Sri Swamiji kam gleich nach dem Ende des Kashi Ati Rudra Yagas zum Ashram am 25. November. Wie zu erwarten war, ging Sri Swamiji nach einem kurzen Einzug in die Prayer Hall und Sitzen in der Umzäunung des Dattatreya Tempels und einem Münzgirlanden-Darshan gleich in Sein Guru Nilayam. Er wirkte trotz Seiner nicht sehr guten Gesundheit in Kashi relativ gesund und gut gelaunt.
Am dem Tag war auch „zufällig“der letzte Montag im indischen Kartika-Monat. Der Sachchidanandeshvara Lingam wird in dem Zusammenhang normalerweise mit vielen Ritualen verehrt. Sri Swamiji kam denn auch am Abend zu dem Lingam und vollzog ein intensives Mangala Arati. Später nach Abschluss der Rituale hielt Er dann noch unerwarteter Weise eine lange Rede, u.a. betonte dabei u.a. auch einige Aspekte aus dem Yoga. Leider hatten wir Verantwortlichen für die Übersetzungsanlage keine Rede von Sri Swamiji erwartet und hatten deshalb die Headphones nicht mit in die Prayer Hall gebracht. Und es wurden die Inhalte nur sehr stichwortartig an uns Angels mitgeteilt.
Während der nächsten zwei oder drei abendlichen Bhajan-Veranstaltungen kam Sri Swamiji nicht in die Prayer Hall oder auf einen der Balkone in der Halle. Dafür war Er an den Morgenden immer zu den Morgen-Darshans nach der Sri Chakra Puja, zelebriert von Sri Balaswami, in die Prayer Hall gekommen.

Alle Angels, die mit Sri Swamiji in Varanasi waren und danach in den Ashram kommen wollten, waren zwischen dem 25. und 30. November im Ashram angekommen. Und alle waren zumindest etwas kränklich oder sogar ernsthaft krank zumeist von den Auswirkungen der schlechten Wasser – und Luftqualität in Varanasi. Sie benötigten sicherlich die verbleibeneden Tage vor Datta Jayanti, um sich davon zu erholen. Dies war natürlich nur der physisch schwierige Aspekt des Aufenthalts in Varanasi. Spirituell gesehen war die Teilnahme mit Sri Swamiji an dem dortigen Ati Rudra Yaga sicherlich ein großer Segen und wurde von allen Angels auch so gesehen. Für einige Angels hatte dort am Chetsingh Ghat der gesamte Veranstaltungsplatz förmlich vibriert von den kraftvollen spirituellen Schwingungen. Sri Swamiji muss wohl die allermeiste Zeit des Tages am Veranstaltungsort bei den Devotees gewesen sein. Bereits nach wenigen Tagen dort hörte man, dass Sri Swamijis Hals (von dem vielen Staub bzw. der Luftverschmutzung) Probleme hatte. Diese schienen sich aber auf Seine dortige Präsenz kaum auszuwirken. Und auch abends sang Sri Swamiji öfter Bhajans mit Seiner Begleitgruppe.

Am 1. Dezember wurde spontan ein Kashi Samaradhana-Fest von Sri Swamiji gefeiert, bei dem die nicht nach Kashi gefahrenen Devotees aus dem Mysuru Ashram, aus Mysuru und aus Andrah Pradesh/Telagana den vollen Segen des Ati Rudra Yaga mit Sri Swamijis Gnade erhalten konnten. Er vollzog in dem Zusammenhang an dem Sachchidanandeshvara Lingam ein Abhishekam und verschiedene Rituale. Anschließend konnte jeder dieser Devotees zu Ihm kommen und eine Rudraksha Mala oder eine Tulsi Mala aus Seinen Händen erhalten, die jeweils neben dem Segen Sri Swamijis auch den Segen Kashis enthielten/symbolisierten.Sri Swamiji hielt auch eine Rede zu dem Samaradhana und dem Kashi Ati Rudra Yaga, in der Er wiederholt die besondere Bedeutung Kashis hervorhob. Später sagte Sri Swamiji, dass Er gern weiterhin in Kashi geblieben wäre, da es ein solch starker Ort ist. An jeder Hausecke würden Sadhus „Om Mahadeva Namaha“ chanten. Jedoch hätte sich dies durch die Präsenz der Datta Devotees in „Jai Guru Datta“ verändert. Die Shopkeeper der Gebiete um den Chetsingh Ghat waren sicherlich gücklich über den Besuch der vielen Datta-Devotees gewesen und hatten vermutlich alle gute Geschäfte gemacht. Viele Gläubige würden in ihrerm fortgeschrittenen Alter nach Kashi gehen, um dort letztlich zu sterben und Moksha, die Befreiung, zu erlangen. Schließlich forderte Sri Swamiji einen jeden von uns auf, zu dem vorbereiteten Ashram-Essen zu gehen. Für die vielen Devotees waren draußen auf dem Vorplatz der Paunda Rika Ranga Sthala extra Tische mit Stühlen aufgestellt worden. Wir Angels sammelten uns vor allem in der Dining Hall, mussten dort aber noch über 1 Stunde warten bis Sri Balaswami zu uns kam und einen Teil der Speise auf die Bananenblätter servierte. Draußen an den Tischen hatte er bereits geraume Zeit vorher das Essen serviert.

Am 2. Dezember fand das Subramanyam Shashti-Fest im Ashram statt. Sri Swamiji und Sri Balaswami nahmen an dem Kavita Seva teil und trugen dabei beide frühmorgens die hölzernen Tragestangen mit den Wasserbehältern auf ihren Schultern in einer Prozession zum Subramanyam Tempel hinter dem Venkateshvara Tempelkomplex. Dort absolvierte Sri Balaswami einige Zeit später das Abishekam mit dem Wasser aus den Wasserbehältern am dortigen Idol und Sri Swamiji gleich anschließend das Mangala Arati. Die morgendlichen Rituale waren damit bereits gegen ca. 9.30 Uhr abgeschlossen, was seit der Errichtung des Subramanyam Tempels so früh geendet hatte. Die Jahre zuvor zogen sich die Rituale über den gesamten Morgen hin mit dem Mangala Arati erst gegen Mittag. Für den gleichen Abend war zu hören, das Sri Balaswami und vermutlich Sri Swamiji zum Subramanyam Temple kommen würden. Jedoch kamen beide nicht zum Subramanyam Schrein. Und das Kalyanam-Ritual wurde im Venkateshvara Tempel vor einem Subramanyam-Idol zelebriert. Die Jahre zuvor war die abendliche Kalyanam-Feierlichkeit immer am kleinen Subramanyam Schrein selbst gewesen mit einem längeren Darshan und teilweise auch Diskurs/Bhajans von Sri Swamiji.

Am 6. Dezember war die Prayer Hall abends relativ voll mit Devotees. Und es wurden ohne vorherige große Ankündigung die Goldmedalien an die Devotees von Sri Swamiji ausgegeben, die die Bhagavad Gita komplett auswendig und relativ fehlerfrei chanten konnten. Sie hatten in den letzten ca. 6 Monaten eine Art Prüfung ihres Könnens bestanden. Das ist natürlich eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass selbst das zügige Chanten der Bhagavad Gita 2 ½ – 3 Stunden beträgt (gechantet in Sri Swamijis Melodie). Jeder einzelne Goldmedalienempfänger wurde natürlich mit großem Ablaus des Devotee-Publikums honoriert und konnte auch kurz ein Foto mit Sri Swamiji aufnehmen lassen. Die einzige Angel, die dabei eine Goldmedalie erhielt, war Valli aus Portugal. Sie erhielt sogar den tosenden Ablaus der indischen Devotees und wurde schließlich als einzige aufgefordert, einige Shlokas aus der Bhagavad Gita ins Mikrophon zu chanten, was sie auch sogleich tat. Wiederum erhielt sie tosenden Ablaus! Sicherlich eine große Ermunterung für uns alle Angels, dass selbst so lange Sanskrittexte von uns mit der nötigen Hingabe und Standhaftigkeit gemeistert werden können!
Am 7. Dezember verließ Sri Swamiji den Mysuru Ashram in Richtung Bangalore, wo an dem nächsten Tag das Bhagavad Gita Jayanti-Fest gefeiert wurde mit dem lang angekündigten Sampoorna Bhagavad Gita Parayana. Ca. 300 Devotees chanteten dort auf der Bühne bei Sri Swamiji die gesamte Bhagavad Gita mit nur einer Pause zwischendurch. Sehr viel mehr Devotees (ca. 800) saßen derweil vor dem Publikum und chanteten die Bhagavad Gita unisono mit den Devotees auf der Bühne, allerdings durch die Unterstützung des Bhagavad Gita-Textes vor ihnen. Am nächsten Tag (9.12.19) war Hanuman Jayanti, und Sri Swamiji zelebrierte ein Hanuman Abhishekam und eine Hanuman Puja in Bangalore. Parallel zelebrierte hier im Mysuru Ashram Sri Balaswami mit uns das Hanuman Jayanti-Fest. An großen Karya Siddhi Hanuman-Statue gab es zunächst ein Abhishekam und anschließend eine Hanuman Puja, die Sri Balaswami zelbrierte. Erst ab Nachmittag kamen Sri Swamiji und die Devotees wieder in den Mysuru Ashram zurück. Von den Malayischen Devotees waren das ganz erstaunliche fast 50, die gleichzeitig zum Ashram kamen. Ca. 45 von ihnen konnten einen Platz im Ashram erhalten. Daneben kamen noch viele andere Angels neben indischen Devotees in den Mysuru Ashram.

Am gleichen Abend….
Zum diesjährigen Datta Jayanti-Fest kamen über 50 Devotees aus Malaysia, von denen mindestens 7 in Hotels einchecken mussten. Auch um die 50 russische Devotees waren größtenteils am 9. Und 10. Dezember im Ashram erschienen, von denen immerhin ca. 23 Devotees ihren Platz im Ashram hatten. Svyatoslav Dubyansky und seine Frau Svetlana waren mit einer 20 köpfigen Gruppe gekommen, um die sich noch einige andere russische Leute dazu gesellten. Einige von ihnen konnte man eher als Neugierige bezeichnen, die nur kurz für 1 oder 2 Tage in einem Hotel wohnten und in den Ashram kamen und Sri Swamiji nur kurz sehen wollten bzw . ihre vielen Landsleute. 2 kamen aus der Ukraine, 1 aus Armenien, 1 aus Moldavien, lediglich 4 bzw. 5 oder 6 aus der Schweiz und aus Deutschland. 4 Devotees kamen aus Dänemark, 4 aus Portugal, vermutl. über 6 Devotees aus UK, 9 aus Trinidad, 3 aus Canada, und doch über 60 NRI aus den USA, die damit die stärkste Gruppe im Ashram bildeten.6 kamen aus Neu Seeland, ca. 8 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, mindestens 6 aus Singapur und 4 aus Saudi Arabien. Insgesamt waren das gut 230 Devotees aus dem Ausland und war damit das Fest mit den meisten Angels/NRI zu einem Datta Jayanti-Fest außer solchen wie beispielsweise der Einweihung der großen Karya Siddhi Hanuman Statue. Entsprechend war der Druck auf die Unterbringungen der Devotees enorm.

Am 10. Dezember fand der erste Datta Jayanti-Tag statt. Sri Balaswami zelebrierte die Sri Chakra/Dattatreya Puja in der Prayer Hall ab ca. 9.00 Uhr. Ein Dattatreya-Idol zierte den Platz, den normalerweise Sri Rajarajeshvari Devi in der Mitte des Puja-Altars innehat. Es waren noch nicht so viele Devotees in den Ashram gekommen, und die Prayer Hall war nur ca. ¾ gefüllt. An dem vorherigen Tag und an dem ersten Datta Jayanti-Tag waren sehr viele russische Besucher zu sehen, die aber bereits am nächsten Tag schon wieder abgereist zu sein schienen.
Nach der Puja zog sich Sri Balaswami erst einmal aus der Prayer Hall zurück, um Sri Swamiji Raum zu geben, der nach einiger Zeit hinter dem Vorhang auf der Prayer Hall-Bühne auftauchte. Ca eine ½ Stunde später kam Er zum zentralen Kalagni Shamana Datta-Tempel in die Prayer Hall und zelebrierte das Panchabhishekam am dortigen Idol. Devotees, die zu weit entfernt an den Seiten der Prayer Hall saßen, konnten das Abhishekam auf einem Bildschirm an der Seite verfolgen. Nach ca. ½ Stunde war das wunderbare Abhishekam vorüber und Sri Swamiji nahm Platz vor der Brüstung zum Kalagni Shamana Datta-Schrein für das Punya Smarana. Neben Ihm wurde auf einem Tisch ein kleiner Reishügel aufgetürmt, der die verstorbenen Devotees symbolisieren soll. Sri Swamiji gab zuerst verschiedene Opferungen in den Reis und ließ später 2 schwarze Papageien zu Sich bringen, die Er mit aus Seiner Hand geformten Reisbällchen fütterte. Diese saßen relativ ruhig auf Sri Swamiji`s Schulter. Anschließend hielt Sri Balaswami eine Rede und bat anschließend Sri Swamiji um Seinen Diskurs. Sri Swamiji ließ dann auch nicht lange auf Sich warten. Er sprach gleich zu Anfang von einem Shloka aus dem Datta Stava: Deenabandhum Krpasindhum Sarva Karana Karanam….und erläuterte diesen Shloka etwas eingehender (Die Rede kann man bei www.Dattavani.org nachlesen), deshalb soll hier auch nichts weiter ueber Seine Rede gesagt sein. Am Ende Seiner Rede forderte Er die Sevakartas der vielfältigen Rituale auf, zu Ihm zu kommen für das Prasadam.

Am gleichen Abend fand ein sehr interessanter Vortrag von Sri Niranjana Babu, Vastu-Gelehrter aus Bengaluru in der Präsenz von Sri Swamiji und Sri Balaswami in der Nada Mantapam statt. Er ist seit Jahren ein Devotee von Sri Swamiji und hat bereits öfters Vorträge zum Vastu im Mysuru Ashram gehalten. Er erläuterte mit vielen Beispielen und auf verschiedenen Ebenen Teile aus dem Vastu-System, bei dem es vor allem um die passenden Himmelsrichtungen geht, wie was wo richtig angeordnet ist. Dabei sagte er u.a., dass man nie mit seinen nakten Füßen auf dem Boden längere Zeit stehen oder sitzen sollte, sondern immer eine kleine Matte unterlegen sollte, da sonst die Körperenergie aus den Füßen zu sehr in den Boden abgeleitet/abgezogen wird. Auch sollte man nicht auf dem blanken Boden sitzen, sondern immer zumindest ein Tuch oder eine Stoff-, Strohmatte etc. unterlegen. Auch sollte man andere Leute eigentlich nicht umarmen, was in manchen Traditionen aber oft getan wird. Dabei nimmt man ggfs. zuviel andere Energie von seinem Gegenüber auf bzw. verliert zuviel von seiner eigenen Energie. Anschließend an den Vortrag unterhielten sich Sri Balaswami und Sri Swamiji noch eine Zeitlang mit Herrn Niranjan Babu auf der Bühne. Sri Swamiji sprach noch kurz zu uns Devotees nach dem Vortrag und sagte u.a., dass wir uns nach an die Richtlinien des Vastu halten könnten. Aber wir sollten uns nicht zu sehr sorgen, wenn beispielsweise verschiedene Wohungselemente kombiniert mit den Himmelsrichtungen nicht genau dem Vastu entsprächen. Man könne diese „Schwachstellen“ dann auch etwas ausgleichen. Wenn man sich gar nicht daran halten möchte oder kann, sei das auch nicht weiter schlimm. Und es würde einem dadurch kein großes Unglück passieren. Unser Ashram könnte sich nicht immer nach diesen Richtlinien ausrichten.…

Am nächsten Morgen vollführte Sri Swamiji Selbst die Sri Chakra Puja an einem Dattatreya-Idol in der Prayer Hall, während Sri Balaswami auf dem Boden nahe dabei saß und konzentriert zuschaute. Gleich nach der Puja kam Sri Swamiji zum Kalagni Shamana Datta-Idol, um dort ein Milch-Abhishekam durchzuführen. Die Prayer Hall war bereits deutlich voller als noch am Vortag, und die Devotees drängten sich alle zur Mitte hin, um das Abhishekam mit eigenen Augen zu sehen. Sri Swamiji hielt später wiederum eine Rede nach dem Abhishekam hinter der Dattatreya Tempelbalustrade. Der Inhalt der Rede wird vermutlich in Kürze auch bei www.dattavani.org zu lesen sein, weshalb hier nicht näher darauf eingegangen werden soll. Anschließend konnten die Sevakartas wieder ihr Prasadam von Sri Swamiji aus Seinen Händen erhalten. Und Sri Swamiji gewährte dann aber nur eine kurze Mittagspause. Um zu vermeiden, dass die Devotees zu dem hohen Feiertag am Mittag schlafen, setzte Er relativ spontan ein Divya Nama Sankirtan in der Nada Mantapam für 14.00 Uhr an, wo alle Devotees hinkommen sollten, Er Selbst würde dort spielen und singen. Und tatsächlich starteten die Bhajans dort genau um 14.00 Uhr, während Er Selbst gegen 14.30 Uhr dazu kam. Er spielte und sang eine Reihe sehr eingehender Dattatreya-Bhajans, und gegen kurz vor 16.00 Uhr wurde bereits das weitere Programm in der Nada Mantapam verkündet: Wie am Tag vorher wurde ein Vortrag von einer weiblichen Ashramangehörigen präsentiert zum Schutz der Frauen im indischen Alltag. Sri Swamiji leitete die Veranstaltung ein und nahm direkt von Anfang an kein Blatt vor den Mund! Er erwähnte u.a. sogar, sexuelle Gewalt in der Familie, und dass Familienangehörige die Mädchen und Frauen öfter in den Familien belastigen und sogar missbrauchen. Der anschließende Vortrag entfaltete die üblichen Situationen wie sexuelle Anmache bis hin zur Nötigung und Gewaltanwendung entstehen, wie die rechtlichen Möglichkeiten der betroffenen Mädchen und Frauen sind, wie man sich verhalten kann und sollte als Frau, wie man sich wehren kann etc. Ein überaus couragierter Vortrag, bei dem die Dinge ohne Verdeckungen direkt offen angesprochen wurden. Die Kehrseiten dabei wurden ebenfalls angesprochen, nämlich, welche Fehler Frauen dabei machen können. Sri Swamiji nahm in der Form die immer offener werdende Situation von Bedrohung von Frauen in Indien auf, die allerdings in diesen Formen schon sicherlich seit vielen Jahren herrschen (und sicherlich nicht nur in Indien sondern in ähnlichen Formen weltweit…). Die Veranstaltung war nach ca. 1 ½ Stunden zuende. Und bereits einige Minuten nach 19.00 Uhr startete das Konzert des Abends in der Nada Mantapam mit Künstlern aus Maharashtra, die vor allem Musik in Bhakti-Form präsentierten. Der Sänger hatte eine überaus stabile und durchdringende Stimme, die die Zuhörer bis ins Tiefste bewegen konnte. Die Veranstaltung war erst nach 21.00 Uhr zuende.

Am nächsten Morgen, Vollmond und dem Datta Jayanti-Haupttag, kam Sri Swamiji erst vergleichsweise spät mit dem Mula Virat Dattatreya-Idol auf Seinem Elekromobil schiebend und umsäumt von einigen Priestern mit Sri Balaswami in die Prayer Hall. Er ging dann gleich durch mit dem Idol zum Sri Chakra Puja-Platz, um das Idol dort auf dem Altar zu platzieren. Um dieses Idol ranken sich viele Geschichten wie öfter von Sri Swamiji und Prasadi verkündet wurde. Es soll ursprünglich von Sri Padavallabha, Sri Dattatreya`s 1. Inkarnation, verehrt worden sein. Dann chantete Ashrampriester Vamshi das Sankalpa zur letzten Dattatreya Puja des Festes. Neben der Dattatreya-Puja zelebrierte Sri Swamiji auch ein Abhishekam an einem anderen kleineren Dattatreya-Idol auf dem Altar. Gleich nach der Puja hielt Sri Swamiji noch eine Rede, die hoffentlich noch bei www.dattavani.org später zu finden ist. Dabei gab Sri Swamiji „Gas“ und fragte gleich in die Devotee-Reihen, wer dieses Mal an der Audumbara Guru Datta Diksha teilgenommen habe. Viele meldeten sich, aber längst nicht alle. Von den ausländischen Devotees waren dies sicherlich nur sehr wenige. Sri Swamiji verlangte, dass bei dem nächsten Datta Jayanti-Fest 2020 alle die vollen 3 Datta Jayanti-Tage an der Diksha teilnehmen sollten. Weiterhin wurde verkündet, dass am 6. Januar in Warangel bei Hyderabad 10 000 Ehepaare das Anagha Vrata zelebrieren sollten. Würden weniger als diese Anzahl kommen, würde Sri Swamiji Seine Teilnahme dort absagen. Er verkündete dann die vielen positiven Effekte des Anagha Vratams. Es soll als erstes von Kartaveeryajuna propagiert worden sein zur Ehre von Anagha Devi und Sri Dattatreya. Das Vrata soll auch für Unverheiratete einen großen Segen bedeuten. Seine Devotees sollten bis genau in einem Jahr insgesamt 10 Millionen (1 Crore) Anagha Vratas zelebriert haben. Er möchte, dass das Vrata groß überall propagiert wird, in Schulen und anderen Einrichtungen. Jeder solle sich beteiligen und auf einer neuen Web page sich registrieren lassen und die Anzahl seiner durchgeführten Anagha Vratas dort eingeben. (Das Vratha kann in ca. 20 Minuten gechantet werden, wenn man einige Uebung hat. Es gibt den Anagha Vrata-Text vermutlich im Buchladen des DYC Germany/Switzerland zu ordern, die Anzahl der gechanteten Vrathas kann man durch seine Registration auf der www.dattapeetham.org –Webpage mitteilen. ) Anschließend führte Sri Swamiji das Thailabishekam (Ölübergießungen) am Kalagni Shamana Datta-Idol aus. Dann sollten alle Devotees die Prayer Hall verlassen, um sich draußen an eine der beiden Devotee-Schlangen anzustellen, um langsam vorrückend letztlich vor dem Kalagni Shamana Tempel sein persönliches Thailabhishekam durchzuführen. Sri Swamiji war meines Erachtens an dem Morgen gegenüber den letzten Jahren nicht mehr am Kalagni Shamana Datta-Idol erschienen, um den Devotees bei dem Abhishekam zuzuschauen. Am gleichen Abend fand nach Einbruch der Dunkelheit das von farbigen Lichtern durchflutete Tepotsavam (Floßfest) im Sapta Rishi Sarovar statt, bei dem Sri Swamiji auf dem Schwanen-Katameranboot ein Dattatreya-Idol rituell verehrte, während die Devotees zuschauen konnten. Schließlich sang Er dort auf dem Boot stehend einige Zeit zur Musik, den die Ashram-Musikgruppe spielte. Gleich danach kam Sri Swamiji in die Nada Mantapam, um noch das stimmungsvolle letzte Ritual zu zelebrieren – das Mangala Arati auf einem Aufbau voller Lichter, die alle erwartungsvoll Sri Swamiji und das Dattatreya-Idol beleuchteten. Keyboard Mani sang unter Begleitung einiger Ashram-Musiker die 7 Kakadaratri-Bhajans aller Wochentage in einem Durchgang. Sri Swamiji schwenkte dazu die Mangala Arati-Lichter. Damit endete das diesjährige Datta Jayanti-Festival mit einer unglaublich dichten Präsenz von Sri Swamiji, der bei allen Programmen auch in den frühen Nachmittagstunden von Anfang bis Ende an den Veranstaltungsplätzen Seinen Darshan gab.

Am13. Dezember führte Sri Swamiji bei sehr vielen Devotees eine Mantra-Initiation in der Nada Mantapam durch. Bereits gegen 6.30 Uhr versammelten sich die zu Initierenden in der Halle und Ashram-Priester Vamshi bereitete die dortigen Devotees mit Erläuterungen etc. auf die Initiation vor. Sri Swamiji Selbst kam später dazu. Die Veranstaltung dauerte bis kurz vor Mittag.

Am 14. Dezember gegen 8.00 Uhr morgens begann Sri Swamijis 1. Mauna Seminar im indischen Raum in der Nada Mantapam. Die Gestaltung des Seminars wurde von den Lehrern der Datta Kriya Yoga Ashramschule vorgenommen. Es waren über 400 Teilnehmer in der Nada Mantapam gleichmäßig in Reihen verteilt. Nach einer Einführungsrede und ersten Instruktionen begannen die Teilnehmer gleich mit dem Schweigeretreat. Die Teilnehmer waren durchweg in weiss gekleidet und wurden aufgefordert ihren Kopf mit ihren weissen Vastrams (Umhang) zu bedecken und einen weißen Mundschutz zu tragen (normalerweise wird dieser gegen Luftverschmutzungen/Staub eingesetzt), möglichst die Augen zu schließen und nur aufzustehen, wenn man zur Toilette gehen oder Wasser trinken wollte. Sri Swamiji trug während dem Mauna Selbst jedemal auch einen weissen Mundschutz als Zeichen Seines Schweigens. Bei Sri Swamijis kurzer Einleitung wurden die Teilnehmer aufgefordert, ein Mantra zu chanten und die Anzahl auch zu zählen mit einem elektronischen Zahlwerk oder einer Ritualkette (Rudraksha- oder Tulsikette) und ansonsten sich nur auf den Atem zu konzentrieren. Man sollte sich nur nach innen konzentrieren und möglichst den Geist zur Ruhe bringen. Dies war anders als bei den Mauna Seminaren in Europa und den USA, wo man nicht einmal ein Mantra rezitieren, sondern lediglich auf den Atem konzentrieren sollte. Weiterhin betonte Er, sei notwendig, regelmäßig Gesundheitstests machen zu lassen, selbst wenn man Yoga praktiziere. Man könne beispielsweise nicht wissen, wie es um seine/ihre Blutwerte steht. Unbedingt sei es notwendig, qualitativ gute Nahrung zu uns zu nehmen und davon auch nur mäßige Mengen. Wir könnten uns einen leichten Sitzblock besorgen, dessen Höhe so gewählt werden sollte, wie er für uns passend sei und man darauf entspannt fuer längere Zeit sitzen könnte. Dann schwieg Sri Swamiji mit uns bis zum Ende der ersten Sitzung, gegen 10.30 Uhr, die mit einer Pause abgeschlossen wurde. Es gab neben Wasser auch einen nicht zu süßen stärkenden Maltosetrank und dann auch ein wenig Tee/Kaffee. Gegen 11.00 Uhr setzte man das Mauna fort. Die Sitzung endete gegen 12.30 Uhr mit der Mittagspause. Gegen 15.00 Uhr startete die Nachmittags-Sitzung. Sri Swamiji kam später zu uns und schwieg erst einmal mit uns zusammen. Um 17.00 Uhr endete die Sitzung, und Sri Swamiji gab zum Abschluss noch ein paar Belehrungen an uns. Am gleichen Abend gab es ein Konzert in der Nada Mantapam.

Am nächsten Morgen wurde das Mauna Seminar weiter fortgesetzt. Sri Swamiji gab wiederum einige Belehrungen an uns, als Er nach 8.00 Uhr in die Nada Mantapam kam. Er sagte u.a. sinngemäß, dass Er in allen seinen Diskursen über Vedanta rede (verdeckt – letztlich deuten alle Seiner Diskurse in Richtung Entsagung). Wir sollten lediglich sprechen, wenn wirklich notwendig. Selbst wenn man mit Familienmitgliedern z.B. beim Essen sitze, solle man nur sprechen, wenn notwendig. Jedoch sollte man dadurch sich nicht von anderen absondern. Man sollte durchaus sein normales Leben leben und falls die Situation es verlange, auch etwas mehr/länger sprechen. Würde man so überwiegend Mauna praktizieren, werde der Geist klarer und begreife leichter die Essenz von allem. Man sollte nicht zuviel essen, da man ansonsten schläfrig werde und auch nicht zu wenig essen, da man dann ebenfalls schläfrig/kraftlos sei. Vor dem Mauna-Übung sollte man etwas Yoga praktizieren. Dann gab Er uns 2 Mantren, die wir neben dem eigenen Guru-Mantra während des Mauna rezitieren könnten. Weiterhin offenbarte uns Sri Swamiji, dass Er gerade dieser Tage sehr viel Mitgefühl mit allen Devotees empfinde. Er denke: Diese/r Devotee bemüht sich so sehr! Ihm kämen gerade diese Tage öfter die Tränen, wenn Er solche Devotees sehe! Bei diesen Offenbarungen wischte Er sich mehrmals langsam über die Augen…. Die zeitliche Gestaltung des 2. Tages war die Gleiche wie die vom Vortag. Am Ende der Morgenveranstaltung hielt Sri Swamiji nochmals eine längere Rede. Am Ende des Seminars konnten wir Teilnehmer einen kleinen Kristall-Lingam als Prasad und Unterstützung für unsere Mauna-Übungen direkt aus Sri Swamijis Händen erhalten. Er hielt dabei die Hand einiger Angels einige Zeit innig bei der Übergabe des Lingams. Der Ashram-Fotograf nahm dabei ein Foto von uns auf, das wenig später bei den Kriya Yoga-Lehrern abgeholt werden konnte. Sri Swamiji verkündete auch ein neues Yoga-Projekt: Im Mekedatu Ashram soll in absehbarer Zeit ein Yoga-Meeting abgehalten werden, wo möglichst viele Yoga-Praktizierende Surya Namaskar – das Sonnengebet – ausführen sollen.

Unter den Teilnehmern des Mauna Seminars war auch ein Devotee aus Andrah Pradesh, der bisher vielleicht einmal jedes Jahr in den Mysuru Ashram kam und nicht sonderlich auffiel. Er war stets freundlich, schien gut gelaunt und bescheiden zu sein. Er war wohl ebenfalls in Kashi während des Ati Rudra Yaga gewesen und wurde dort inspiriert -wie zu erfahren war – vermutlich durch die dortigen vielen Sadhus mit ihrem auffälligem, teilweise extremen Äußeren.Während dem Datta Jayanti-Fest saß er bereits völlig mit weißer Asche bedecktem Körper und nur mit einem längeren Lendenschurz bekleidet zwischen den Devotees. Bei dem Mauna Seminar fiel auf, dass er sich so gut wie nicht von seinem Platz fortbewegte und in der Lage war entspannt und ruhig über alle Stunden nur auf seinem Platz zu sitzen und Mauna zu üben. Dort war er ebenfall mit Asche bedeckt und lediglich imLendenschurz, obwohl der Dezember-Wind, der durch die Nada Mantapam wehte, manchmal doch recht kalt war. Man konnte also annehmen, dass er ein echter Sadhaka war. Am Tag nach dem Mauna Seminar war dieser Devotee in der Prayer Hall von Sri Swamiji zu Sich gerufen worden. Sri Swamiji erläuterte verschiedenes zu dessen Person für die versammelten Devotees und gab ihm eine Yoga Diksha. Er erhielt den Namen „Kaivalya Datta Swami“.
Damit enden hier die Ausführungen zum Datta Jayanti-Fest und Mauna Seminar 2019.
Als besonderer Nachtrag und in Anlehnung an das Datta Jayanti-Fest und das wichtigste Ashram-Gebet – Datta Stava:
Sri Swamiji zum Datta Stava
Datta Stava-Unterweisungen von Sri Swamiji zur Mondfinsternis, 17.10. u.18.10.2005
Sri Ganesha Yanamaha
Sri Sarasvat Yainamaha
Sri Pada Vallabha Narasimha Sarasvati
Sri Guru Dattatreya Yanamaha

Kurz nach Navaratri ’05 gab es am 17.10.2005 zum Vollmondtag eine partielle Mondfinsternis (moon eclipse). Diese war von groesserer Bedeutung, da genau 2 Wochen vorher bereits eine Sonnenfinsternis (sun eclipse) eingetreten war.
Sri Swamiji instruierte die Devotees, bereits ab Mittag nichts mehr zu essen und um 4 Uhr nachmittag in die Prayer Hall zu kommen, wo Er spezielle Unterweisungen geben wollte.

Als Sri Swamiji dann in der Prayer Hall erschien, ordnete Er sofort an, dass alle auslaendischen Devotees dort Kopfhoerer der Simultan-Uebersetzungsanlage erhielten und sich auf einer Seite vorne zusammensetzten. Es wurden Videoaufnahmen gemacht fuer einen indischen Fernsehsender. Diejenigen, die unter Hustenanfaellen litten, sollten sich nach hinten setzen oder die Prayer Hall verlassen, ebenfalls die Eltern mit kleinen Kindern. Sri Swamiji war ziemlich ernst. Niemand wusste vorher, dass Sri Swamiji Essenzen aus dem Datta-Stava (dem wichtigsten Ashram-Gebet) mit vielen Eraeuterungen und praktischen Beispielen erklaeren wuerde. Normalerweise erlaeutert Sri Swamiji lediglich zu Datta Jayanti Auszuege aus dem Datta-Stava. Es entstand eine freudige Spannung im Publikum. An 2 Tagen gab Sri Swamiji diese Unterweisungen, insgesamt ca. 4 Stunden.
Zusatz: Das Datta-Stava wurde vor vielleicht 100 Jahren von Sri Vasudevananda Sarasvati, auch bekannt in ganz Indien unter dem Namen Tembe Maharaj, gedichtet. Er galt als eine sehr kraftvolle Inkarnation Sri Dattatreyas. Sri Swamiji besuchte bereits oefters Sein Samadhi (Grab eines Heiligen) in Gujarat.

Sri Swamiji erlaeuterte, dass das spirituelle Herz auf der rechten Seite liege wie eine geschlossene Lotosbluete. Im guenstigsten Fall koenne man sagen, dass mein Herz mit Paramatman (der hoechsten Seele) verschmolzen ist (das heisst, die menschliche Individualitaet im Hoechsten bleibend aufgegangen ist).
Wenn man sich dem Guru (fuer Unterweisungen, Pada Puja etc.) naehere, sollte man sich vor Ihm bis auf die Erde verbeugen. Eine halbe Verbeugung auf den Boden sei dabei fuer Maenner nicht ausreichend. Sie sollten Shashta-Namaskar [mit allen 6 Gliedern: Stirn, Kinn, Armen (Haenden) und Beinen (Fuessen)] ausfuehren. Frauen sollten sich nicht so niederlegen (wird als unpassend gesehen), sondern sollten sich nur halb bis auf die Erde verbeugen (nur mit den Fuessen und Knien auf den Boden kauern und dem Kopf dabei ebenfalls den Boden beruehren). Dabei sollte man die Handflaechen ueber dem Kopf zusammenfuehren. Einfach nur vor dem Guru zu stehen und die Handflaechen zu falten, reiche nicht aus! Weisheit sollte nur empfangen werden auf eine reine Art.
Der Vorspann des Datta-Stava: „Sri Ganesha Yanamaha, Sri Sarasvat Yainamaha …“ sei sehr wichtig und sollte so oft wie moeglich gechantet werden.
Mit diesem Vorspann begruesse/verehre man die Parampara (die Tradition der speziellen Gurulinie von Dattatreya ueber Sri Pada Vallabha und Sri Narasimha Sarasvati). Diese Tradition der Parampara zu akzeptieren mit dem Vorgebet, sei sehr wichtig.
Wenn man sich dem Guru naehere 1. mit der richtigen Einstellung, 2. dem Chanten des (Guru-)Mantras und sich wie oben angedeutet verbeugt, kann man den Guru/ Sri Swamiji nach hoeherem spirituellem Wissen fragen. Man sei dann bereit fuer die Upadesha (Unterweisung).
Einige sagten, man braucht nicht nach irgendetwas beim Guru zu fragen. Es waere dann wie eine Separation zwischen ihnen und dem Guru. Der Guru sei in der Lage, Dich auch ohne Fragen zu segnen (mit spirituellem Wissen etc.) Vorher Sadhana (spirituelle Uebungen) auszuueben sei natuerlich guenstig. Welche Sadhana man auch immer ausgeuebt habe, sei aufgezeichnet/gespeichert. Es ist das spirituelle Bankkonto, dass man mit Sadhana auffuelle. Dann koenne man auch „Geld“ abheben! Ihr must Sadhana dafuer ausueben.
Wenn man sich mit einem reinen Geist auf die Essenz der Guru Gita konzentriere, erhalte man Segnungen (des Gurus). Spirituelle Wuensche sollten von den weltlichen getrennt werden.
Viele sagten, es sei nicht moeglich, Sadhana so zu praktizieren, wie sie in der Guru Gita erfordert wird.
Jede Upasana (Verehrung) sei die Verehrung des Gurus.
Smartrgami hat die Bedeutung, dass, wenn man an/ueber Sri Dattatreya/den Guru denkt, Er vor einem erscheinen wird. Beschuetze mich bzw. meine Familie, ist die eigentliche Bedeutung von Samrtrgami Sano’vatu.
Er ist jenseits aller Dinge. Tatsaechlich gibt es keinen Namen fuer Ihn (Sri Dattatreya, der das Absolute repraesentiert). Der Name wird von den Eltern gegeben.
Die Segensgabe (boon) fuer Anasuya und Atri ist Dattatreya. Datta ist das Geschenk/Present an Anasuya und Atri (Sri Swamiji machte hier ein Wortspiel mit dem englischen Ausdruck present/presence.) Die Prae-senz von Datta wurde vorher bereits erspuert/erschaut (pre-sense). Die Segensgabe an Anasuya und Atri (in der Form von Dattatreya) war bereits vorbestimmt. Falls man immerfort in der Gegenwart/im Praesenz (andere Bedeutung von dem englischen present/presence) verbleibe, sei das die beste Busseuebung (Tapas), die man machen kann.
Anasuya und Atri sagten, dass sie sich Dattatreya als Kind wuenschten. Die Engel wussten bereits vorher, dass Dattatreya diesen Namen erhalten wuerde, bevor das Geschenk (Datta als Kind) gegeben wurde.
Ramana Maharishi (grosser indischer Brahmajnani/Heiliger) sagte, dass Er, der (im Herzen) scheinen wuerde, Dattatreya genannt werde.
Datta ist Prampara (die Gurulinie) des Grossen Sehers (Maharishi) Atri – „Datta Atreya“. Atreya ist (hier) ein Gotra (geburtliche Herkunft/Linie), aber tatsaechlich sei Er jenseits der Form.
So – wie sollte man also ein namenloses Prinzip benennen?
Smartrgami bedeute immer hier/praesent zu sein; gerade hier. Denk an Ihn (oder an das Prinzip Datta) und Er ist (bereits) hier!
Die Energie, die Ihr spueren koennt (bei der Anrufung Dattas), ist im Kern des Herzens. Was ist ein Gebet? Eine lebendige Vibration/Schwingung. Ihr betet (ein echtes Gebet) im Herzen.

Wenn Ich (Sri Dattatreya) komme, sollte jeder gluecklich sein. Gluecklichsein ist eine Form. Aber tatsaechlich ist Er formlos. Ihr betet im Herzen. Lass den ganzen Ashram gluecklich sein. Lass das ganze Land gluecklich sein (Das reiche eigentlich noch nicht aus!) Lass das ganze Universum gluecklich sein, ist die innere Bedeutung von einem echten Gebet im Herzen. Man muesste den Umkreis seines Wunsches nach Gluecklichsein sehr erweitern: Lass jeden gluecklich sein, ist das Prinzip! Ihr solltet nicht (nur) fuer Eurer eigenes Gluecklichsein beten! Dieser/unser Koerper ist gemacht fuer Aufopferung. Falls man einen Feind habe, sollte man sich auch sein Glueck erwuenschen. Das reine Wesen in uns haette eine aufopfernde Einstellung. Normalerweise ist keine Unterteilung/Unterscheidung (in Gut und Boese) in Eurem Geist. Unterscheidung (Viveka) sei lediglich da, um die guten Dinge auszuwaehlen. Selbst wenn ich Selbstsuechtigkeit in Dir sehe, wuensche ich Dir trotzdem alles Gute, Gluecklichsein etc. Jedermann muss gluecklich sein – falls jemand vor Euch an Hunger leide, sei man z.B. nicht gluecklich.

Falls man etwas wissen will (ueber jemanden), muesse man 1. den Namen gebrauchen und 2. die Form (desjenigen). Aber falls Er keinen Namen oder eineForm habe…?
Falls man ueber die Form spreche oder nachdenke, komme (automatisch) ein Name. Falls man ueber einen Namen nachdenke, komme (auch) eine Form. Man benoetige eine Form, um ein Gefuehl/ eine Vorstellung zu haben. Trishirsha – Datta habe 3 Gesichter.
Falls man einige Energie um eine Person sehe, glaubt nicht sofort an (die Heiligkeit der Person) die Person! Im Norden Indiens verehre man Leute, die einen langen Bart haetten. Im Sueden Indiens solche, die uebernatuerliche Kraefte besaessen. Die Leute glauben normalerweise an eine Person, wenn sie Mahima habe (uebernatuerliche Kraefte). Falls jemand viele Leute um sich habe oder einiges Wissen zeige, ist er dann ein Guru oder Mahatma? En Mahatma ist jemand, der eine unendliche Seele habe!
Er ist (ein) grenzenloses Wesen. Er ist lediglich ein Zeuge (der Ereignisse um ihn). Alles ist Ihm bekannt.
Die grenzenlose Seele wird angerufen am Anfang des Datta-Stavas.
Varadam meint Erfuellung verschiedener Wuensche/Beduerfnisse Seiner Devotees. Er wird aber nur das geben, was das beste fuer Seine Devotees ist und nicht diesen und jenen geaeusserten Wunsch erfuellen. Beispielsweise wuerde eine Mutter ihrem Baby kein Messer zum Spielen geben!
Falls Ihr wollt, dass Er erfreut ueber Euch ist, muesst Ihr Euch Ihm hingeben (surrender)!
Man sollte auch nicht bei jeder kleinen Schwierigkeit sofort nach Sri Dattatreya rufen.
Man muss zuerst seine eigene Kraft solange nutzen, wie sie noch da ist. Nur wenn sie verlorengegangen ist, kann/sollte man um sofortige Hilfe Dattatreyas anrufen. Ihr muesst im Rahmen Eurer eigenen Moeglichkeiten kaempfen, dann koennt ihr spaeter um Hilfe fragen! (Beispiel von Draupadi aus dem Mahabharata, die zuerst selbst versuchte, ihren Sari festzuhalten, als der Daemon ihr diesen vom Koerper wickeln wollte, um sie vor allen blosszustellen. Erst, als sie nicht mehr weiterwusste und ihre Unfaehigkeit in dieser Situation einsah, liess sie ihren Sari los und erhob beide Arme, um nach Sri Krishna zu rufen.) Wenn jemand alles an Shiva aufgegeben hat, dann wird Er kommen, um einen zu beschuetzen.
Daya ist jemand, der die Pein anderer nicht tollerieren kann.. Jemand, der die Pein anderer wie seine eigene fuehlt, ist mitfuehlend. Alles, was gut fuer mich ist, sollte auch gut fuer alle anderen sein.
Jemand, der einige Freunde und einige Feinde habe, koenne nicht universal sein. Diese Einstellung sei begrenzt und daher nicht richtig (dharmisch). An dieser Stelle wollte Sri Swamiji am ersten Tag Seine Ausfuehrungen abbrechen. Nur unter instaendigem Bitten von Professor Krishan Kumar setzte Er Seine Erlaeuterungen fort.
Deena Bandhu heisst, dass Dattatreya ein Freund der Notleidenden/die sich graemen ist. Er helfe den Leidenden, auch wenn sie sich Ihm nicht hingegeben haben. Diese haetten dann Verdienste aus anderen Leben. Der Mahatma hat zu geben! Er gebe Leuten mit vielen Suenden und solchen mit weniger. Er zeige Mitleid mit jedermann. Sarva Raksha Karam heisst, dass Er alle beschuetzt. Jedoch sollte man nicht glauben, dass Seine Handlungen in diesem Zusammenhang willkuerlich seien. Es gibt eine versteckte Bedeutung in Seiner Handlung – sie ist nicht sinnlos!
Ihr muesst verstehen, dass der Zustand, in dem Ihr seid von anderen Zeiten herruehrt, initiiert von Euch selbst.
Wenn man keinen Glauben an den Guru habe, solle man auch nicht nach der Befreiung fragen. Der Guru wuerde Euch dann lediglich in eine Nervenheilanstalt schicken!
Vibhu(m) heisst, dass Er allwissend ist. Er ist ueberall praesent.
Zwischendurch versuchte auch jemand zu uebersetzen, der leider nur wenig Erfahrung damit hatte und fast nicht zu verstehen war, wodurch eine kleinere Luecke entstand.

Fortsetzung 18.10.2005:
Dattatreya ist tatsaechlich Brahman. Er kenne die rechtschaffenen Wege, denen man folgen sollte. Er sei die Personifikation der Dharma Shastras (heiligen Texte ueber rechtschaffenes Handeln). Er kenne die Regeln, die von jedermann zu befolgen seien. Er propagiere diese im gesamten Universum.
Bhakta Kirti Vivardhanam meint, dass der Ruhm eines Devotees langsam im Laufe der Zeit zunehme. Er gebe den Devotees spirituellen Auftrieb und die Erfuellung ihrer materiellen Beduerfnisse ohne das Wissen derselben Devotees. Er gibt, was die Devotees wirklich benoetigen, nicht alle Wuensche wuerden von Ihm erfuellt werden.
Gnade ist proportional der Veehrung (des Gurus oder Gottes). Und wir wuessten nicht, wann und wem Er (sie) gebe. Die richtige Einstellung sei: Gebe (mir), was Du geben willst! Parallel mit dem Geben von Gnadengaben, gebe Er auch Wissen ueber das Dharma (rechtschaffene Lebensweise) etc.
6.Shloka (Vers): Jedermann habe Probleme auf seine/ihre eigene spezifische Art – auch die Reichen und Intelligenten und auch die harten Kerle (tough guys). Weil man in vergangenen Leben Suenden begangen haette, sei man nun als Bettler geboren worden. Jedoch wuessten diese Leute meistens nicht den Ursprung ihrer Misere und begingen mehr Suenden (in diesem Leben) und muessten dann mit einer noch niedrigeren Geburt im naechsten Leben rechnen. Nur der Sadguru kann Euch aus diesem (Teufels-)Kreis herausholen.
Suende ist wie eine dunkle Grube. Sie ist wie Treibsand, in den man versinken koenne. Der Guru/Dattatreya zieht Seine Devotees aus dem Loch heraus bzw. trocknet den Treibsand aus. Er gebe Jnana Deepa (das Licht des spirituellen Wissens).
Shani (Saturn) und Ketu (absteigender Mondknoten) werden nicht zulassen, dass er (der Suender im tiefen Loch) gute Taten tut – dies sind Planeten, die mit unguenstigem Karma identifiziert werden. Er gibt dann (aus Verzweiflung) alles auf (Job, Familie etc.), sei dann in dem Fall aber keine Entsagung! Ein anderer Suender ist immer eifersuechtig und spricht auch immer darueber. Wenn er dann so eifersuechtig (ueber andere) redet, begehe er Suenden damit. Dann muesste man (darueber) Dhyana (Meditation) ausfuehren.
Der Koeper sei wie einTempel, und man sollte ueber den Koerper nicht negativ reden oder ihn verfluchen.
Man sollte die richtige mentale Einstellung entwickeln. Wir muessten den Suendigen die Vorteile von Gott/ der Gottesverehrung erklaeren.
3 Arten von karmischen Problemen gebe es:
1. Adhyatmika Tapa (Tapa heisse Hitze oder auch Wuensche/Beduerfnisse) – Mentale Probleme. Es gebe auch spirituelle Wuensche. Viele Leute wollten vedantisches Wissen erlangen.
2. Adiboutika Tapa – Individuelle Probleme des Koerpers, z.B. durch Schlangen entstanden, auch durch Naturkatastrophen etc..
3. Adidevika Tapa – Vergangenes Karma (Agama Karma), z.B. Verfluchung durch uebermenschliche Wesen (Goetter, Engel, Daemonen etc.)
Man sollte nicht sagen, wieviel Geld man habe. Die Person, die dieses erfahren haette, werde einen spaeter dann nach Geld fragen.
Lord Datta laesst einen aus all den Wuenschen/Bduerfnissen heraussteigen (uplifting).
7. Shloka: Datta ist der jemand, der uns aus allen Suenden heraussteigen laesst.
Menschliche Wuensche/Beduernisse bestuenden aus 2 Gruppen
1. Man moechte alles das haben, was neu ist.
2. Alle Schwierigkeiten und Traurigkeiten sollten weggehen.
Alle weltlichen Angelegenheiten sollten weggehen, sei ein starkes Verlangen/starker Wunsch.
Wenn wir nicht wuessten, was wir eigentlich tun, sei das auch falsch.
Die Empfindung des (eigenen) Egos sei eine Sadhana-Krankheit.
Es gebe 8 Arten von Problemen, die sich in den allgemeinen Lebenssituationen einstellen koennten:
– Man werde von seiner Familie getrennt (gehe z.B. in ein anderes Land etc.)
– Armut
– Nichts zu essen zu haben
– Man muesse auf Nahrung/sein Essen warten – wegen Krankheit etc.
– Feinde zu haben
– Darauf zu warten, dass andere Probleme bekommen
– Andere sind unfreundlich zu einem
– Niemand unterstuetze einen
Das Datta-Stava sei sehr brauchbar im Kali-Yuga (eisernes Zeitalter, wo die Menschen nur wenig Gott verehren und viel suendigen). In Momenten von Schwierigkeiten muss man an Datta denken, der einem sofort helfe.
8. Shloka: Was ist das Ziel des Lebens? Das finale Gebet (an Datta) sollte sein: Bitte! Dieses Leben ist wie eine Bindung (an die Welt). Es ist Maya (Illusion); manchmal gut und manchmal schlecht. Die Welt ist so verwirrend, auf und ab. Bitte, erloese mich von der Bindung (an das Leben in der Welt).
Tod und Geburt gehen weiter und weiter, an verschiedenen Plaetzen. Ein neu verheiratetes Ehepaar habe das Gefuehl, dass sie bereits Freunde seit so vielen Geburten seien. Das ist (aber nur) Anhaftung (an den Ehepartner). Nach ein paar Jahren trennt Ihr Euch dann wieder.
Wir verstuenden die grundlegenden Prinzipien von Geburt und Tod nicht! Dattatreya kann den (Teufels-)Kreis brechen. Dass ein Leben in einer Ehe nur Samsara (Kreis der Wiedergeburten in Nichtwissen) sei, ist aber (auch) nicht richtig. Wir haetten unsere eigene Welt, die samsarisch ist. Das weltliche Leben sei wie ein Baum mit so vielen Zweigen. Ueberhaupt ins Leben gekommen zu sein, ist selbst wie ein Krebsleiden. Findet das Medikament, um da herauszukommen! Findet den Schalter. Wenn man ein Leben annehme, dann habe man (automatisch) ein weltliches Leben! Auch das Leben eines Sannyasin (Entsagenden) zu leben, sei Samsara, genauso wie das eines Yogi! Sie haben auch ein Leben (in der Welt) angenommen, seien so ebenfalls im samsarischen Leben! Ihr wolltet dieses Leben, also bekamt Ihr es! Janma Samsara (Kreis der individuellen Wiedergeburt der Seele) ist wie ein Cakra (ewig kreisend).
Einige Leuten denken, dass sie nicht sterben sollten. Aber ein Sadhaka (ein Mensch, der sein Leben nach den spirituellen Uebungen ausrichtet) sollte denken, dass er keine Wiedergeburt erfahren sollte! Betet, dass Ihr keine Wiedergeburt haben werdet! Wir koennen nicht fuer 800 Jahre leben! Denkt solche dummen Gedanken nicht! Nur Daemonen beten/bitten darum! Stattdessen betet, dass Ihr keinen (spirituellen) Tod haben werdet. Namdeva (indischer Heiliger aus dem Mittelalter) wollte keine Wiedergeburt. Er betete, dass er kein neues Leben annehmen wollte oder wenn er schon wiedergeboren werden muesste, dieses im Kreis von Sadhakas geschehen sollte.
Was Euch niederfesselt, ist die Geburt. Ihr koennt dem (physischen) Tod (auch) nicht entrinnen!
Man kann einer Geburt nicht entfliehen. Sie ist eine Bindung. Diese muss zerschlagen werden.
Sri Dattatreya brennt den Kreislauf von Geburt und Tod nieder.
Erlaubt keine Preisung (Eurer Person)! Ihr bekommt Ego-Gefuehle/-Vorstellungen durch Preisungen.
Mentale Freude sei mehr als die durch die Sinnesorgane. Aber wer erfaehrt dies alles?
Du selbst bist die wirkliche Freude. Das Kontemplieren des du in Du (oder ich in Ich) ist der wonnevolle Zustand! Dieser Zustand werde auf Euch uebertragen (von Dattatreya). Dein Swarupa (Dein innerstes Sein)ist der wonnevolle Zustand. Und dieser Zustand sei die Befreiung (Kaivalya).
Nishre (im Shloka) meine Moksha. Nishreyasa Padam beziehe sich auf Datta, der alle Modifikationen in uns hervorbringe. Datta selbst ist das Ziel. Wie kommt das? Der Ton ist der Topf (Tontopf). Und der Topf ist der Ton. Ihr werdet wie Dattatreya. Man denke dann: Zu allen Zeiten bin Ich Dattatreya! Die, die denken, dass sie wie Dattatreya sind, seien die, die Befreiung erreichen. Ich bin Dattatreya; derjenige, der das fortwaehrend kontempliere, werde selbst Dattatreya. Alles werde in Dattatreya aufgehen – das ist Befreiung!
9.Shloka: Phala Shruti macht Aussagen ueber die Verdienste des Chantens der Verse – hier werden die Fruechte genannt, die man mit dem Chanten des Datta Stavas erhaelt. Es ist wie beim Besuch eines Tempels, wenn man etwas Prasadam erhalte.
Einige seien ueberenthusiastisch. Sie sagten: Ich moechte gar nichts haben – keine Verdienste durch das Chanten. Dass Ihr keine Verdienste haben wollt ist zwar okay, aber chantet trotzdem den Phala Shruti mit! Er sei ein Teil dieser Sadhana.
Auch die meinten, sie haetten keine Wuensche oder Beduerfnisse, haetten welche. Beispielsweise von Geburt und Tod loszukommen, sei auch ein Wunsch!
Chantet mit Konzentration das Datta-Stava. Ihr braucht nicht nach irgendetwas zu fragen/keine Wuensche zu aeussern – chantet nur das Datta-Stava. Dann kommen die Gnadengaben (boons) von allein! Vergesst Eure Wuensche!
Dattatreya ist Euer (spirituelles) Herz! Also, wenn Ihr Ihn ruft, ist Er sofort da!

Ich befragte im Nachhinein noch Swami Manasa Datta zu den oben genannten 2 Beduerfnissen und 8 Problemen, um diese genauer zu unterscheiden.
Wie aus Sri Swamijis Ausfuehrungen deutlich werden duerfte und von Swami Mansa Datta bestaetigt wurde, ist, dass das Datta-Stava mehr als nur ein Gebet oder Lobpreisung Dattas, sondern der Versuch ist, sich seinem eigenen Selbst, seiner Seele (Atman)zu naehern und letztlich mit Ihr eins zu werden.
Sri Guru Datta – Pingala