Sri Swamiji kam am 11. Dezember nach einer kurzen Auslandstour nach Malaysia wieder in den Mysuru Ashram zurück. Es war wieder einmal erstaunlich, wie in sehr kurzer Zeit der Mysuru Ashram von einem ruhigen, fast verschlafenen Ort zu einem ueberaus geschaeftigen Zentrum umstellt. In wenigen Stunden waren sicherlich ca. 600 – 700 Devotees versammelt, um auf Sri Swamijis Ankunft zu warten. Sri Swamiji bereitete uns auch die Freude, Sich mit uns einige Minuten in der Prayer Hall zu gönnen. Es gab auch eine Darshan-Schlange mit dem Überreichen von Münzgirlanden der Devotees, die recht lang war. Nach deren Ende ging Er auch gleich nach oben in Sein Guru Nilayam.
Bereits am 13. Dezember fand das erste große Ashramfest statt: Subramanyam Shashti (6. Tag im Margashirsha-Monat des indischen Kalenders). Sri Balaswami trug mit einigen Ashrampriestern am frühen Morgen vor dem Sonnenaufgang Wasserkrüge mit über die Schultern gelegtem Haltestab von der Prayer Hall zum Subramanyam-Schrein beim Venkateshvara Tempel. Am Ausgang der Prayer Hall gab Sri Swamiji den frühen Devotees Seinen Darshan vom Balkon des Guru Nilayam, der direkt über dem Ausgang liegt. Sri Balaswami nutzte die Wasserkrüge für das Abhishekam am Subramanyam-Idol. Bis zum Eintreffen Sri Swamijis am Venkateshvara Tempels verging eine längere Zeit. Er kam ca 10.45 Uhr auf den Vorplatz und ging später zum Subramanyam-Schrein, um dort das Arati zu zelebrieren. Aber Er liess anschließend Sich und den Devotees nicht viel Zeit und lief dann auch schon wieder zurück über den obererdigenVerbindungsweg zu Seinem Guru Nilayam. Am Abend gab es noch einmal früh einen Darshan von Sri Balaswami und später Sri Swamiji Selbst im Venkateshvara Tempel und am Subramanyam-Schrein und auch wieder nur von kurzer Dauer.
Während der anschließenden Tage gab Sri Swamiji zu den Abend-Bhajans nur selten Darshan auf dem Vishnu Darshan Balkon in der Prayer Hall. Morgens gab Er wie ueblich Seinen Einzel-Darshan für Devotees, die ein Seva wie die Ganapati Homa gebucht hatten.
Am 15. Und 16. Dezember fand eine Konferenz brahmanischer Vereinigungen in und um Mysore in der Nada Mantapam statt, zu der auch sehr viele Leute aus Mysore gekommen waren. Neben vielen Reden gab es u.a. spirituelle Rezitationsprogramme auf der Bühne und abends Konzerte. Sri Swamiji war am 1. Morgen bei der Veranstaltung präsent und hielt auch eine Rede.
Am 18. Dezember war der erste große Ashram-Feiertag mit dem Vaikunta Ekadashi-Fest. Am Tag vorher hatte Sri Swamiji die Devotees im Ashram dazu aufgerufen, bereits ab 4.30 Uhr vor dem Nordtor des Datta Venkateshvara Tempels zu stehen, welches dann normalerweise sehr früh geöffnet wird. Tatsächlich kamen viele Devotees Seinem Aufruf nach und verließen zum größten Teil zwischen 4.30 – 5.00 Uhr ihre Räume in Richtung Datta Venkateshvara Tempel. Er Selbst kam erst um ca. 5.45 Uhr zum Datta Venkateshvara Tempel. Nachdem mit Sri Swamiji das Nordtor geöffnet wurde, konnte ein jeder wartende Devotee zunächst nur am Nordtor ganz nah vorbeigehen, während Sri Swamiji direkt am Nordtor im Tempel ein aufgestelltes Venkateshvara-Idol mit einer Puja verehrte. Später, als Sri Swamiji die Puja beendet hatte, konnten die ersten Devotees auch durch das Nordtor gehen. Wie auch die Jahre zuvor war ab den frühen Morgenstunden der Andrang zum Tempel so gross, dass sich eine Schlange vom Ashramhaupteingang mit einer langen Schleife bis zum Datta Venkateshvara Tempel zog. Und diese riss bis bis zum späten Abend nicht mehr ab. Am gleichen Abend wurde auf einer Bühne vor dem Hanuman Tempel die Installationen von 200 000 SGS Posts-Apps bekannt gegeben und gefeiert. Während die nicht endende Schlange von Devotees sich immer weiter Richtung Datta Venkateshvara Tempel an dem Veranstaltungsort vorbei bewegte, sang Sri Swamiji mit Unterstützung Seiner Begleitband – Celestial Message Troupe – spontan einige Bhajans und hielt eine Rede. Devotees aus unterschiedlichen Ländern konnten als Repräsentanten der betreffenden Datta Yoga Centers je eine Blumengirlande an Sri Swamiji zum Anlass der 200 000 SGS Post-Apps-Installationen überreichen. Das App soll von Devotees in nicht weniger als 186 verschiedenen Ländern herunter geladen worden sein. Weiterhin ist es nun in bereits 12 verschiedenen Sprachen verfügbar, u.a. auch russisch, mexikanisch/spanisch etc. Weitere könnten in Kürze noch dazu kommen wie japanisch u.a.
Am 19. Dezember waren bereits fast alle Angels angereist und konnten sich auf den Einzel-Darshan mit Sri Swamiji in der Prayer Hall nach der Sri Chakra Puja freuen. Bei den Abend-Bhajans gab Sri Swamiji noch einmal einen längeren Darshan in der Prayer Hall vom Vishnu Darshan Balkon herunter.
Das diesjährige Datta Jayanti-Fest war wie die Jahre vorher gekennzeichnet von einer Vielzahl von unterschiedlichen Ashram-Festen wie Subramanyam Shashti, Vaikunta Ekadashi, Datta Jayanti, Hanuman Jayanti, Bhagavad Gita Jayanti und last not least das Weihnachtsfest. Für die christlichen Devotees unter Sri Swamijis Anhängern war sicherlich das nahe Beisammensein von Datta Jayanti und Weihnachten einer der Hauptgründe, genau zu dieser Zeit in den Ashram zu kommen. Wissen wir doch, dass Sri Swamiji auf jeden Fall möchte, dass die christlichen Devotees im Ashram Weihnachten feiern, auch wenn ihre Anzahl noch so klein ist (manchmal nur 5/6 Devotees). Da aber Navaratri 2018 sehr viele christl. Devotees im Mysuru Ashram waren und auch zum nächsten Shivaratri-Fest sicherlich viele am Haridwar Mauna Seminar inkl. dem Shivaratri-Fest teilnehmen werden, waren zu diesem Datta Jayanti-Fest 2018 lediglich etwas mehr als 130 ausländische Devotees gekommen. Aus Deutschland waren immerhin 17 Devotees angereist, aus der Schweiz 5, Dänemark 4, Russland 4, Ukraine 4, Japan 1, Italien/Brasilien 1, Frankreich 1, aus UK 3, aus Malaysia 12 (die sich alle erst wenige Tage vor Datta Jayanti dazu entschlossen hatten), aus den USA ca. 40 NRI und einige aus Singapur, Vereingte Arabische Emirate, Australien.
Neu bei den Anreisevorbereitungen zum Mysuru Ashram war das aktuelle Anmelde- und Registrierungsverfahren. Es gab bereits seit mindestens 1 Jahr die Erwartung und Verpflichtung, dass alle Hotels, Institutionen, Ashrams etc., die ausländische Gäste auch nur für eine Nacht beherbergen, diese polizeilich online melden müssen. Der Ashram hatte dies aus verschiedenen Gründen bisher noch nicht gemacht. Der Druck war aber immer größer geworden, sodass auch der Ashram sich nun dazu verpflichtet hat. Diese offizielle Verpflichtung soll nun in ganz Indien Standard sein. Dabei haben Hotels u.U. ein verkürztes Meldeverfahren. Man kann diese Registrierung nur als überaus umfangreich bezeichnen, da viele Details fast wie für eine Visumsbeantragung erfragt werden. Mit Chitta Balroop von Trinidad setzte ich dazu eine Google-Formseite auf, in der die Devotees ihre Details online eintragen und auch ein digitales Foto schicken müssen. Wenn Devotees sich im Ashram anmelden, erhalten sie von mir automatisch den Link des Formblattes mit detailierten Instruktionen. Nach dem Venkateshvara-Abhishekam am 14. Dezember ging Sri Swamiji einige Angels beim Darshan recht forsch an, dass sie sich registrieren müssten und u.U. selbst dazu zur Ausländerpolizeit fahren bzw. zu Pingala gehen sollten. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, die Sri Swamiji und der Ashram dem neuen Verfahren zumessen. Leider war durch die damit zusammenhängenden Mehrarbeiten zeitlicher Druck und Enge entstanden, was sich u.a. darin äußerte, dass ich kaum Notizen zu den Ereignissen machen konnte und daher dieser Bericht nicht so ausführlich wie die vorherigen verfasst werden konnte.
Neben der Teilnahme an dem Hauptprogramm der Feste gab es wieder einen Datta Kriya Yoga-Kurs im 2. Stock des Ayurveda Hospitals des Ashrams. Weiterhin konnten die Devotees morgens früh an der Einweihung zur Audumbara Guru Disha vor dem Dattatreya-Schrein in der Prayer Hall teilnehmen. Dazu konnte man eine mit grünem Tuch eingpackte halbe Kokosnuss beim Matru Mandali des Ashrams erhalten. Es gibt dazu einige Restriktionen, das Essen, die Nachtruhe etc. betreffend, die allerdings von den meisten Devotees während des Datta Jayanti-Festes etwas einfacher gehalten werden. Meines Wissens nach hatten aber nur vielleicht 1 – 2 Angels dieses Mal daran teilgenommen.
Am 20. Dezember war gleichzeitig mit dem ersten Datta Jayanti-Tag auch der Hanuman Jayanti-Tag. Frühmorgens gegen 7.00 Uhr fand das erste Abhishekam durch Sri Balaswami am Hanuman Idol beim Datta Venkateshvara Tempel statt. Er hielt noch eine Rede vor dem Hanuman Schrein. Anschließend erschien Sri Swamiji Selbst vor dem Hanuman Idol und vollzog eine Bilvablatt-Puja. Gleich danach wurde das Modell des neu geplanten Hanuman-Tempels vor Ihm platziert. Er wird einiges größer als der jetzige sein und vollständig aus einem besonderen Marmorstein bestehen. Die Vorbereitungsarbeiten sollen bereists begonnen haben. Vermutlich werden Teile des derzeit bestehenden Tempels in den neuen integriert werden. Und gleich anschließend schon zog es alle weiter zur Prayer Hall vor den Dattatreya-Schrein. Hier versammelt warteten die Devotees nicht lange auf Sri Swamijis Erscheinen, der an dem Tag ein Panchabhishekam am Dattatreya Idol (Sri Kalagni Shamana Datta) vollführen würde. Gleich anschließend zelebrierte Er das Punya Shravana, Gedenken an die verstorbenen Devotees, die dem Ashram zu Diensten waren. An diesem ersten Datta Jayanti-Tag waren noch nicht so viele Devotees in der Prayer Hall zu sehen wie man hätte annehmen können. Nach dem Panchabhishekam hielt Sri Swamiji vor dem Dattatreya Idol eine längere Rede. U.a. erwähnte Er, wie wichtig das häufige Lesen von Sri Datta Darshanam sei (gibt es seit über 10 Jahren neben Englisch auch in deutscher Sprache). Man könne es auf irgendeiner Seite aufschlagen und würde die Antworten auf innere Fragen bekommen. Man könne das Buch auch an andere Leute verschenken. Weiterhin erzählte Er die Version der Geschichte von Pingala Naga, der für Sri Dattatreya in alten Tagen viel Seva in Form von Reinigungsarbeiten verrichtete. Dabei sah er viele Leute, die von Dattatreya eine höhere Initiation erhielten. Er wollte dann auch so eine Initiation und so zu anderen Lokas reisen oder zumindest eine Pilgertour zu spirituellen Orten unternehmen. Sri Dattatreya bemerkte dieses und erklärte ihm, dass alle Pilgerzentren in Ihm (Datta) seien. Als Pingala mit Aufforderung seine Augen schloss, sah er sich selbst alle Pilgerzentren besuchen innerhalb sehr kurzer Zeit. Als er die Augen dann öffnete, fand er sich noch am gleichen Ort vor Sri Dattatreya sitzend. Damit wurde ihm die Aussage von Sri Dattatreya bestätigt, dass alle heiligen Pilgerorte in Sri Datta Selbst seien. Er sagte dann, dass er nicht mehr auf Pilgertour gehen, sondern hier bei Sri Dattatreya bleiben wolle. Auch Swamiji habe solche Devotees, die auf Pilgertouren gehen wollen und Ihn fragten, welches Transportmittel sie dorthin nehmen sollten und ähnliche irrelevanten Fragen. Dabei wären diese Devotees extra weit gefahren, um Ihn zu sehen (und zu erfahren). Selbst Ashramleute haben oft diese Tendenz, obwohl sie täglich Darshan von Sri Swamiji hätten….(Sri Swamiji`s Reden sind vom 20., 21., 22. und 23. Dezember auf Englisch im Internet bei www.dattavani.org nachzulesen.)
Am gleichen Abend fand ein Konzert in der Nada Mantpam statt bei dem Sri Swamiji ebenfalls präsent war.


Am 21. Dezember schloss sich nach der Sri Chakra Puja durch Sri Balaswami der Vorhang zum Altar einige Minuten, während die Priester vor dem Altarbereich weiter chanteten. Als dann der Vorhang wieder aufging, saß Sri Swamiji auf dem Altarstuhl und zelebrierte einige Opferungen und das abschließende Arati. Nach wenigen Minuten angeleitetes Kriya Yoga in der Prayer startete Ashram Priester Vamshi die Mantren für das bevorstehende Milch-Abhishekam am Dattatreya Idol und Sri Swamiji begann bald mit den Übergießungen zuerst mit Wasser und dann mit Milch. Schließlich wurde das Idol wiederum mit reinigendem Wasser übergossen und von Ihm mit Sandelholz-Tumerikpastentupfern dekoriert. Nach einer weiteren kurzen Pause kam Sri Swamiji für einen längeren Darshan zum Dattatreya-Schrein. Prasadi erzählte daraufhin für alle Devotees in Englisch in der Prayer Hall die Geschichte, wie das Kalagni Shamana Datta-Idol von einem Steinmetz vor über 40 Jahren geformt wurde und weitere kleine historische Begebenheiten rund um das Idol, welches dann später im alten Dattatreya Tempel installiert worden war (1978). Nächster Programmpunkt war die Veröffentlichung von Mantren auf einer CD, die vor 28 Jahren in Deutschland von Krishna, Joe Stick auf genommen worden waren. Damals waren diese Aufnahmen nicht für eine Veröffentlichung von Sri Swamiji gechantet worden. Sie geschahen mehr spontan auf Aufforderung von Krishna hin. Durch die heutige Tontechnik war es möglich, diese alten Aufnahmen vom Tonband auf heutige Tonträger zu übertragen und aufzunehmen. Die Mantren sind erstaunlich klar und sehr schön rezitiert. Weiterhin wurden von Sumanasa aus Deutschland Papageien-Postkarten von einigen ihrer Shuka Vana-Gemälden produziert, die von Sri Swamiji während dieses Anlasses veröffentlicht wurden. Anschließend wurden Zertifikate an die Kinder verteilt, die beim Bhagavad Gita-Wettbewerb am 15., 16. u. 17. Dezember im Ashram mit Auszeichnung hervorgetreten waren. Später hielt Sri Swamiji noch eine Rede vor allem über die Vorteile und Segnungen der SGS Posts und sehr viele Hintergründe zu dem App. Die Headphones für die Übersetzungsanlage waren zu diesem Ashramfest von Mekhala übernommen worden, die den Service für uns alle ohne Hilfe allein leistete! Nach Sri Swamijis Rede gab Er noch das Prasadam für alle Devotees, die Sevas gebucht hatten.
Am gleichen Abend spielte Sri Swamiji Selbst mit Seiner Celestial Message Troupe sehr eingehende Datta-Bhajans. Später sprach Er noch längere Zeit und ließ dann Devotees der 5. Devotee-Generation zu Sich kommen, die alle mit einem kostbarem Schmuckstück aus Seiner Hand gesegnet wurden.
22. Dezember war der Datta Jayanti-Haupttag. Und überaus viele Devotees waren in die Prayer Hall gekommen; so viele, wie ich es noch nicht zu einem Datta Jayanti-Fest gesehen hatte. Die letzten Reihen in der Prayer Hall reichten bis hinter die Hallenrückwand hinaus auf den Vorplatz. Natürlich saßen alle Devotees so dicht gedrängt, dass man Schwierigkeiten hatte, zwischendurch seinen Platz durch das Meer der Leute zu verlassen. Leider war dadurch auch die Verteilung der Headphones nicht möglich, und alle Angels mussten so auf eine Übersetzung von Sri Swamijis späterer Rede verzichten. Sri Swamiji zelebrierte Selbst die Sri Chakra Puja vor dem Mula Virat Dattatreya-Idol, das sonst in der alten Kriya Yoga Hall über der Prayer Hall seinen Platz hat und nur einmal pro Jahr zum Datta Jayanti-Haupttag öffentlich verehrt wird. Gleich nach der Sri Chakra Puja setzte Sich Sri Swamiji vor den Dattatreya-Schrein und hielt eine längere und zentrale Datta Jayanti-Rede. Die Botschaft davon zusammengefasst war, dass man Sri Dattatreya als die Inkarnation des Gurus relativ leicht verehren kann. Es reiche das Chanten Seines Namens aus, einfach nur Datta, Datta, Datta innerlich oder äußerlich sagen und an Ihn denken. Auch wenn man die Guru Gita chante und Texte wie die Guru Samhita lese, verehre man damit Sri Dattatreya. Wenn man in den Ashram komme, würden alle Sünden getilgt. Nicht eine Sünde verbleibe. Das sei die Kraft von Sri Dattatreya. Weiterhin verglich Er Dattatreya mit Lord Venkateshvara, der sich im Kali Yuga als Guru inkarniert hätte, um uns letztlich zur Befreiung zu führen.
Danach wurden alle Devotees gebeten, die Prayer Hall für das bevorstehende Thailabishekam zu räumen. Gleichzeitig nahmen die Sänger und Musiker des Satsangs vom Kochin Ashram in der Prayer Hall ihren Platz ein, um das gesamte Abhishekam-Ereignis mit ihrer Musik zu begleiten. Sri Swamiji nahm zuerst einen Öltopf an Sich und schaute in diesen hinein, um Sein Gesicht darin zu sehen und das Öl erst dann über das Dattatreya Idol im Tempel zu verteilen. Das Anschauen des eigenen Gesichts im Öl ist sozusagen die Markierung des Öls mit der eigenen Person, wodurch eine innigere Verbindung hergestellt wird und uns besser helfen kann gegen Krankheiten etcErst danach kamen alle anderen Devotees mit ihren Töpfchen von beiden seiten zum Dattatreya Tempel, um 2 eigens aufgestellten Utsava Dattatreya-Idolen zu opfern. Sri Swamiji, der gleich hinter den Idolen Platz genommen hatte, segnete alle ankommenden Devotees. Die beiden Schlangen waren immens lang und rissen zwischen ca. 11 Uhr und fast bis 15.00 Uhr nicht mehr ab. Am gleichen Abend fand das Floßfestival im Sapta Rishi Sarovar statt, bei dem Sri Swamiji auf einem Schwanen-Katameran auf dem Ritualbecken einige Kreise zieht und dabei ein Dattatreya-Idol verehrt und auch ab und zu singt oder kurze Reden hält. Diese Veranstaltung war von verhältnismäßig kurzer Dauer. Und schon versammelten sich die Devotees zur Abschlussveranstaltung des diesjährigen Datta Jayanti-Fest in der Nada Mantapam. Sri Swamiji kam aber erst hinzu, als schon fast alle Kakadarati-Bhajans gesungen worden waren. Er schwenkte das Arati-Licht verehrend vor den Kakadarati-Leuchtern, und die Szene wirkte durch die vielen Öl- oder Gheelichter um Ihn herum sehr mystisch. Als Er noch auf dem erhobenen Stuhl vor den Lichtern saß, hielt Er eine kurze Rede und forderte verschiedenen indische Devotees auf, auf die Bühne zu kommen und ihre Erlebnisse mit Sri Swamiji zu schildern. Erstaunlich ist, wie frei, ungezwungen und flüssig die meisten indischen Devotees vor fast 2 000 Zuschauern ihre zum Teil langen Geschichten erzählen können! Diese Geschichten handeln zum allergrößten Teil von Hilfen, die die Devotees bei Krankheiten, Unfällen und anderen Schwierigkeiten in ihrem Lebenslauf erfahren konnten und die sie direkt auf Sri Swamijis Unterstützung zurückführen. Sri Swamiji bestätigt oft diese Annahmen! Die Veranstaltung endete bereits gegen 20.30 Uhr.
Damit war das Datta Jayanti-Fest aber noch nicht zu Ende. Denn am nächsten Tag gab Sri Swamiji noch Mantra-Einweihungen in der Nada Mantapam. Man musste sich dafür im Ashram office anmelden und mit einem weissen oder orangenen Vastram frühmorgens ab 6.00 Uhr in der Nada Mantapam erscheinen. Bereits gegen 6.30 Uhr starteten einige Priester, darunter auch Ashrampriester Vamshi, mit den vorbereitenden Manten für die Einweihung. Später gab es erste Anweisungen für die zu Initiierenden und weiteres Chanten der Priester als Vorbereitung. Erst nach ab ca. 9.15 Uhr kam Sri Swamiji hinzu und führte die Vorbereitung zu den Einweihungen weiter. Einige wenige Angels nahmen an der Einweihung teil (die meisten von uns haben bereits ein persönliches Mantra von Sri Swamiji erhalten). Erst gegen 11 Uhr endete die Veranstaltung.
Damit endete das Datta Jayanti-Fest 2018 im Mysuru Ashram.
Wir christlichen Angels hatten bereits am 15. Dez. begonnen uns zusammenzusetzen, um ein Weihnachtsprogramm zu erstellen. Glücklicherweise hatten wir mehrere Devotees dabei, die eine musikalische Ausbildung absolviert hatten und der Gruppe so wertvolle Tipps geben bzw. das Gesangs-Rehearsal leiten bzw. maßgeblich unterstützen konnten. Es entstand viel positiver Drive in der Gruppe, sodass bereits die Rehearsal viel Spass machten. Ca. 25 Devotees vor allem aus Deutschland nahmen an dem Singen teil. Entscheidend für die große Begeisterung bei uns Angels war vor allem, dass sowohl ein Gospel und 2 lateinische Kirchenlieder das Repertoire der bekannten Weihnachtslieder bereicherten. Ein lateinisches Lied wagten wir uns sogar teilweise zweistimmig im Kanon einzuüben und vorzutragen, das dann auch für viele der indischen Devotees etwas besonders herausragendes war. Wir orderten 2 große Kuchen, einen für alle Zuschauer des Heiligen Abends und einen für die Veda Schule des Ashrams. Beide Kuchen wurden bei dem Weihnachtsereignis von Sri Swamiji angeschnitten. Eine Ansprache von Sri Swamiji an alle Devotees zu Weihnachten ist mittlerweile schon Tradition geworden ist. Und so sprach Er auch dieses Mal in Englisch zu uns. Er sagte u.a. sinngemäß, dass Jesus Christus ein großer Avadhuta gewesen sei. Und es seien auch viele andere große Seelen auf die Erde gekommen. Alle diese seien aber nur eine Seele, ein Mensch (Er sagte „Human being“, was man auch als menschliches Sein übersetzen könnte ). Und diese Avadhutas sterben auch nicht, sondern leben (in uns) weiter. Er nannte u.a. die Übereinstimmung zwischen Ihm und Jesus Christus: Jesus habe seine Mutter, Maria gehabt, die später mit der göttlichen Mutter assoziiert wurde. Und Er hatte seine Mutter Sri Jayalakshmi, die von allen Devotees als Heilige verehrt werde. Den Abschluss bildete das Überreichen der Geschenke an Sri Swamiji. Er beschenkte alle Angels mit von Ihm getragenen Schals und die Devotees in der Prayer Hall wurden mit einem großen Stück Weihnachtskuchen beglückt. Anschließend gab es für uns Angels noch ein Weihnachts-Dinner in der Angel-Dining Hall, zu dem sogar Sri Balaswami erschien, um allen Gästen dort eine Dattel aus seiner Hand zu überreichen. Und er positionierte sich mit vielen Angles einzeln für ein persönliches Foto mit ihm. Dies war wohl eines der großen Weihnachtsfeste im Ashram, die in die Weihnachtsgeschichte des Ashrams eingegangen sind. Und dies ist auch ein Ausdruck dafür, dass Sri Swamiji andere Religionen anerkennt und wertschätzt!
Hier soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Sri Swamiji sowohl sehr oft die Möglichkeit eines öffentlichen Darshans vor allen Devotees samstags und sonntags und während der Feiertage gibt. Danebern ermöglicht Er auch persönliche Darshans sowohl fast täglich am Darshan-Fenster in der Prayer Hall oder auch in Seinem Interview-Raum in der ehemaligen Kriya Yoga Halle, die oberhalb der Prayer Hall liegt. Die letztgenannte Möglichkeit ist allerdings eine Art kurze Pada Puja zu Seinen Füßen mit der Möglichkeit eines Interviews. Wenn man dringend Sri Swamijis Ratschlag bedarf und keinen direkten Zugang zu Ihm bekommt, kann man auch eine Mail über Prasadi (mail[at]dattapeetham.com) an Sri Swamiji richten, die Prasadi dann meistens mit Sri Swamiji bespricht und eine Rückmail schickt, falls Sri Swamiji Sich dazu geäußert hat. Oder man kann Prasadi auch direkt hier im Ashram ansprechen und um eine Anweisung von Sri Swamiji bitten. Hier würde sich als günstig erweisen, die Frage(n) auf ein Blatt zu schreiben und dieses Prasadi zu übergeben.
Sri Guru Datta – Pingala