees zum Indra-Loka zu bringen. Helft mir, werdet solche Leute – verändert Euch…! Er sei nicht wie ein anderer Swami (von denen es sehr viele überall in Indien gibt). Er sei eine ganz spezielle Inkarnation…Und Ihr solltet Ihn studieren. Lernt zu verstehen und zu praktizieren. Ihr solltet die Gelegenheit, hier in den Ashram zu Ihm gekommen zu sein, nutzen. Ich liebe Euch, glaubt nicht, dass ich Euch nicht mag….Ihr könnt die Verbindung zu mir stärker machen…Respekt und Liebe, entwickelt das in Eurem Herzen und erwartet das nicht von Swamiji…Erwartet nicht, dass ich Euch das lehre. Ihr müsst das selbst entwickeln. Folgt all meinen Instruktionen…! Dieses wird das letzte Navaratri in dieser Art und auch bereits verändert sein. Es wird sehr speziell sein. Kein weiteres mehr dieser Art…. Wir Angels waren daher alle gespannt, welches Ritual-Programm Sri Swamiji präsentieren würde….
Am 7. Oktober versammelte sich nach der Sri Chakra Puja die Ashram Bhajangruppe mit einigen anderen Kindern und erwachsenen Devotees zum Chanten von Sri Swamijis Guru Gita-Version in der Prayer Hall. Das sollte ein erstes öffentliches Training sein für spätere Videoaufnahmen. Sri Swamiji nahm währenddessen in einem Stuhl vor dem Dattatreya Tempel Platz. Der Chor, der sich in den letzten Wochen im Ashram gebildet und täglich das Chanten stundenlang geübt hatte, sang die Guru Gita aus dem Gedächtnis, so wie es wohl auch von Sri Swamiji erwartet worden war. Es hörte sich für unsere Ohren schon wirklich gut und perfekt an. Aber Sri Swamiji hatte doch aufmerksam alle Details gesehen und gab nachher Seine Kommentare dazu ab. Er sagte u.a., dass manche Chormitglieder beim Singen öfter ihren Kopf gesenkt hielten, während andere den Kopf eher aufrichteten, was kein einheitliches Bild abgeben würde. Weiterhin hätten einzelne erst später ihre Chant-Einsätze begonnen als die anderen Mitglieder, was auch nicht akzeptabel sei. Er gab noch weitere Punkte an, die sich verbessern könnten beim Chanten….
Am gleichen Abend fanden die Sonntags-Bhajans in der Prayer Hall statt. Es sollte in erstes Training von Sri Swamijis Begleitgruppe und der neuen Lautsprecheranlage sein. Zu dieser Gelegenheit sprach Sri Swamiji zu uns auch länger: Oft verrichteten Leute Vratas (verschiedene spirituelle Disziplinen), Pujas, Tapas und Pilgerreisen mit einer bestimmten Absicht, etwas zu erreichen. Aber trotz auch ggfs. strenger Einhaltung der Übungen erfüllten sich die Erwartungen an die Rituale oft nicht und sie fragen sich dann, warum das so sei. Der Grund darin sei das Fehlen von Charakter. Andernfalls würden sie sich nicht beschweren und einfach weitermachen. Der Begriff Charakter habe verschiedene Bedeutungen, und dessen Interpretation ist abhängig von den Umständen. Swamiji rede nun nicht über die Loyalität generell und speziell zur eigenen Familie etc. Und auch nicht darüber, dass man den Sinnesorganen widerstehen solle. Charakter habe eine tiefere Bedeutung. Charakter meine, dass man allen Gutes wünsche und niemanden beleidigen oder verletzten will. Behaltet in allen Situationen eine sanfte Stimme, erhebt sie nicht zu widrigen Anlässen. Man sollte auch niemanden beschimpfen etc. Nur der Guru kann jemanden ausschimpfen, belehren und selbst (verbal) verletzen. Er hat das Recht dazu, da Er wisse, wie Er das anstellen soll, damit es uns letztlich nutzt. Falls Er uns beleidige/beschimpfe – heisst, dass Er mit uns arbeite. Damit betrachte Er denjenigen als Seinen Devotee. Und wenn Er mit uns (dann) freundlich umgehe, heisse das, dass Er nur unser Schauspiel mitspiele/reflektiere. Ihr seid dann (unecht) wie Plastik, und Er ist dann auch unecht. Selbst wenn Ihr manchmal zustimmt bei Dingen, denen Ihr im Grunde genommen nicht zustimmt, solltet Ihr das tun in Situationen, wo Ihr ansonsten in (massiven) Auseinandersetzungen mit den anderen geraten würdet. Das sei besser als seine Stimme zu erheben (und mit den anderen massiv zu streiten…). In der Bhagad Gita, Kapitel 16 würden die Qualitäten aufgezählt/beschrieben, die zu einem guten Charakter gehören (Furchtlosigkeit, Reinheit des Geiste, Festigkeit/Stetigkeit von spirituellem Wissen, Freigiebigkeit, Kontrolle der Sinne, Handeln in aufopferndem Sinne, Studieren der heiligen Schriften, Strenge/Entsagung, Gradlinigkeit; Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Abwesenheit von Ärger, Friedfertigkeit; Verzicht, Fehler bei anderen zu finden; Mitgefühl mit allen lebenden Wesen, Abwesenheit von Verstellung, Sanftheit, Anständigkeit, Abwesenheit von Unbeständigkeit, Mut, Vergeben, Persönlichkeitsstärke, Reinlichkeit, Feindseeligkeit gegenüber niemandem, Abwesenheit von Eitelkeit).
Swamiji gab dann ein Beispiel: Man setzte sich hin, um Japa zu üben. Es kommt ein Telefonanruf und weist auf den Preis von Kohl hin. Wenn man sich dadurch abgelenkt fühle, sei das ein Zeichen von Unkonzentriertheit. Wie könne man irgendetwas erreichen, wenn man bei solch kleinen Dingen die Konzentration verliert? Das sei ein Zeichen der Abwesenheit von Charakter. Solch jemand wird nichts erreichen. Seine Wünsche werden nicht in Erfüllung gehen.
Das sei auch der Unterschied zwischen Engeln und Dämonen. Die Dämonen erkannten, dass die Engel immer am Ende siegreich gegen die Dämonen waren. Nach einigem Reflektieren erkannten sie, dass die Engel einfach immer dharmisch handelten. Die Dämonen glaubten darin den Erfolg der Engel zu erkennen. Sie kopierten also die Engel und handelten so wie diese. Jedoch stellte sich der gewünschte Erfolg nicht ein für sie. Ihre Intentionen, die hinter ihren Taten standen, waren nämlich nicht die der Engel. Die Engel würden ihre Handlungen zum Guten der anderen ausüben, die Dämonen nur für sich selbst.
Heutzutage sprächen einige Leute so schlecht, dass man sie kaum verstehen könne. Und was sie mitteilen möchten, könnten sie nicht vermitteln. Um Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden, sollte man diese mit anderen so kurz wie möglich halten.
Falls man gute Handlungen oder Seva aus Neid auf die anderen verrichte, um u.a. zu zeigen, dass man besser als die anderen ist, wird man letztlich keinen Erfolg haben. Wenn Ihr in den Ashram kommt, viele Pujas macht etc. und Euch dann schlecht fühlt,wenn Sri Swamiji andere lobt und Euch nicht, solltet Ihr den Schmutz von Eurem Geist reinigen von Neid etc….Eure Worte müssen vom Herzen kommen, nicht nur von Eurem Mund.
Am 8. Dezember war am Morgen in der Prayer Hall eine ausgedehnte Sri Chakra Puja gefolgt mit einem langen Darshan von Sri Swamiji am Darshan-Fenster. Viele neu angekommene Angels konnten dabei Sri Swamiji erstmals begrüßen.
Am gleichen Abend fand wiederum ein Sampoorna (gesamte) Bhagavad Gita-Singen mit Videoaufnahmen in der Nada Mantapam statt mit dem noch um einige Teilnehmern erweiterten Chor vom Vortag (insgesamt ca. 60). Sri Swamiji saß auf einem thronähnlichen Stuhl an der Bühnenseite dabei und schien berührt zu sein von der Chor-Darbietung nach Seiner Gestik und Mimik zu urteilen. Etwa in der Vortragsmitte stand Er längere Zeit in gebeugter Namaskar-Haltung mit gefalteten Händen vor seinem Stuhl und salutierte in Richtung der Chromitglieder. Später ging Er dann hinten um den Chor herum und schaute sich einige Chormitglieder genau an. Besonders einer von ihnen hatte Sri Swamijis Aufmerksamkeit erregt durch ein Schaukeln seines Körpers beim Singen, das dann korriegiert wurde. Der Chor sang dann noch das Guru Ashtakam und die erste Strophe des Shanti Mantams. Anschließend sprach Sri Swamiji noch etwas und forderte von allen Devotees, dass ein/e jede/r pro Tag einmal im Venkateshvara Tempel ein Ritual buchen sollte – egal was. Man sollte dann auch selbst dabei bleiben und an dem Ritual teilnehmen. Diese vielen Venkateshvara-Rituale sollten vor allem den Auswirkungen von Überschwemmungen entgegenwirken. Man sollte vor jedem Darshan und Gang in einen Tempel eine gelöste Seva-Karte mitbringen und vorzeigen. Sri Balaswami solle kein Interview, Pada Puja etc. geben, ohne dass die Devotees den Buchungsnachweis zeigen konnten. Dieses trug Er Sri Balaswami Selbst auf der Bühne auf.
Am Morgen des 9. Oktober fanden nach der Sri Chakra Puja die Rituale zum Jahrestag des Kala Bharava-Tempels statt, der hinter der Ashram Ayurveda Klinik, halb unterirdisch liegt. Sri Swamiji kam gegen 11 Uhr dorthin und führte das Arati aus. Einige Devotees hatten das Glück, auf den Stufen hinunter zum Heiligtun zu sitzen, während Sri Swamiji gerade das Arati zelebrierte. Er verließ dann bald den Tempel, und die Devotees konnten ihrerseits nach und nach den Darshan am Kala Bhairava Hauptidol haben.
Am gleichen Abend fand früh ab ca. 18.30 Uhr die Vastram Diksha der Navaratri Ritual-Teilnehmer in der Nada Mantapam statt. Danach hielt Ashram-Priester Vamshi noch eine Rede zu den Navaratri-Ritualen, die Sri Swamiji nun seit 52 Jahren zelebriert.
Bei den Angels war anfangs die Idee aufgekommen, Sri Swamiji um einen Gruppen-Darshan mit Angels zu bitten. Diese wurde an Ihn weitergegeben. Sri Swamiji sagte zwar zunächst weder zu noch ab und meinte:“Wait!“. Letztendlich war Er aber wohl so überbeschäftigt mit den Vorbereitungen für das Navaratri-Fest, dass ein Angelgruppen-Darshan sich leider nicht verwirklichte. Und es war von Ihm ja angekündigt worden, dass sich die Navaratri-Rituale verändern werden schon zu diesem Fest, also zusätzliche Vorbereitungen zu treffen waren.
Die Anzahl der Angels und NRI zu den Navaratri-Festen war in den letzten 4 Jahren stetig gestiegen. Im letzten Jahr war der Höhepunkt mit knapp 270 Devotees aus dem Ausland erreicht. Zum diesjährigen Navaratri waren fast so viele Angels/NRI erschienen wie im vorletzten Jahr, 190 – 200. Dies lag vor allem an den russischen Devotees, die mit knapp ueber 40 nur leicht hinter der Anzahl der NRI u. Angels aus den USA (47) lagen. Svyat Dubyansky und seine Frau hatten dieses Mal eine recht große Gruppe von ca. 30 Devotees mit sich geführt. Davon waren einige nur die ersten Tage geblieben und andere erst später dazu gekommen. 16 Schweizer Devotees und lediglich 8 deutsche waren gekommen; 2 holländische, 1 dänische, 5 japanische, 9 malayische, 17 trinidadische und 9 UK-Devotees.
Neben einem regulären Kriya Yoga-Kurs gab es noch einen Trainings-Kurs für Kriya Yoga-Lehrer für insgesamt 8 Tage. Einige wenige Angels nahmen an den beiden Kursen teil.
Am 10. Oktober, dem Gowri-Tag schien alles wie die Jahre vorher organisiert zu sein. Sri Swamiji kam wie sonst auch immer als Devi gewandet in die Prayer Hall herunter, fütterte die Kuh, verehrte Sri Dattatreya im Schrein und ging dann langsam über einen Blumenteppich Richtung rückwärtigem Ausgang der Prayer Hall. Vor Ihm liefen dann wieder wie die letzten Jahre zuvor die Musik- und Tanzgruppen und sorgten für ein buntes Reigen um Sri Swamiji. Er Selbst schritt meist lächelnd im Devi-Ratha sitzend oder stehend an den Devotee-Reihen vorbei in Richtung Nada Mantapam. Drinnen ging Er auch gleich zu den jungen Kumaris herüber und vollzog das Ritual der Kumari-Puja. Gleich anschließend an der Bühne angekommen, sprach Er kurz zu einigen geladenen Gästen, bevor Er auf der Bühne die Sri Chakra Puja zelebrierte. Auch die Vorbereitungen der Avarana Puja kam uns bereits bekannt vor. Jedoch dauerten sie länger als noch im letzten Jahr. Sri Swamiji vollzog dann später eine Altarumkreisung mit den 9 Tumeric Sumerus in einer von Ihm mitgeführtem Silberteller. Danach absolvierte Er weitere 2 x 9 Runden, die 9 Kokosnüsse auf den Kalashas (Wasserkrüge um den Devi-Altar gruppiert) verehrend. Anschließend verließ Er für sehr lange Zeit nicht mehr den Pujaplatz und zelebrierte stundenlang die Avarana Puja. Zwischendurch und besonders zu Ende hin las Er spezifische Mantren von einem Blatt ab, wobei Er Seinen Mund bewegte und vielleicht sogar manchmal laut rezitierte. Das Rezitieren wurde mit fortgeschrittener Puja immer intensiver, und Sri Swamiji hielt das Mantra-Manuskript für längere Zeit hoch, um noch intensiver rezitieren zu können. Gleichzeitig schien auch die Energie in der Nada Mantapam stark anzusteigen, was von vielen Angels registriert wurde. Etwa in der Mitte der Rituale hatte Sri Swamiji Sri Balaswami angewesen, 2 Avarana Puja-gleiche Umkreisungen des Altars vorzunehmen mit allen Opferungen, die Er früher auch getan hatte. Jedoch ging Sri Balaswami nur ca. ¾ um den Altar herum und ließ die Seite aus, an der Sri Swamiji vor dem Heiligtum saß. Später chantete Sri Balaswami wiederum die 300 Devi-Namen (Lalita Trishata Namavali), dann kam die Devi-Homa. Erst um ca. 13.30 Uhr endeten die Rituale mit dem Annarchana (Opferung eines Reisgerichts an Sri Devi). Bis dahin hatte Sri Swamiji lediglich 4 Avaranas absolviert. Die 5 weiteren Avaranas sollten nach der Mittagspause komplettiert werden. So wurden alle Devotees aufgerufen, nach einer kurzen Mittagspause wieder in der Nada Mantapam präsent zu sein. Gegen 15 Uhr war Sri Swamiji wieder an dem Pujaplatz zu sehen. Dort verrichtete Er sitzend alle Avarana Pujas geistig und wiederum energetisch immens stark. Nach ca. 2 Stunden war die Avarana Puja abgeschlossen. Das Devi-Dolotsavam schloss sich an, gefolgt von der Prasadam-Verteilung durch Sri Swamiji. Dann gab es wie sonst auch eine kurze Pause, und Sri Swamiji war bereits um ca. 18 Uhr auf der Bühne zurück für das Abendprogramm.
Frau Parimala aus Bangalore, die bereits Ashram-Bücher und Manuskripte in die englische Sprache übersetzt hat, besorgte die Übersetzung von Sri Swamijis Manuskript für den Abend, das dann rechtzeitig vor der Abendveranstaltung an die Angels verteilt wurde. Besonders war dieses Mal, dass Sri Swamiji Wert darauf legte, dass die russischen Gäste russische Übersetzungen der Manuskripte erhielten. Svyat Dubyansky stellte die Übersetzungen in Russisch zusammen.
Sri Swamiji wirkte trotz des sehr langen Tages für Ihn doch noch recht munter, als Er vor Seinem Synthesizer saß und Devi-Bhajans sang. Seine Stimme war bemerkenswert ausdrucksstark. Er hatte verschiedene Stellen aus den heiligen Schriften zur Lobpreisung der göttlichen Mutter herangezogen und erläuterte mittels Geschichten und Bhajans die Größe der Devi in ihren verschiedenen Emmanationen und die Qualitäten, die ihre Verehrer entwickeln sollten. Später rief Sri Swamiji wie bereits in den USA Devotees auf, sich auf der Bühne zu melden, die sich bereits in der 5. Devotee-Generation befinden. Relativ viele Devotees nahmen die Gelegenheit wahr, von Sri Swamijis Händen einen besonders wertvollen Anhänger zu empfangen und ein Foto mit Sri Swamiji aufnehmen zu lassen. Das abschliessende Dolotsavam wurde begleitet von Devotees, die dem Devi-Idol auf der Bühne in der Schaukel Süßigkeiten und Früchte anboten.
Am 11. Oktober, dem Rajarajeshvari-Tag, vollzog Sri Swamiji nach der Sri Chakra Puja vor dem Devi-Altar sitzend die Avarana Pujas rein geistig. Lediglich am Anfang nach der ersten Verehrung der kleinen Tumeric-Sri Chakras führte Er diese einmal um den Devi Altar herum. Er saß sicher ganze 3 – 4 Stunden dort und verrichtete verschiedene Verehrung auch unterschiedlicher Neben-Gottheiten (Ganapathi, Subramanyam etc.). Zum Ende hin schien sich Seine Verehrung vor allem durch die Mantra-Rezitationen zu intensivieren, die Er wieder sehr hingegeben durchführte. Dabei schien Er aber keineswegs das Gefühl zu vermitteln, dass es für Ihn langwierig war. Vielmehr wirkte Er eher innerlich glücklicher zu strahlen und zeitweise auch etwas zu lächeln… Bereits gegen 12.30 Uhr waren alle Morgenrituale abgeschlossen einschließlich aller Avarana-Pujas. Gab es am Vortag eine Musikdarbietung einer professionellen bekannten indischen Gruppe, brachten ab dem 11.10. nur noch Bhajangruppen verschiedener Ashrams ihren Sangeeta Seva dar. Für die Sangeeta-Vorstellungen war ein größeres Musiker-Podium auf der Westseite der Nada Mantapam im Publikumsbereich aufgestellt worden. An dem Morgen spielte und sang die Satsanggruppe aus dem Akividu-Ashram recht anspruchsvolle Bhajans mit unglaublich viel Herz! Die Nachmittag-Rituale waren kurz nach 16 Uhr beendet, gefolgt von der Prasadverteilung.
Am gleichen Abend sagte Sri Swamiji u.a., dass Er ursprünglich keine so ausgeprägte Puja beabsichtigt hatte. Das hätte sich während der Rituale so eingestellt. Lediglich die Sri Chakra Puja und eine spezielle Devi-Puja war neben der Homa und dem Annarchana eingeplant gewesen. Vielleicht habe Er dies so getan, da viele Devotees Ihn innerlich darum gebeten hatten. Wir Devotees sollten aber nicht zuviele Erwartungen an die Rituale haben und eher das akzeptieren, was sich da vor uns entwickelt. Später gab es wieder wie auch alle nachfolgenden Abende die öffentliche Wertschätzung der Devotees aus der 5. Generation gefolgt von dem Dolotsavam.
Am 12. Oktober, dem Durgi Lakshmi-Tag gab es bereits am frühen morgen gegen 7 Uhr das Venkateshvara-Abhishekam im Datta Ventkateshvara Tempel. Und bereits kurz nach 9 Uhr begann die Prozession zur Nada Mantapam hin. Die Avarana Pujas zelebrierte Sri Swamiji wiederum rein geistig am Devi-Altar sitzend. Zum Ende hin wurden Seine Verehrungen immer intensiver, und Er unterstützte Seine Mantra-Rezitationen mit opfernden Handbewegungen bzw. Mudras. Es schien, als ob Ihm sogar Tränen aus beiden Augen liefen….
Bei dem Abendprogramm sagte Sri Swamiji u.a., dass wir die göttliche Mutter vor allem in der Natur sehen und so auch verehren sollten. Allerdings werde die Natur heutzutage von den Menschen immer mehr zerstört und somit der Lebensraum der Tiere immer weiter eingeengt. Das sei ein Grund, warum vermehrt Tiere in die Dörfer und Städte kämen und nach Futter und Plätzen zum Überleben suchten….
Am 13. Oktober, dem Meenakshi-Tag, sagte Sri Swamiji u.a. bei dem abendlichen Diskurs, dass wenn man glaube, man würde alles selbst tun, sei das totale Ignoranz (Nichtwissen). Die göttliche Mutter sei so mitfühlend, dass sie auch bei dem Devotee ist, wenn dieser in Dunkelheit seine Handlungen verrichtet. Und sie sei so mitfühlend, dass sie den in Dunkelheit gebetteten Devotees hilft dort herauszukommen. Gerade als Sri Swamiji den Devi-Namen „Mansasvini“ aus dem Manuskript erwähnte, tauchte eine indische Devotee mit genau diesem Namen unvermittelt in der ersten Sitzreihe auf….
Am Morgen des 15. Oktobers, dem Vishalakshi-Tag erläuterte Prasadi zum Ende der Morgenrituale hin Sri Swamijis Navaratri-Rituale im Detail. U.a. sprach er darüber, dass das Devi-Idol auf dem Altar im Laufe der Puja in 3 verschiedenen Mantapams platziert wird, dem Ekanta Mantapam, dem Jnana Mantapam und dem Mukti Mantapam. Die Verehrung in den Mantapams habe primäre Bedeutung für das gesamte Ritual….Weiterhin erläuterte er die verschiedenen Nebengottheiten auf dem Altar und deren genauen Lokalisationen und Bedeutungen fuer das Ritual.
Sri Balaswami zelebrierte die 8. Avarana-Runde, während Sri Swamiji am Altar saß.
Am 16. Oktober, dem Sarasvati-Tag, waren bereits so viele Devotees im Ashram, dass die Nada Mantapam durchweg überfüllt war mit Devotees. Es wurde früh um 6.30 Uhr ein besonderes Abhishekam von Sri Balaswami am Padmavathi-Idol im Datta Venkateshvara Temple vorgenommen. Sri Swamiji kam ganz in weiß gewandet Seinerseits um 9.30 Uhr in der Prozession zur Nada Mantapam. Aus bestimmten, uns nicht bekannten Gründen führte Er später zum Ende der Avarana Pujas ein Milch-Abhishekam an einem großen Kristall-Sri Chakra aus. Weiterhin sagte Er spezielle von Ihm komponierte Musik zu dem bestimmten Ritual an. Die Kombination des Abhishekams zusammen mit der Musik war einfach grandios und konnte die stärkste Energie und Hingabe in einem erzeugen…! Die Rituale dauerten an dem Morgen etwas länger bis ca. 1.30 Uhr. Das Abendprogramm startete etwas später als sonst und dauerte bis ca. 20.15 Uhr.
Als Sri Swamiji am 17. Oktober, dem Chandi-Tag, noch am Anfang Seiner Prozession zur Nada Mantapam stand, wurde Er von einem in der Nähe stehenden Devotee mit Blüten und Blütenblättern beworfen, obwohl die Leuten zu Anfang darauf hingewiesen worden waren, dies nicht zu tun. Sri Swamiji ging daraufhin in Seiner Verärgerung sofort zurück in Sein Guru Nilayam. Sri Balaswami begleitete weiterhin die Prozession zur Nada Mantapam vor dem Devi-Wagen herlaufend. Sri Swamiji verblieb aber nicht lange im Guru Nilayam und kam nur Minuten später über Seine Fußgängerbrücke zur Nada Mantapam, um dort sofort die Kumari-Puja zu absolvieren. Am gleichen Nachmittag spielte, während Sri Swamiji noch die abschließenden Rituale zelebrierte eine Trompeten- und Trommlergruppe vermutlich aus Kerala auf dem Musikerpodium. Die Musik erklang recht laut und schrill, sodass Selbst Sri Swamiji vor dem Devi-Altar manchmal zu ihnen schaute und lächelte. An dem Tag (Durgashtami) wurde auch offiziell der Geburtstag von Sri Jayalakshmi Mata gefeiert.
Am gleichen Abend spielte Sri Swamiji zum Schluss Seiner Bhajans und Diskurs den Devi-Schlager „Srim, Srim Srim“, und alle Devotees klatschten begeistert und lachend zum Takt mit. Das war eine schöne Abrundung des langen Tages!
Er setzte mehrmals dazu an und erzeugte dadurch eine immer höhere Spannung und Begeisterung vor allem in der SDHS-Volunteergruppe aus Hyderabad. Sowohl eine Männergruppe als auch eine Frauengruppe des SDHS versammelte sich direkt vor der Nada Mantapam-Bühne und jubelte und tanzte ausgelassen und stieß ohrenbetäubende Pfiffe aus. Nach einigen Minuten beschwichtigte Sri Swamiji die Gemüter wieder mit ruhigeren Tönen und einigen Kommentaren. Die Veranstaltung endete erst gegen 21.00 Uhr.
Am 18. Oktober, dem Shakti Durgi-Tag, fand ab ca. 6.30 Uhr die Chandi-Homa an der Westseite der Nada Mantapam statt. Das ist neben der Rudra Homa zum Shivaratri-Tag die wohl kraftvollste Homa des Jahres. Mit dieser Homa werden alle noch bestehenden ungünstigen Kräfte bekämpft und besiegt. Sri Swamiji war einge Jahre zuvor manchmal kurz nach der Chandi Homa in tiefen Samadhi gegangen, während Er noch am Homafeuer stand. Dieses Mal verliefen aber die dortigen Rituale ohne Besonderheit. Er sprach nach der Chandi Homa zu den Devotees noch kurz in Telegu ins Mikrophon. Gleich anschließend gab Er als Prasadam das Besprenkeln von Gangeswasser mit einem Wedel auf den Kopf eines jeden Sevakartas, der/die da zum Darshan an Ihm vorbeiging. Dahinter erhielten die Sevakartas noch anderes Prasadam, bestehend vor allem aus einer Devi-Münze. Prasadi verkündete an dem Morgen plötzlich, dass man mit besonderer Aufmerksamkeit die letzten Rituale verfolgen sollte. In den nächsten Jahren solle es keine Avarana Pujas mehr geben, sondern andere Rituale. Die allerletzte Avarana Puja-Runde machte Sri Swamiji dann noch einmal physisch und verehrte die 9 Kokosnüsse um den Devi-Altar. Am Ende der Runde wieder vor dem Devi Altar angekommen, blieb Er dort noch eine ganze Weile stehen. Dann sprach Er längere Zeit wie zu den Gottheiten Richtung Altar gewandt. Später rückten Sri Balaswami und auch Prasadi näher zu Ihm, um das Gesagte zu verstehen. Ashram Priester Vamshi stand auf der anderen Altarseite und versuchte, von dort so viel wie möglich zu hören, was Sri Swamiji da mitteilte. Es waren vermutlich u.a. einige Anweisungen für die kommenden Navaratri-Feste und –Rituale. Nach der Pause gab es die abschließenden Devi-Rituale gefolgt von Sri Swamijis Sitzen auf dem Thron, Sich in einem anderen Zustand befindend. Er strahlt dabei besonders stark die Ruhe und den Frieden von ungeteilter Meditation aus. Dann kam das Dolotsavam. Gleich darauf erschienen verkleidete Rishis und Dämonen auf die Bühne. Und es folgte ein kleines Theaterstück über den Kampf der Devi gegen die dunklen Mächte/Dämonen. Natürlich ging Sri Devi letztlich siegreich aus dem Kampf hervor, und der besiegte Dämon lag tot am Boden… Sri Balaswami hatte parallel zur anschließenden Prasadam-Überreichung Gruppen von Angels länderweise zu sich gerufen für einen Darshan in seinem Raum hinter der Nada Mantapam. Am nächsten Tag rief er die noch verbleibenden Angels/Länder zu sich.
Am 19. Oktober, dem Vijayadashami-Tag, ging Sri Swamiji gleich zum Purnahuti der Homa. Danach zelebrierte Er die Sri Chakra Puja und abschließende Rituale zum Vijayadashami-Tag. Vor dem Ende der Puja ließ Er mehrere Priester und Pundits vor den Devi Altar kommen für ein Handreinigungsritual. Man kann annehmen, dass Er dies tat, um sie auf die kommenden Navaratri-Feste vorzubereiten bzw. sogar zu initiieren. Dann führte Sri Balaswami weitere Rituale aus an den Kokosnüssen um den Altar herum. Dies wirkte wie ein Training vor allem für die Priester, die Sri Balaswami dabei begleiteten.
Nach dem Ende der Rituale blieb Sri Swamiji auf der Bühne und sprach noch längere Zeit zu uns. Die Tage zuvor hatten alle Devotees weltweit von 16 Papageien aus Sri Swamijis persönlichem Bereich auf dem Balkon seines Guru Nilayams 10 Papageien aussuchen und platzieren können. Sie wurden nun alle auf die Bühne gebracht und auf Stangen in Sri Swamijis Nähe gesetzt. Und sie blieben dort während der gesamten Zeit relativ ruhig sitzen, was angeblich normalerweise wegen dem Bewegungsdrang der Vögel immens schwierig sein soll. Prasadi verkuendete, dass so eine gelassene Ruhe bei Papageien nur möglich ist durch die intensive Pflege und Fürsorge von Sri Swamiji. Insgesamt hatten Interessierte aus 81 Ländern sich an der Auswahl beteiligt. Prasadi las die Namen aller 81 Länder laut vor. Darunter befanden sich bemerkenswerte Länder wie Antarktis, Tonga etc. Die insgesamt ca. 37 000 Wahlbeteiligten kamen natürlich überwiegend aus Indien, gefolgt von den USA und Russland. Der weiße Mönch-Papagei wurde letztendlich als der beliebteste Vogel von den Devotees ausgewählt. Sri Swamiji Seinerseits erwähnte, dass der Mönch-Papagei seinen Namen zu recht trage und die Qualtiäten eines Mönchs aufwies, relativ still, distinguiert ist….
Nach einer kurzen Mittagspause gab es keine weiteren Rituale, und Sri Swamiji verteilte lediglich Prasadam an die Sevakartas. Während dieser Zeit kamen auch Kindergruppen als Rishis, Götter/Göttinnen, Dämonen verkleidet auf die Bühne zu Sri Swamiji. Deren Auftreten scheint zu dem gesamten Navaratri-Verlauf fest dazuzugehören. Gegen 19.00 Uhr kam Sri Swamiji wiederum auf die Bühne für das Abendprogramm. Es gab u.a. die Preisverleihung für das Schreiben des Mantras „Sri Mata“, wo die höchste Anzahl der Namen dieses Mal ein junger Mann aus Indien erreichte, der über 140 000 Namen schreiben konnte. Die zweithöchste Anzahl kam von einer Devotee aus Neuseeland mit über 130 000 Namen. Von den Angels erhielt eine junge Devotee aus Neuseeland ein Prasadam von Sri Swamiji für das Schreiben von mehr als 40 000 Namen und eine russische Devotee den Trostpreis mit über 30 000 Namen. Gleich anschließend gingen noch Preise an die kunstvollsten Sri Mata-Bildentwürfe.
Es wurde dann angesagt, dass Sponsoren für die Adoption von Vögeln des Shuka Vana gesucht würden und man sich gleich hier melden könne.
Sri Swamiji spielte mit Seiner Celestial Message Troup einige Bhajans und den sehr anregenden „Dancing Tune“, den Sri Swamiji am Ende eines jeden Konzerts präsentiert. Dieses Mal kam er besonders aufhellend von Sri Swamiji gespielt, und das Publikum klatschte begeistert im Takt dazu. Er setzte mehrmals dazu an und erzeugte dadurch eine immer höhere Spannung und Begeisterung vor allem in der SDHS-Volunteergruppe aus Hyderabad. Sowohl eine Männergruppe als auch eine Frauengruppe des SDHS versammelte sich direkt vor der Nada Mantapam-Bühne und jubelte und tanzte ausgelassen und stieß ohrenbetäubende Pfiffe aus. Nach einigen Minuten beschwichtigte Sri Swamiji die Gemüter wieder mit ruhigeren Tönen und einigen Kommentaren. Die Veranstaltung endete erst gegen 21.00 Uhr.
Am 20. Oktober, dem Ekadashi-Tag zelebrierte Sri Balaswami zuerst in der Nada Mantapam die Sri Chakra Puja. Sri Swamiji kam später hinzu und ging direkt für das Purnahuti zur Shanti Homa, die die letzten aufgeregten Energiewellen beruhigen soll. Nach dem Abschluss kam Er auf die Bühne. Der Ashram Bhajan-Chor, verstärkt von einigen guten Sänger/innen war in der vorderen Mitte der Nada Mantapam platziert worden und sang dort anspruchsvolle Kompositionen von Sri Swamiji in sehr angenehmer Weise. Nach einigen Bhajans sagte Sri Swamiji dann zu uns, dass alle Devotees Seine Bhajans singen lernen sollten. Die Bhajans (Text, Bedeutung und Melodie) sei Seine Hauptbotschaft. (In den Bhajans sind sehr viele philosophische Ansätze, Anweisungen an Devotees, devotionale Schätze etc. eingebettet, deren genauen Erläuterungen noch gar nicht vollständig veröffentlicht wurden). Die Stimme werde beim Singen der Bhajans geschult und entwickle sich mit der Zeit und dem Training. Man sollte nicht sagen, dass man das nicht könne. Selbst bei weniger guten Sängern entwickle sich die Stimme viel weiter. Falls man die Stimme durch das Singen nicht trainiere, kann sich der Kehlkopf nicht richtig öffnen und die Stimme kaum entfalten. Man sollte mindestens einmal am Tag (Seine Bhajans) singen….
Während mehrerer Bhajan-Veranstaltungen betonte Sri Swamiji wiederholt, dass die Devotees die Bhagavad Gita erlernen sollten. Wenn sie die Sanskritverse nicht chanten könnten, dann sollten sie wenigstens die Übersetzung der Bedeutung lesen. Besser sei es aber, zumindest einige Verse chanten zu können und deren Bedeutung zu verstehen. In der Bagavad Gita sei die Essenz aller heiligen Schriften enthalten. Deshalb sei es so immens wichtig, sich mit ihr intensiv zu beschäftigen. Weiterhin betont Er immer wieder die SGS Posts als App auf das Smartphone zu laden, wo Seine Übersetzung des Bhagavatam in kleinen Episoden auch auf Englisch nachzulesen sind mit weiteren kurzen Belehrungen und Videos. Das Herunterladen auf das eigene Smartphone sei aber noch nicht genug. Sri Swamiji versuchte alle Devotees zu verpflichten, dass sie auch andere Devotees zum Herunterladen des Apps gewinnen sollten.
Es entstand insgesamt der Eindruck, dass Sri Swamiji bei solchen Ashram-Festen wie Navaratri etc. immer mehr „Gas gibt“ und die Devotees zu unterschiedlichen Projekten anspornt. Das ist ein großer Unterschied zu dem, was Er von Devotees noch vor 10 oder mehr Jahren erwartete. Mit Seiner langsam weniger werdenden Präsenz scheint Er dafür nun mehr von den Devotees zu verlangen.
Damit endete das diesjährige Navaratri-Fest.
Sri Guru Datta – Pingala