Sri Swamiji hatte nach einer ersten längeren USA-Tour im Juli, ca. 3 Wochen Aufenthalt im Mysuru Ashram, eine weitere Südindien und USA-Tour bis Ende September unternommen. Dabei wurde bekannt, dass in Chicago ein neuer Dattapeetham-Ashram auf Initiative der Chicago-Devotees entstehen wird. Sri Swamiji kam verspätet wegen heftigen Stürmen in den USA am 25. September wieder in den Mysuru Ashram zurück. Anfangs hieß es, dass Er erst am 26. September im Ashram ankommen würde. Jedoch erschien Er dann unerwartet für die Angels schon am 25. gegen 18:00 Uhr. Nur sehr wenige Angels hatten die Information erhalten und waren während der Zeit in der Prayer Hall zugegen. Er blieb dann für mindestens 1 Std. dort, um zum Ende des Darshans Münzgirlanden von den Devotees einzeln entgegen zu nehmen. Anscheinend hatte die Kommunikation unter den indischen Devotees aber viel besser geklappt, und die Angel Hall war voll von freudigen Devotees. Dass Er die Münzgirlanden von der langen Devoteeschlange entgegen nahm, war ein Zeichen dafür, dass Er nicht völlig übermüdet von der Reise war.

Am nächsten Morgen kam Er lediglich zum Einzeldarshan in die Prayer Hall, um nach dem Dattatreya-Arati gleich weiter zum Einzeldarshan-Fenster zu gehen. Dort blieb Er allerdings relativ lange und nahm Sich viel Zeit für die vielen Darshans. An den nächsten beiden Abenden kam Sri Swamiji dann nicht zum Darshan auf einen der Balkone in der Prayer Hall, wie Er es üblicherweise zu tun pflegt.

Am 27. September fand zunächst das Abhishekam am Venkateshvara Idol, zelebriert von Sri Balaswami statt. Später gab auch Sri Swamiji dort nach Seinem Arati im Sanktum Sanktorum Darshan fuer die Devotees, die ein Tempelseva gebucht hatten. Am Abend gab Sri Swamiji längeren Darshan in der Prayer Hall vom Brahma-Balkon aus. Er lauschte dabei dem sehr hingebungsvollen Gesang von einem der Maladi-Brüder, die in Südindien als große Sänger bekannt sind. Da der Sänger in Mysore wohnt und Sri Swamijis Devotee ist, kommt er öfter zu den abendlichen Bhajans, vor allem wenn entweder Sri Swamiji oder Sri Balaswami bzw. beide im Ashram sind. Der Gesang schien Sri Swamiji sehr anzurühren, und Er lächelte sehr strahlend während der Gesangsvorführung.

Am 28. September gab Sri Swamiji doch keine Instruktionen an die Devotees für das Navaratri-Fest wie Er es sonst die Jahre vorher getan hatte. Insgesamt wirkte es so, dass Sri Swamiji und Sri Balaswami zu beschäftigt waren und ihre Zeit mehr in die vielen physischen Vorbereitungen für das Fest einsetzten. Sri Swamiji gab allerdings für sehr lange Zeit Einzel-Darshans für überaus viele Devotees in der Prayer Hall. Und dann am Abend ging es schließlich mit dem ersten Ritual zügig in Richtung Navaratri-Fest. Sri Swamiji und Sri Balaswami verteilten die Deeksha-Vastrams an die Brahmanen und Priester von verschiedenen Bereichen wie die Devi Puja-Priester, Hilfpriester für die Navaratri-Festlichkeiten, Brahmanen, die mit dem ständigen Rezitieren von Sanskritversen betraut wurden, der Video Staff, der Dining Hall Staff etc. Sri Swamiji spielte an dem Abend lediglich einige kurze Bhajans and sagte, dass Er die Bhajans lediglich zum Check der Anlage, Seiner Musikgruppe etc. spielen wuerde. Es würden an diesem Navaratri-Fest viele Veränderungen kommen, die wir aber akzeptieren sollten. Sri Swamiji beendete die Abendveranstaltung relativ früh gegen ca. 20.00 Uhr.

Zum Navaratri-Fest 2019 waren dieses Mal weniger Angels als in den letzten 4 Jahre zuvor gekommen – insgesamt ca. 140. Davon waren allerdings mindestens ca. 60 NRI aus den USA und über 30 NRI aus Australien, den arabischen Emiraten und Singapur. Aus Malaysia waren 7, aus Trinidad 13, aus Russland 4, aus Deutschland lediglich 5, aus der Schweiz 11 Devotees. Aus UK, Holland und Dänemark waren zum ersten Mal seit langem gar keine Devotees erschienen. Viele Devotees aus Mitteleuropa besuchen die Aufenthalte von Sri Swamiji in der Schweiz und Deutschland, die alternierend in dem einen oder anderen Land im Sommer stattfinden.

Am 29. September (Gauri-Tag) starteten die ersten Rituale morgens gegen 7.30 Uhr im Datta Venkateshvara Tempel mit einer Padmavathi Puja im dortigen Schrein, zu der bereits viele Devotees kommen. Die Puja wird täglich während eines Navaratri-Festes dort zelebriert. Dann erschien Sri Swamiji wieder wie die Jahre zuvor allerdings bereits gegen 8.30 Uhr in der Prayer Hall, um nach dem ersten Darshan bei der zu verehrenden Kuh des Tages zum Datta Tempel und von dort in einer Prozession in einem überaus geschmückten Devi-Wagen gen Nada Mantapam schritt, Sri Balaswami immer an Seiner Seite. Er war wie bereits zu anderen Jahren in einem festlichen Sari erschienen. Für sehr viele Devotees ist dieser erste nahe Darshan von Sri Swamiji etwas sehr besonderes, da Er durch Seine ausstrahlende Würde wie eine Devi aussieht. Vor Ihm liefen einige Priester und davor eine lange Frauenreihe in gleichfarbigen Saris mit Wasserbehältern und Kokosnüssen darin. Noch davor tanzte und spielte eine Männergruppe Devi-Bhajans von Sri Swamiji. Die Tänzergruppe wird vor dem Start der Prozession abgelöst von der Musikgruppe aus dem Venkateshvara Tempel. Die festlich gespannte Atmosphäre erreicht einen Höhepunkt mit dem Eintritt der langen Prozession. Alle Augen der Devotees in der Nada Mantapam sind auf Sri Swamiji gerichtet, wenn Er zur Kumari Puja schreitet und die kleinen und größeren Mädchen auf den dortigen Stühlen wie tatsächliche Devis verehrt. Die anschließende Sri Chakra Puja auf der Nada Mantapam-Bühne zelebrierte Sri Swamiji relativ zügig und ging dann über mit den Vorbereitungen für die Avarana Pujas, die bei den vielen Einzelheiten geraume Zeit in Anspruch nehmen. Da sind z.B. die zentralen Sri Chakras (Sumerus) aus Tumerik-Pulver, die von Sri Swamiji extra in Wasser angerührt und dann längere Zeit in Seinen Händen geformt und verziehrt werden etc. etc. Auch dieses Mal umschritt Sri Swamiji den Devi-Altar, dabei die 9 verziehrten Kokosnüsse in Wasserbehältern (Kalaschas) verehrend. Er vollzog allerdings lediglich eine Umkreisung pro Chakra. Dadurch hatte Er mehr Zeit, sich den Verehrungsritualen zu widmen. Die Avarana Pujas waren denn auch recht schnell zuende, gefolgt von dem Anarchana (Offerierung zubereiteter Speise an Sri Devi, insbesondere Reisgerichte) inklusive Trishati Namavali (die 300 Namen von Sri Devi) von Sri Balaswami gechantet. Die Devi-Homa und das anschließende Verteilen der Anarchana-Speise an viele Devotees war bereits gegen 12.45 Uhr beendet. In der anschließenden Pause sang der Ashramchor begleitet von den Ashram-Musikern wiederum sehr kraftvolle Bhajans für ca. 1 ½ Std. Und gleich danach starteten die Priester mit dem Chanten von vedischen Versen. Abschließend führte Sri Swamiji das Mangala Arati am Devi-Altar durch. Nach vollbrachter Avarana Puja und den weiteren Ritualen ließ Sich Sri Swamiji auf einem Silbertron in der Bühnenmitte nieder. Dies ist der Augenblick, wo Sri Swamiji das höchste Sri Chakra erreicht hat, Sich dort aufhält und Sich mit der höchsten Göttin identifiziert. Er sieht dabei überaus strahlend und zufrieden aus. Nach dem Dolotsavam (in den Schlaf wiegen der Devi in einer Hollywood-Schaukel) kam Sri Swamiji auch gleich zum Bühnenrand, um dort auf einem Stuhl sitzend Prasadam an die Sevakartas zu verteilen. Die Devotees wurden dort zu einem ersten Nachmittagsmahl in der Dining Hall aufgerufen.

Nach ca. 1 Stunde Pause erschien Sri Swamiji wiederum in der Nada Manatpam für den abendlichen Diskurs. An den ersten Tagen waren vielleicht einige Devotees mehr in der Nada Mantapam als die Jahre zuvor. Parimala aus Bengaluru hatte Sri Swamijis Skript über die Diskurse in englisch übersetzt, gedruckt und an uns weiter gegeben. Während des 1. Diskurses gab Sri Swamiji u.a. so profunde Belehrungen wie : Man sterbe nicht, sondern lebe ewig (leider verstehen wir Devotees diese für Heilige offensichtliche Tatsache nicht, da wir nicht unseren Atman kennen und deshalb glauben, wir würden auf jeden Fall sterben). Sri Devi vertreibt die Unwissenheit, dass man sterbe. Bei unserem intensiven dauernden Rufen nach Ihr verschmelzt Sri Devi uns mit Ihr und befreit uns von den Fesseln der Wiedergeburten. Sie liebe u.a. die alten Traditionen und Bräuche und damit auch die Devotees, die sich danach verhalten. Lediglich solche Devotees wären in der Lage, Sri Devi zu verehren, die sich vorher unzählige Male wieder inkarniert und umfangreich andere Gottheiten verehrt hätten. Gleich nach dem Diskurs wurden die Devotees der 5. Generation zum Darshan auf die Bühne zu Sri Swamiji gerufen, um dort Seinen Darshan und auch ein Prasadam aus seinen Händen erhält. Am Ende der Veranstaltung gab es wie die Jahre vorher das Devi-Dolotsavam, bei dem die Göttin rituell auf einer Schaukel in den Schlaf gesungen wird. Sri Swamiji vollzog ein letztes Arati dazu und setzte Sich dann an die Seite, um zuzusehen, wie Devotees an der Devi-Schaukel vorbeizogen und Sri Devi Süßigkeiten oder Früchte offerierten.

Am 30. September (Rajarajeshvari-Tag des 2. Chakras) kam Sri Swamiji schon einiges später in der Prozession zur Nada Mantapam (ca. 9.30 Uhr). Nachdem Er Sich zur Sri Chakra Puja gesetzt hatte, blieb Er dort auch sitzen während der Avarana Pujas, die Er lediglich rituell vollzog und nicht einmal den Devi-Altar umrundete. Er war bei Seiner Devi-Verehrung sehr intensiv mit allen Offerierungen beschäftigt und zog trotz oder gerade dadurch alle Aufmerksamkeit verstärkt auf Sich. Die Musikgruppe, die den Sangeeta Seva für den Morgen in der Nada Mantapam ausführte, spielte und sang sehr eindringliche Hindustani Musik. Die Stimme und der Gesang der Sängerin halfen überaus stark, in eine meditative Stimmung zu kommen. Und nach einiger Zeit steckte ganz plötzlich einer der Vedaboys auf der Bühne die Fahnen in alle 9 Krüge (1 Fahne pro Krug symbolisiert eine abgeschlossenes Chakra Avarana Puja) und die Avarana Pujas waren beendet (Mein Gott, das ging aber schnell!). Der Vorhang wurde zugezogen, und es war erst 11 Uhr. Er wurde erst wieder ca. eine halbe Stunde später für das Trishati Namavalli und das Anarchana aufgezogen. Da alles doch recht zügig weiter ging, waren alle Rituale inkl. der Devi-Homa bis 12.45 Uhr abgeschlossen inkl. der Verteilung des Anarchana Prasadams.

Die weiteren Rituale und Prasadam-Verteilung von Sri Swamiji waren dann jeweils früh abgeschlossen. Am Abend begann bereits gegen 18.15 Uhr der Diskurs und Bhajans von Sri Swamiji mit Seiner Celestial Message Troupe (Seiner Begleitgruppe). Da Sri Swamijis Script für den Abend sogar auf der Innenseite der englischsprachigen Abendzeitung „Star of Mysore“ in voller Länge gedruckt war, wurde uns Angels je ein Zeitungsexemplar gegeben und von einem separaten Ausdruck des Scripts abgesehen. Die Zeitungsausgaben erhielten wir dann auch an den folgenden Abenden. In Seinem Diskurs sagte Sri Swamiji dann u.a.dass die göttliche Mutter sowohl außerhalb alle Universen beherrsche und gleichzeitig auch in jedem Lebewesen präsent sei. Zu sagen, man selbst habe diese oder jene Aufgabe verrichtet oder Arbeit getan, sei Unwissenheit. Dies würde zu unserem spirituellen Fall führen. Unsere inneren Energien seien von der göttlichen Mutter gegeben worden, um damit umzugehen. Diese Wahrheit zu erkennen und zu akzeptieren, wäre unsere Aufgabe. Man müsse sich innerlich und äußerlich rein halten für die Gnade der Göttin.

Am 1. Oktober (Durgi Lakshmi-Tag) kam Sri Swamiji wieder etwas früher gegen 9.15 Uhr in der Prozession zur Nada Mantapam. Bei der Avarana Puja lief Er gleich zu Anfang mehrere Runden um den Devi-Altar, um dann später nur noch von Seinem Altarsitz aus die Avaranas rituell auszuführen. Das Ende der Morgenveranstaltung war einiges später als die beiden vorherigen Tage, gegen 13.30 Uhr. Die Mittagspause dauerte denn auch bis nach 15:00 Uhr bevor die Priester wiederum mit dem Chanten begannen. Das die Nachmittagsveranstaltung beendende Mangala Arati von Sri Swamiji am Devi-Altar war dieses Mal erst gegen 17.00 Uhr. Seltsamerweise bleib Sri Swamiji später noch länger auf Seinem Silberenen Thron sitzen, bevor Er zum Prasadam-Verteilen schritt. Und dort hielt erst Sri Balaswami eine längere Rede und gleich danach auch Sri Swamiji Selbst. Erst dann wurde klar warum, die Prasadam-Verteilung von Sri Swamiji hinausgezögert wurde: Es erschien mit viel Begleitung eine indische Spitzensportlerin, die in Batminton die Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Die Sportlerin war zur Eröffnung des Navaratri-Sportfestes vom karnatischen Ministerpräsidenten nach Mysuru eingeladen worden. Sie hatte es sich dann nicht nehmen lassen, in dem Zusammenhang auch einen Darshan bei Sri Swamiji zum Navaratri-Fest zu suchen. Sri Swamiji übergab Ihr dann gleich nach dem Eintreffen in der Nada Mantpam Navaratri-Prasadam in Form einer goldenen Münze, die die Sevakartas als Prasadam von Ihm erhielten. Erst danach setzte Sri Swamiji auf Seinen Stuhl am Bühnenrand, um Prasadam an uns Sevakartas zu verteilen. Dadurch verschob sich die Abendveranstaltung einiges nach hinten.

Beim abendlichen Diskurs teilte uns Sri Swamiji mit, dass die Devatas sehr von den Dämonen, insbesondere Bhanda gepeinigt wurden. Der Dämon Bhanda war aus der Asche von Manmatha/Kamadeva (Gott der Begierde oder physischen Liebe) erschienen, der durch den Zorn von Shiva mit dessen 3. Auge niedergebrannt wurde. Er ist die Personifikation der spirituellen Unwissenheit (Ajnana), der die 3 Welten in große Unordnung brachte. Die Höchste Mutter erschien daraufhin aus der Feuerstelle des Bewusstseins (Chidagni Kunda) in From von Licht, das so stark wie 1 000 Sonnen war! (Diese Namen und Geschichte übernahm Sri Swamiji direkt aus dem Sri Lalitha Sahasranama – den 1 000 Namen der Göttin Sri Tripura). Sie erklärte Bhanda den Krieg. Sie hatte verschiedene Insignien in ihren Händen (die allerdings Waffen der Liebe und des Zurückhalten des Ärgers etc. sind!). Als erstes erschien sie dann auf dem Schlachtfeld als 9 jähriges Mädchen (Bala Devi) und tötete die 30 Söhne des Dämonen Bhanda. Nur wenn die 30 Söhne (die 30 schlechten Energien in uns) von Bhanda (der Unwissenheit) vernichtet sind, leuchtet echtes Wissen auf. Durch das Verehren von Bala Devi werden diese bösen Energien zerstört. Die göttliche Mutter als Mutter Shyamala vernichtete dann den Dämonen Vishanga, der vor Stolz strotzte. Um diese schlechten Gedanken (Stolz) zu besiegen, müsste sich die Kraft von Mantren durch intensives Üben entfalten. Um durch Mutter Shyamala einen guten Buddhi zu erlangen, müsste man diese verehren. Der Dämon Vishukra (der bewirkt, dass unsere spirituelle Energie bzw. das Tejas in uns sich abwärts bewegt, was zu unserem Fall führt) wurde durch die Mutter Varahi Devi getötet. Für das Aufsteigen der spirituellen Energien müsste Mutter Dandanatha verehrt werden. Ihre Gnade erlaube, dass wir unsere Sinne unter Kontrolle hielten. Den nur noch verbleibenden Dämonen Bhandasura tötete die Mutter Gottes dann mit der Waffe Kameshvara Astra (dem Feuer der Erleuchtung). Wenn Wissenheit (Jnana) aufsteigt in einer Person, verschwinde die Unwissenheit automatisch! Wenn wir der göttlichen Mutter auch nur einen kleinen Platz in uns einräumen würden, wird sie bereits dann die volle Verantwortung übernehmen für unsere spirituelle Erhebung. Selbst wenn wir unzählige schlechte Energien in uns hätten, würde sie dafür sorgen, dass diese (nach und nach) zerstört werden. Möge die göttliche Mutter in uns allen göttliche Energien aufsteigen lassen. Die Abendveranstaltung endete erst kurz vor 21.00 Uhr.

Am 2. Oktober (Meenakshi-Tag ) kam Sri Swamiji wieder gegen 9.15 Uhr in der Prozession zur Nada Mantapam. Nach der Sri Chakra Puja vollführte Er mehrere Avarana-Runden um den Devi Altar, um danach nur noch auf Seinem Pujasitz vor dem Devi-Altar zu bleiben und ihn für die Verehrung der verbliebenen Chakras nicht mehr zu verlassen. Gegen 11 Uhr war die Avarana Puja vorbei und der Vorhang für längere Zeit geschlossen. Dann erschien Sri Balaswami, um wiederum das Trishati Namavalli (die 300 Namen) von Sri Devi zu chanten, worauf sich dann das Mangala Arati von Sri Swamiji anschloss.

Die Abendveranstaltung begann bereits schon um ca. 17.30 Uhr mit dem Spiel von Sri Swamijis Begleitgruppe. Sri Swamiji schloss Sich dann einiges später gegen 18.15 an. In seinem Diskurs sagte Er u.a., dass wir uns von unseren Sünden reinigen sollten. Arjuna wurde auf dem Schlachtfeld von Zweifeln geplagt, ob er gegen seine Verwandten, die auf der anderen Seite des Schlachtfeldes standen, kämpfen sollte. Arjuna war kein gewöhnlicher Devotee sondern ein Gelehrter, Krieger und jemand, der die Gnade Shivas erlangt hatte. Selbst dieser Arjuna lamentierte zwischen den beiden Heeren stehend. Es war dann ein Sri Krishna nötig, um ihm die Bhagavad Gita zu vermitteln. Er solle dem Dharma folgen und kämpfen. Wenn er das tue, werde Sri Krishna dafür sorgen, dass ihn keine Sünde berühre (beim Bekämpfen und Töten der sündhaften Kauravas). Das sei der Sinn vom „Fortwaschen von Unreinheiten“. Falls das Hören oder Sehen von Sünden weiter existiert, sei die Hingabe an das Höchste noch nicht gereift. Wir sollten totales Vertrauen/Glauben an das Dharma haben/entwickeln. Um seine Sünden fortzuwaschen sei es genug, das der Mensch an dem Feuer der Hingabe/Liebe festhalte. Dieses Feuer werde dann alle Sünden verbrennen, sagt das Narada Purana.

Am 3. Oktober (Parashakti-Tag ) war Sri Swamiji wiederum gegen 9.15 Uhr auf dem Weg in die Nada Mantapam. Der Ablauf der Rituale war in etwa denen des Vortages entsprechend. Am Abend fingen die Bhajans und der Diskurs von Sri Swamiji wiederum früh gegen kurz nach 18.00 Uhr statt. Hier belehrte uns Sri Swamiji dass ein Name der göttlichen Mutter „Karma Sakshini“ ist. Karma(Yoga) beinhaltet vedische rituelle Verehrung (Puja, Homa), Meditation, Yogapraxis, Namasmarana/Namasankirtan, Atma Vichara (Selbstbefragung) etc. Um allerdings Selbstverwirklichung/Erleuchtung zu erlangen, benötige ein Praktizierender extrem gesegnete Samskaras. Weiterhin muss er/sie enormes Sadhana verrichtet und vor allem die Gnade des Gurus erlangt haben. Diejenigen die diese Voraussetzungen nicht erfuellen, müssten den Weg des Karma Marga beschreiten, was heisst, dass diese Praktizierenden keine verbotenen Handlungen sondern möglichst nur gute ausüben sollten. Weiterhin sollten die Handlungen ohne die Erwartung bestimmter Resultate erfolgen. Uns sollte klar sein, dass alle Resultate unserer Handlungen nur das Ergebnis der Gnade von Sri Devi ist und wir die Früchte unserer Handlungen an Sie übergeben/ Ihr überlassen.

Am 4. Oktober (Vishalakshi) gab es zunächst das Freitags-Abhishekam im Datta Venkateshvara Tempel ab ca. 7.30 Uhr, welches von Sri Balaswami zelebriert wurde. Es gab noch 2 weitere Morgende, an denen Abhishekams im Datta Venkateshvara Tempel (außerplanmäßig) durchgeführt wurden. Später lief Sri Swamiji am Anfang der Avarana Pujas wenige Runden um den Devi-Altar. Danach saß Er bis kurz vor Ende der Pujas auf Seinem Pujasitz und vollzog von dort aus alle Rituale. Die letzte Runde führte Er jedoch mit physischer Umkreisung aus, bevor sich der Vorhang schloss. Das Abendprogramm startete mit Ihm etwas später gegen 18.45 Uhr. Bei Seinem Diskurs erläuterte Sri Swamiji, dass das Mantra „Hreem“ von Sri Devi am meisten von allen Mantras geschätzt wird. Wer die göttliche Mutter mit dem Mantra „Hreem“ verehre, dem zerstöre sie Seine Unwissenheit und auch die subtilen Eindrücke (Samskaras) von früheren Taten. An dem Abend zog Sri Swamiji die Veranstaltung spürbar in die Länge. Und noch vor dem Mangala Arati kam ein hoher karnatischer Politiker und Anhänger von Sri Swamiji mit vielen Gefolgsleuten und Sicherheitskräften zum Darshan, wollte zuerst danach die Halle verlassen und entschied sich dann doch noch das Mangala Arati abzuwarten, bevor er dann schließlich wieder mit seinen Gefolgsleuten ging. Die Veranstaltung endete gegen 21.00 Uhr.

Am 5. Oktober (Sarasvati Tag) kam Sri Swamiji später gegen 9.45 Uhr im weißen Sari und mit weißem Stirnband in die Nada Mantapam. Am Abend vorher war bereits nach der Anreise von vielen neuen Devotees die Nada Mantapam fast voll. Am Sarasvati-Tag kamen noch einmal mehr dazu, sodass es eng in der Nada Mantapam mit den Sitzplätzen wurde. Für die nächsten Tage waren insgesamt mehr Devotees anwesend als in den Jahren zuvor. Leider nahm auch die neue Installation der Bühne für die Sangeeta Seva-leistenden Musiker einen großen Raum im Publikumsbereich ein, sodass dort keine Sitzplätze mehr angeordnet werden können. Durch die Vielzahl der Devotees verzögerte sich der gesamte Ablauf an dem Tag. Die Abendveranstaltung startete deshalb erst gegen 19.00 Uhr. Sri Swamiji segnete dort zuerst alle Musikinstrumente, die Devotees zu Ihm brachten. Und da konnte man dann wirklich sehen, wieviele Ashrambewohner doch ein Instrument spielen, oft auch unbeobachtet von den anderen. Sri Swamiji sprach in Seinem Diskurs u.a. über 2 Geschichten, die Er uns aus dem Devi Bhagavatam vor wenigen Wochen vorgetragen hatte: Suratha, der ein rechtschaffener König war, regierte das Königreich sehr effektiv. Jedoch wurde er eines Tages von seinen Feinden angegriffen und vorlor dadurch sein Königreich. Er zog sich daraufhin zurück tief in den dichten Wald. Aufgrund seiner guten Verdienste aus meheren vorherigen Geburten erlangte er dort einen spirituellen Guru, unter dessen Anleitung er Sri Devi verehrte. Durch die resultierende Gnade Sri Devis erhielt Suratha sein Königreich zurück, konnte dann allen königlichen Luxus genießen und wurde schließlich sogar durch die Gnade der göttlichen Mutter der nächste Manu für ein ganzes Manvantara (306 720 000 Erdenjahre).

Genau um diese Zeit herum gab es einen wohlhabenden Händler mit dem Namen Samadhi. Aus unerklärlichen Gründen nahm ihm seine Familie all seinen Besitz weg und warf ihn auf die Straße. Sie befahlen ihm dann, eigene Wege zu gehen. Samadhi war zunächst im Zustand eines Schocks ob der Behandlung seiner Familie. Er musste sich immens anstrengen, überhaupt das Lebensnotwendige zu bekommen. Auch er begab sich dann in den tiefen Wald Und auch er erlangte durch die Verdienste aus mehreren vorherigen Geburten einen Sadguru. Unter dessen Führung verehrte Samadhi die göttliche Mutter und erlangte später die Befreiung.

Die göttliche Mutter verändert Unglück in echtes Glück für ihre Devotees. Sie gab uns die menschliche Geburt (und nicht die als Tier etc.), dass wir dieses Leben sinnvoll und rechtschaffen nutzen.

Die Abendveranstaltung endete wiederum mit dem Dolotsavam und dem Darshan und Prasadam an Devotees der 5. Generation.

Am 6. Oktober (Durgashtami) kam Sri Swamiji wieder mit Sri Balaswami neben Sich gegen 10.00 Uhr in die Nada Mantapam. Er vollführte nach der Sri Chakra Puja die Avarana Pujas lediglich sitzend vor dem Altar und umkreiste diesen nur für die letzte Avarana-Runde. Die Pujas waren erst gegen 13.00 Uhr beendet. Sri Swamiji hielt hinter zugezogenem Vorhang etwas später eine längere Rede, die zunächst in Telegu war. Er sprach zuerst allgemein über die Merkmale des Durgashtami-Tages, der gleichzeitig auch als Geburtstag von Sri Mata Jayalakshmi gilt. Nach etwa 2/3 der Rede schaltete Er auf Englisch um und gab dann richtig „Gas“! Er sagte u.a., dass viele von uns Devotees öfter nicht zu Seinen Navaratri-Pujas in die Nada Mantapam kämen. Viele von diesen hielten dann in ihren Räumen ein Schläfchen oder gäben sich dem Gossip (Geschwätz) hin und ähnlichen Aktivitäten. Wenn man während der Pujazeit in seinem Raum schlafe, würde das unser gesamtes Punya (Verdienst) des Tages zunichte machen. Man könne nach der Puja z.B. eine Mittagsruhe einlegen. Falls einem die Augen während der Puja in der Nada Mantapam kurz zufielen, sei das schon okay. Wir sollten auf jeden Fall bei allen Pujas in der Nada Mantapam anwesend sein, auch nachmittags, wenn die Priester die längeren Mantren chanteten. Diese Punkte wiederholte und betonte Er mehrmals! Zum Schluss der Rede sagte Er noch wie als eine Bestrafung, dass es nächsten Jahr zum Navaratri-Fest keine Avarana Pujas in der Form mehr stattfinden würden. Alle Rituale würden natürlich durchgeführt werden wie die Kumari Puja, die Sri Chakra Puja, Homa etc. Die Avarana Pujas würden nur in sehr verkürzter Form zelebriert werden. Seine Rede ist sicherlich in Verbindung mit dem feurigen Devi-Aspekt des Tages in Verbindung zu sehen (und natürlich dem etwas laschen Verhalten vieler Devotees). Erst gegen 14.00 Uhr endete die Morgenveranstaltung mit dem Verteilen der Annarchana-Speise an die Devotees.

Die Ashram-Bhajangruppe spielte und sang in der Mittagspause vergleichsweise nur sehr kurz. Und bereits gegen 15.00 Uhr starteten die Priester wiederum mit dem Chanten der Vedaverse, die das Managala Arati einleiteten.

In dem abendlichen Diskurs sprach Sri Swamiji u.a. darüber, dass Sri Devi manchmal auch als „Mamata Hantri“ tituliert wird, was bedeutet, dass sie die Devotees von den Fesseln der Ichheit und der Anhaftung befreit. Anhaftung bedeutet vor allem das Gefühl, dies gehöre mir, ist meins und führe dazu dass wir sagen: Mein Körper, mein Haus etc. Solche Gefühle binden uns tatsächlich. Diese Gefühle halten uns davon ab, (wirklich) gute Taten zu vollbringen und uns dem Göttlichen (wirklich) zuzuwenden. Wer ist es, der/die verehrt werden sollte, um Selbstverwirklichung zu erlangen? Die göttliche Mutter, die in der Form des Sadgurus erscheint! Unsere Anhaftungen abzulegen ist keine leichte Aufgabe. Um dazu imstande zu sein, ist es notwendig, die göttliche Mutter als die gesamte Schöpfung durchdringend wahrzunehmen. Sie muss als als die Form des Universums gesehen werden. Nur dann lasse die Anhaftung in uns nach. Die Abendveranstaltung endete spät, ca. 21.30 Uhr.

Am 7. Oktober (Shakti Durgi) wurde zuerst die Chandi Homa ab ca. 6.15 Uhr zelebriert. Sri Swamiji kam dieses Mal nicht ganz so spät mit der Prozession in die Nada Mantapam. Nach der Sri Chakra Puja vollführte Er lediglich eine Umkreisung des Devi-Altars und kurze Rituale am Altarsitz. Danach setzte Er Sich erst einmal hin und erhob Sich wenig später wieder, um von der Bühne aus quer durch die Devotee-Reihen zu gehen. Und weiter ging Er dann auch an weiter entfernte Stellen in der Nada Mantapam. Er schaute intensiv segnend auf die Devotees um Sich herum, die das Chandi Homa gebucht hatten. Das waren dieses Mal noch mehr als im letzten Jahr, wie es schien. Gegen kurz nach 10.00 Uhr ging Er dann zum Chandi-Purnahuti. Dort dauerten die vorbereitenden letzten Rituale etwas länger als üblich, da Sri Swamiji noch verschiedene Opferungen an Chandi Devi überreichte. Mit dem Eingeben der hauptsächlichen Opferung, dem Purnahuti werden alle dunklen Kräfte besiegt und die göttliche Mutter bleibt allein in Ihrer eigenen Glorie zurück. Noch an der Feuerstelle stehend sprach Sri Swamiji ein paar Sätze zu den Devotees durch ein Mikrofon und ging dann wieder auf die Bühne zurück. Dort gaben Er und Prasadi Anweisungen für alle Devotees, insbesondere die Chandi Homa-Sevakartas, gleich zum Überreichen des Prasadams zu Sri Swamijis Darshan-Fensterchen zu kommen. Die sich formende Schlange der Chandi Homa-Sevakartas war denn auch so lang wie noch nie und reichte aus dem Vorplatz der Nada Mantapam hinaus um die nächste Ecke bis zur nächsten Nada Mantapam-Ecke, da herum und dort noch weitere mindestens 50 m. Entsprechend war dann eine längere Pause für die anderen Devotees. Und es ging erst gegen ca. 11.30 Uhr weiter. Sri Swamiji ging dann noch für jedes verbleibende Chakra einmal um den Devi Altar, die 9 Kokosnüsse und Kalashas zu verehren. Alle Rituale waren erst nach 13.30 Uhr abgeschlossen. Am Nachmittag gab es noch verschiedene neue Ashram-Publikationen zu veröffentlichen. Am gleichen Abend sagte Sri Swamiji u.a., dass ein Name der göttlichen Mutter „Srimat Simhasaneshvari“ ist, den sie erhielt nach dem Töten des Dämonen Mahisha (Mysore/Mysuru stammt ursprünglich von dem Sanskritnamen Mahisha-Asura oder Mahishasura). Bei einem Wortspiel wird aus dem „Simha“ (Löwe) ein „Himsa“ (Gewalt). Sie sitzt auf dem Löwen, um die (physische und psychische) Gewalt zu besiegen und damit das Böse. Wenn die Buchstaben des „Simha“ vertauscht werden, kann man das Wort „Hamsi“ oder auch „Hamsa“ erzeugen, das u.a. Schwan oder den/unseren Atem meint. Wir sollten versuchen, im Yoga Meisterschaft zu erlangen. Alle Hindernisse werden auf dem Yogapfad beseitigt werden durch die Verehrung Sri Devis. Alle Verdienste für unsere spirituellen Bemühungen sollten Ihr dabei überlassen werden. Nur dann wird die Vernichterin des Dämons Mahisha erfreut/zufrieden über uns sein.

Am 8. Oktober (Vijayadashami) kam Sri Swamiji in der morgendlichen Prozession gegen 9.30 Uhr zur Nada Mantapam. Dort umkreiste Er nach der Sri Chakra Puja lediglich einmal den Devi-Altar, dabei die mittlerweile zu Gewächsen aufgekeimten Samen aus den Kalashas hervor zu holen und diese Devi am Altar zu überreichen. So wie bekannt ist, werden die Gewächse später auch in die Prasadam-Speise verarbeitet. Gleich anschließend folgte die Shami-Baum Puja, die das letzte Ritual von Navaratri ist.

Dr. Phanishree kam gleich nach den Ritualen und als Sri Swamiji auf der Bühne Platz genommen hatte zum dortigen Mikrofon und verkündete die Installation eines neuen Ashram-Labors im allopathischen Ashram-Hospital. Der Rotary Club Mysore hätte die Entstehung und den Aufbau maßgeblich unterstützt. Die neuen Laboreinrichtungen entsprächen dem modernsten Stand der techn. Entwicklung (State of the Art). Es wurden auch Handzettel verteilt auf denen die möglichen Tests und auch deren Kosten des Labors informiert wird. Das Programm umfasst vor allgemeine Bluttests und weitere spezialisierte für das Herz, die Augen und Diabetes-Tests. Sri Swamiji sagte hierzu, dass das Labor einzigartig sei. Der Ashram wolle die dortigen Tests nicht kostenfrei anbieten. Denn was nichts kostet, wird von den Leuten nicht gewertschätzt. Allerdings seien die Kosten verglichen mit den Kosten anderer Labors in Mysuru ca. 50 % niedriger. Er rief alle Seine Devotees auf, für das neue Labor zu spenden. Es gäbe verschiedene Spender-Kategorien: Patron, Donor und jährliche Mitgliedschaften (Gold und Silber). Die Spender könnten sich auch einmal unentgeltlich testen lassen. Das Labor diene sowohl den Devotees als auch den Leuten aus Mysuru. Gleich nach Seiner Rede kamen noch einige Vertreter des Rotary Clubs auf die Bühne und dann gab es noch ein Foto aller Rotary Club-Anwesenden mit Ihm und den Ashram-Doktoren.

Nach einer kurzen Pause wurden die platzierten 10 Top Ashram-Papageien vorgestellt. Auf den 1. Platz wurde der rotschwanzige schwarze Kakadu, Kasturi von den Devotees gewählt. Beim Vorstellen der Platzierungen von 10 – 1 stellte Sri Swamiji den jeweiligen Papagei vor und gab ihnen jeweils etwas zu fressen oder setzte sie für einige Zeit auf Seine Schultern – sehr herzige Interaktionen von Ihm mit den Vögeln! Danach kamen noch viele verkleidete Kinder auf die Bühne zum Abschluss der Morgenveranstaltung. Da war es bereits ca. 14.30 Uhr. Erst am Abend schloss sich das weitere Programm an mit dem letzten Diskurs und Bhajans zum Navaratri-Fest. U.a. sprach Sri Swamiji dort über die Sanskritwörter „Jaya und Vijaya“. Beide Wörter bedeuten Sieg. Jedoch wäre da eine kleine Unterscheidung zu machen. „Jaya“ meint den Sieg über andere durch physische oder auch psychische Gewalt und die Kontrolle über diese. „Vijaya“ meint den Sieg und die Kontrolle über unsere Begierden, Ärger und andere Untugenden. Um beide Formen des Sieges zu erlangen, sei die Gnade der göttlichen Mutter unabdingbar.

Am Ende der Veranstaltung wurden noch die Sieger des „Sri Mata-Likhita“ oder das schnelle Schreiben von Sri Mata-Namen. Natürlich kamen die Sieger dieses Wettbewerbs ausschließlich aus Indien. Für die Angels gab es dieses Mal nicht mal einen Trostpreis (Vermutlich hatte auch kaum jemand von uns sich dazu angemeldet und seine/ihre gesammelten Sri Mata-Namen bei der Jury abgegeben). Anschließend gab es noch die Preisverleihung für die schönsten mit Sri Mata-Namen angefertigten Gottesbilder. Der Sieger hatte ein vielleicht 1 x 2 m großes Bild gemalt. Alle Kunstpreisträger erhielten ihr Bild von Sri Swamiji persönlich auf der Bühne signiert.

Am 9. Oktober (Ekadashi-Tag) gab es früh die Shanti-Homa in der Nada Mantapam. Das Purnahuti derselbigen fand relativ früh von Sri Swamiji statt. Nach der Sri Chakra Puja saß Sri Swamiji noch eine Zeitlang auf der Bühne und bat die Sevakartas für alle Rituale zu Ihm auf die Bühne zu kommen und dort ihr Prasadam von Ihm abzuholen. Es bildete sich eine sehr lange Schlange vom hinteren Ende der Nada Mantapam bis vorne auf die Bühne. Viele Devotees blieben aber noch sitzen, da das Programm nach der Prasadam-Verteilung noch weitergehen sollte. Für den gleichen Abend wurde dann von Prasadi die Fortsetzung der Devi Bhagavatam-Diskurse von Sri Swamiji angekündigt. Es wurde von Sri Swamiji in dem Zusammenhang energisch daraufhin gedeutet, dass man pünktlich und in voller Länge bei den Diskursen dabei sein sollte.

Sri Swamiji kam am Abend kurz nach Beginn der Bhajans durch Seine Begleitgruppe bereits gegen 18.30 Uhr auf die Nada Mantapam-Bühne. Er sagte ziemlich zu Anfang, dass man versuchen sollte, sich von seinen Sünden zu reinigen. Es gibt 5 Arten der Hauptsünden. Davon sei die schlimmste, sich selbst das Leben zu nehmen (Suizid). Man wäre dann für 7 Leben mit den allergrößten Schwierigkeiten konfrontiert. Jeder Mensch sollte sein Schicksal annehmen. Man könne seinem Karma nicht entfliehen. Man solle über Suizidfälle erst gar nicht (groß) reden. Selbst über die Suizidtoten oder –täter nachzudenken, beflecke einen bereits mit Sünde… (in Indien ist der Hang zum Suizid einiges stärker ausgeprägt als im Westen).

Nach dem Diskurs mit Musik wurde Sri Swamiji noch bei einem letztes Navaratri-Ereignis als Sri Devi Selbst verehrt. Auf einer Hollywood-Schaukel sitzend wurden Ihm riesige Mengen Blumenblüten auf Seine Füße gestreut. Weiterhin reichte man Ihm einen Blumenhut, den Er auch gleich aufsetzte. Dann wurde Sri Swamiji Selbst mit einem Dolotsavam rituell in den Schlaf gesungen. Damit endete das diesjährige Navaratri-Fest.

Bauarbeiten am Karya Siddhi Hanuman Tempel im Ashram
Die Umbauung des Karya Siddhi HanumanTempels ist bereits schon weiter fortgeschritten. Der neue Tempelbau wird nicht viel größer sein als der bisherige Hanuman-Tempel, lediglich zum Ausgang hin ist er etwas ausgeweitet. Wenn man sich dem Bauplatz nähert, kann man sehen, dass die innere Bausubstanz zum grossen Teil aus Beton besteht. Außen herum werden die hellbraunen reich verzierten Steinornamente angebracht, die bereits bei der Lieferung vorbearbeitet sind. Die Bauarbeiter brauchen also nicht die äußeren Ziersteine extra zubreiten, schleifen etc. Dieser Stein ist weich, etwa wie Sandstein. Durch die Steinverzierungen wirkt der Tempel aus der Entfernung wie die Replika eines alten indischen Tempels. Innen ist der Hanuman Tempel derzeit durch Wellstahlplatten nach innen hin isoliert, sodass sichtbar kein Staub während der Schleifarbeiten eindringen kann. Jedoch hört man innen die lauten Geräusche der Schleifmaschinen schon recht deutlich. Der Tempelbetrieb läuft derzeit einigermassen flüssig weiter wie bisher. Es kommen seit Beginn der Bauarbeiten vielleicht nicht mehr ganz so viele Besucher wie vorher. Wann der Tempel fertig gestellt sein wird, ist noch nicht bekannt, vielleicht zum Shivaratri-Fest oder auch zum Geburtstagsfest 2020…?

Sri Guru Datta – Pingala